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·1. März 2026

Gejubelt, gekämpft, geschlagen – viel Lob für Borussia nach dem Spiel gegen Bayern

Artikelbild:Gejubelt, gekämpft, geschlagen – viel Lob für Borussia nach dem Spiel gegen Bayern

„Ergebnistechnisch waren das keine schönen vier Tage. Insbesondere das Ausscheiden gegen Bergamo tut natürlich extrem weh“, sagte Geschäftsführer Lars Ricken am späten Samstagabend im ZDF und fügte hinzu: „Ich glaube, heute waren wir entschlossen, all das, was wir in Bergamo nicht gezeigt haben, zu zeigen. Die Mannschaft hat hervorragend gekämpft, hat alles reingeworfen. Das wollen unsere Fans sehen. Wie sich die Mannschaft präsentierte, war schon top.“

Nico Schlotterbeck hatte einen von der ersten Minute an kämpfenden, bis dahin spielerisch aber unterlegenen BVB in der 26. Minute nach einer Freistoßflanke von Daniel Svensson mit 1:0 in Führung geköpft. Spätestens mit Beginn der zweiten Halbzeit zog Borussia das Geschehen mehr und mehr an sich, gestaltete es ausgeglichener und setzte punktuell mit gut getimten Angriffen Nadelstiche. Doch ausgerechnet in dieser Phase drehten die Münchner das Spiel. Harry Kane traf in der 54. Minute zum 1:1, eine Viertelstunde später verwandelte er einen sehr umstrittenen Foulelfmeter zum 1:2. „Es war ein großes Spiel in dieser Saison, auswärts gegen so ein starkes Team“, sagte Münchens Doppeltorschütze über die Leistung der Dortmunder. Und Bayern-Cheftrainer Vincent Kompany meinte anerkennend: „Man hat gespürt, dass Dortmund unbedingt die Chance nutzen wollte. Auch nach dem 2:2 sind sie weiter nach vorne gegangen, sie wollten unbedingt gewinnen.“


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Svensson traf in der 83. Minute sehenswert zum 2:2 und verwandelte den SIGNAL IDUNA PARK endgültig in ein Tollhaus. Borussia spielte auf Sieg – doch den bejubelten am Ende die Bayern. Als Joshua Kimmich in der 87. Minute eine zu kurze Kopfballabwehr (kein Vorwurf!) von Jobe Bellingham artistisch zum 2:3 versenkte, sprang die gesamte Bayern-Bank auf. Ein Zeichen dafür, wie knapp dieses Spiel war – und welche Bedeutung es für alle Beteiligten hat(te).

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„Wir haben heute einen richtig guten Clasico gesehen; Werbung für den deutschen Fußball, nicht nur in Deutschland, sondern auch darüber hinaus“, erklärte Niko Kovac: „Wir hätten einen kleinen Punkt verdient gehabt. Nach dem Ausscheiden gegen Bergamo haben wir heute ein tolles Gesicht gezeigt.“ Der Elfmeter war natürlich auch Thema auf der Pressekonferenz. Kovac: „Das, was Sven Jablonski gepfiffen hat, war sehr gut. Er hat das Spiel laufen lassen. Beim Elfmeter war ein leichter Kontakt. Ob dieser Kontakt ausreicht, um hinzufallen? Er hat ihn gepfiffen, ich nehme ihn auch an. Wenn er auf der anderen Seite gewesen wäre, hätte ich ihn auch angenommen.“

Zehn Spiele sind noch zu absolvieren. „Mit 52 Punkten hat man es auch noch lange nicht in die Champions League geschafft. Deshalb werden wir bis zum Ende Gas geben“, kündigte Lars Ricken an. Sechs Punkte Vorsprung hat Borussia Dortmund auf den Dritten, der zum Abschluss dieses Spieltages TSG Hoffenheim oder VfB Stuttgart heißen wird. Bei beiden muss der BVB noch auswärts antreten. „Uns wird nichts geschenkt“, so Ricken: „Das haben wir uns bis hierhin erarbeitet, und dann gilt es, das auch zu bewahren und sich am Ende dann auch hoffentlich mit dem Platz zu belohnen.“ Auch Niko Kovac verweist darauf, dass „der Puffer nach hinten jetzt nicht so groß ist. Gott sei Dank ist heute nicht allzu viel passiert. Morgen sind auch noch zwei Mannschaften unterwegs, die uns noch auf die Pelle rücken können. Es warten noch sehr schwierige Aufgaben“.

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Und es wartet noch eine Diagnose. „Ich habe mit Emre gesprochen, und sein Gefühl ist nicht positiv“, sagte Kovac über seinen verletzt ausgeschiedenen Kapitän Emre Can, der nach einem Schubser auf dem direkt ans Spielfeld anschließenden Kunstrasen weggerutscht war. „Vielleicht ist da schon etwas passiert, und er hat dann trotzdem weitergemacht. Das zeigt seine Charakterstärke, seine Persönlichkeit.“

Während der Ausfall eines Leistungsträgers droht, meldete sich der nächste Youngster an. Samuele Inacio debütierte im Alter von 17 Jahren, zehn Monaten und 26 Tagen und schaffte damit den Einzug in die Top 20 der jüngsten BVB-Spieler. „Ich war mit seinem Debüt zufrieden“, so Kovac und schob dann ein anerkennendes „gegen den FC Bayern München“ nach: „Das muss man sich mal vorstellen. Schon nicht schlecht…“Boris Rupert

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