Gemeinsam trainieren, gemeinsam Verantwortung übernehmen | OneFootball

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1. FSV Mainz 05

·29. September 2026

Gemeinsam trainieren, gemeinsam Verantwortung übernehmen

Artikelbild:Gemeinsam trainieren, gemeinsam Verantwortung übernehmen

Fußball soll Menschen verbinden – unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen. Mit der Tandem Young-Coach-Ausbildung setzt die SCORT Foundation gemeinsam mit Partnervereinen wie dem 1. FSV Mainz 05 auf ein Konzept, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam zu Trainerinnen und Trainern im Inklusionsfußball ausgebildet werden. Ziel ist es, die Teilnehmenden dazu zu befähigen, anschließend eigenständig inklusive Trainingseinheiten zu planen und durchzuführen.

Die Ausbildung folgt dabei einem Tandemprinzip: Ein Young Coach mit Behinderung arbeitet mit einer Person ohne Einschränkung zusammen. Beide lernen, ein inklusives Training vorzubereiten und anzuleiten. Bei Mainz 05 ist die Tandem-Ausbildung Teil des Engagements im SCORT-Netzwerk - als Möglichkeit, Trainer-Duos für den Behinderten- und Inklusionsfußball zu qualifizieren. Höhepunkt ist die eigenständige Durchführung von Trainingseinheiten mit Inklusionsmannschaften aus der Region.


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Theoretische wie auch praktische Schwerpunkte

Lea Bergweiler aus der CSR-Abteilung von Mainz 05 hat die Ausbildung Ende April und Anfang Mai absolviert. Insgesamt nahmen 22 Personen beziehungsweise elf Tandems teil. Die Inhalte wurden auf die beiden Gruppen zugeschnitten. Während die Tandempartner unter anderem methodische und organisatorische Aspekte des Trainings vermittelten, wurden Inhalte für die Young Coaches teilweise in leichter Sprache aufbereitet. Geleitet wurde die Ausbildung von erfahrenen Instruktorinnen und Instruktoren verschiedener Vereine und Organisationen. Für Bergweiler bestand ein wesentlicher Teil der Ausbildung darin, Inklusion nicht nur theoretisch zu behandeln, sondern selbst zu erfahren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigten sich unter anderem mit Blindenfußball, Gehörlosenfußball und Sport im Rollstuhl. Besonders nachhaltig blieb ihr der Blindenfußball in Erinnerung. "Das war für mich eine ganz neue Erfahrung“, berichtet Bergweiler. Ein raschelnder Ball und akustische Signale dienen dabei der Orientierung, während die visuelle Wahrnehmung als wichtigste Informationsquelle wegfällt.

Auch die Auseinandersetzung mit dem Autismus-Spektrum gehörte zur Ausbildung. In einem Workshop wurde eine sensorische Überlastung simuliert, indem verschiedene Geräusche und Informationsquellen gleichzeitig auf die Teilnehmer einwirkten. Für Bergweiler waren diese praktischen Einblicke besonders wichtig: "Man bekommt dadurch noch einmal einen ganz anderen Blick darauf, wie unterschiedlich Menschen ihre Umwelt wahrnehmen.“

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