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·12. September 2026

Geduldspiel in Mailand: Warum Djed Spence bei Inter noch auf der Bremse steht

Artikelbild:Geduldspiel in Mailand: Warum Djed Spence bei Inter noch auf der Bremse steht

Im Sommer zählte er zu den heißesten Transferaktien auf den Außenbahnen: Nach einer starken Weltmeisterschaft mit England und dem anschließenden Wechsel für rund 31,5 Millionen Euro von Tottenham Hotspur zu Inter Mailand waren die Erwartungen an


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riesig. Doch die Ernüchterung im San Siro folgte auf dem Fuß: In den ersten Pflichtspielen der neuen Spielzeit 2026/27 fehlte der 26-jährige Schienenspieler komplett im Aufgebot der Nerazzurri.

Die Ursachen: Turnier-Verschleiß und taktische Anpassung

Dass der dynamische Brite bislang noch keine einzige Spielminute absolvierte, ist kein sportliches Misstrauensvotum, sondern das Ergebnis einer bewussten Vorsichtsmaßnahme des Trainerstabs um Cristian Chivu:

  • Physischer Trainingsrückstand: Spence stand mit England bis zum letzten Turniertag der WM auf dem Rasen. Durch den verlängerten Sonderurlaub und die späte Transferabwicklung verpasste er die komplette Sommervorbereitung und das Einstudieren der Automatismen.
  • Körperliche Blessuren: Im intensiven Halbfinal-Fight gegen Argentinien zog sich der Flügelspieler leichte Knie- und Muskelprobleme zu, die im August ein individuelles Aufbauprogramm im Kraftraum von Appiano Gentile erforderten.
  • Taktische Schärfung: Bei Inter sind die Anforderungen an die Wingbacks extrem komplex. Das Schließen der Halbräume in der Rückwärtsbewegung und das synchrone Herausrücken verlangen taktische Disziplin, die Spence erst verinnerlichen muss.

Tactical Fit: Die ideale Besetzung für die Außenbahn

Trotz des holprigen Starts bleibt das Gesamtpaket von Spence für Inters Spielphilosophie maßgeschneidert. Mit seiner enormen Endgeschwindigkeit und seiner Durchschlagskraft im defensiven wie offensiven Eins-gegen-Eins bringt er Qualitäten mit, die dem aktuellen Mailänder Flügelspiel fehlen:

  • Tiefgang und Dynamik: Spence überlädt die gegnerische Pressinglinie bevorzugt mit explosiven Tiefenläufen über die Außenbahn.
  • Defensive Robustheit: Im englischen WM-System bewies er mit über drei gewonnenen Tacklings pro 90 Minuten, dass er auch gegen Top-Gegner eine kompakte Restverteidigung sichern kann.

Aktuell fängt Inter die Lücke auf der Schiene vor allem über Übergangslösungen auf, doch der Engländer ist langfristig als Stammkraft für die rechte Außenbahn eingeplant.

Wann schlägt seine Stunde?

Die ersehnte Wende steht unmittelbar bevor: Wie

Sportmediaset

und italienische Medien übereinstimmend berichten, kehrte Spence am gestrigen Freitag erstmals vollumfänglich ins Mannschaftstraining zurück.

Ein Startelfeinsatz kommt für das anstehende Heimspiel gegen Udinese Calcio am Montagabend um 20:45 Uhr zwar noch zu früh. Ein erster Platz auf der Bank gilt jedoch als realistisches Szenario, um ihm erste Matchday-Luft zu schnuppern zu lassen. Die medizinische Abteilung verfolgt einen konservativen Aufbauplan: Nach einer schrittweisen Heranführung über Kurzeinsätze soll der Engländer nach der anstehenden Länderspielphase im Oktober, spätestens zum Kracher gegen die AS Rom, bei hundert Prozent seiner Leistungsfähigkeit angelangt sein.

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