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·19. Februar 2026
"Geht nicht primär um das Resultat": KSC beschwört Zusammenhalt

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Nach der 1:5-Klatsche gegen Nürnberg geriet Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann beim Karlsruher SC in den Fokus. Indirekt wurde ein Endspiel für Cheftrainer Christian Eichner ausgerufen - und in der Spieltags-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Holstein Kiel (Samstag, 13 Uhr) relativierte Eggimann seine Aussage nur bedingt. Das Vertrauen in Eichner sei weiter groß, aber das alleine reicht womöglich nicht aus.
Christian Eichner ist der dienstälteste Cheftrainer der 2. Bundesliga. Doch der 43-Jährige muss um seinen Job beim Karlsruher SC bangen, wenn der Auftritt im Krisenduell gegen Holstein Kiel nicht den Vorstellungen der Verantwortlichen rund um Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann entspricht. "Wir sind völlig überzeugt, dass Christian für diese Situation der richtige Mann ist. Das hat er in der Vergangenheit mehrfach bewiesen", betonte der 45-jährige Schweizer persönlich in der Spieltags-Pressekonferenz. Und trotzdem ist klar: "Jetzt muss eine Reaktion gezeigt werden."
Was passiert, wenn die besagte Reaktion ausbleibt, dazu gab Eggimann keine konkrete Antwort. Der Sport-Geschäftsführer beschwor stattdessen den Zusammenhalt. "Das Spiel gegen Nürnberg war definitiv nicht unser Anspruch. Dennoch war uns wichtig, dass wir an dem Wochenende danach keine überstürzte Entscheidung treffen", betonte Eggimann. Er habe in Gesprächen mit allen Beteiligten gespürt, dass "jeder eine Lösung finden will". Die Chance gibt es gegen Kiel. Und der 45-Jährige verdeutlichte: "Es geht um die Leistung und nicht primär um das Resultat. Die Mannschaft muss die richtigen Schlüsse ziehen und das annehmen. Wir waren überhaupt nicht zufrieden."
Personell unverändert wird Eichner das vermeintliche Endspiel angehen können. Auch der Cheftrainer wurde deutlich. "Das, was in den vergangenen Tagen war, können wir nicht mehr verändern. Wir erwarten am Samstag eine deutliche Reaktion in den Bereichen, die diese Liga einfordert. Da haben wir absoluten Nachholbedarf aus meiner Sicht", erklärte der 43-Jährige. Das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer war aus Eichners Sicht von der Krise unberührt, die Aussagen von Eggimann habe der Cheftrainer daher auch "gar nicht so drastisch empfunden". Klar war dem Fußballlehrer aber auch, dass es ein "Weiter so" nicht geben kann.
"Ich konnte mich in sechs Jahren immer auf meine Mannschaft verlassen und das kann ich am Samstag auch wieder", betonte Eichner, welches Vertrauen er in die Spieler hat. Und die Zuversicht blieb: "Wir haben Luft nach oben in den Bereichen, die aber auch relativ schnell wieder Spaß verbreiten können." Ein Geschwindigkeitsdefizit, wie mancher Fan bei der Mannschaft erkannt haben will, sei noch lange keine Garantie für bessere Ergebnisse. Aber Eichner will alle Faktoren bedenken. "Und dann wollen wir nicht mehr über Eichner und Eggimann sprechen, sondern über elf Jungs auf dem Platz, die etwas entfachen", fand der KSC-Coach.









































