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·16. September 2026
Gladbachs Dauerbaustelle rechts: Konoplia und Hashioka geben dem neuen Trainer eine Option, die Polanski nie hatte

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·16. September 2026

Drei Spiele, null Punkte, 3:12 Tore, Trainer weg: Bei Borussia Mönchengladbach ist in dieser Woche wenig Positives zu vermelden. Eine Nachricht aber gibt es, die der noch namenlose Polanski-Nachfolger gern hören wird: Yukhym Konoplia und Daiki Hashioka sind zurück im Mannschaftstraining. Die rechte Abwehrseite, seit Jahren eine neuralgische Zone am Niederrhein, bekommt endlich Personal.
Konoplia sollte in dieser Spielzeit eigentlich die neue Nummer 1 auf der rechten Seite sein. Der Ukrainer war im Sommer ablösefrei von Schachtar Donezk gekommen, verletzte sich aber schon in der Vorbereitung am Innenband und fehlt seit Mitte Juli. Hashioka, leihweise von Slavia Prag geholt, um genau diese Lücke zu füllen, hielt kaum länger durch: Am ersten Spieltag in Leipzig zog er sich bei einem Zusammenprall mit Antonio Nusa eine Nackenstauchung zu.
So blieb Joe Scally, der in den Planungen der Borussia eigentlich keine große Rolle mehr spielte und mit Vertrag bis 2027 als Verkaufskandidat galt, als einzige Lösung übrig. Der US-Amerikaner musste eine Position halten, auf der Gladbach schon vor der Saison Verstärkung für nötig befunden hatte. Dass die Defensive in den ersten drei Spielen zwölf Gegentore kassierte, lag nicht allein an ihm, aber die Lage rechts hat die Probleme nicht kleiner gemacht.
Beide Rechtsverteidiger haben in dieser Woche das Mannschaftstraining wieder aufgenommen, stecken aber noch in der Teilintegration. Das Heimspiel gegen Mainz am Samstag kommt für Konoplia nach zwei Monaten Pause zu früh. Bei Hashioka ist die Ausfallzeit kürzer, sodass es für einen Platz im Kader reichen könnte. Das eigentliche Ziel ist ohnehin ein anderes: Die Länderspielpause soll genutzt werden, um beide für das rheinische Derby beim 1. FC Köln am 11. Oktober fit zu bekommen.
Der Nachfolger von Eugen Polanski, der am Sonntag nach dem 0:5 in Freiburg entlassen wurde, soll laut kicker nach dem Mainz-Spiel übernehmen. Interimsweise leitet Co-Trainer Jan-Moritz Lichte das Training. Wer auch immer kommt, findet damit eine Situation vor, die Polanski in seinen drei Spielen nie hatte: zwei fitte Spezialisten für eine Position, die im Sommer gezielt neu besetzt wurde. Vor allem an Konoplia, der bei Schachtar Champions League gespielt hat, knüpfen sie in Gladbach große Hoffnungen. Für Scally bedeutet die Rückkehr der Konkurrenz dagegen, dass seine Situation sich wieder verändern könnte, noch bevor die Transferphase im Winter beginnt.
Elf Neuzugänge, ein neuer Trainer nach drei Spieltagen und ein Verein, der zum zweiten Mal in seiner Geschichte nach drei Partien ohne Punkt dasteht: Gladbach braucht dringend Stabilität. Dass sie ausgerechnet auf der rechten Abwehrseite beginnen könnte, ist immerhin eine Pointe, die man am Niederrhein nicht erwartet hätte.







































