Gräfe klärt auf: Darum sah Schlotterbeck in Bergamo Rot | OneFootball

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·26. Februar 2026

Gräfe klärt auf: Darum sah Schlotterbeck in Bergamo Rot

Artikelbild:Gräfe klärt auf: Darum sah Schlotterbeck in Bergamo Rot

Zwei Platzverweise, vier Gegentore und das Aus in der Champions League. Der BVB erlebte einen „desaströsen“ Abend nicht nur aus sportlicher Sicht, meint auch die Presse zum 1:4 bei Atalanta Bergamo. Nico Schlotterbeck, der außerhalb des Spielfelds eine Rote Karte erhielt, war sich keiner Schuld bewusst. Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe klärt auf, wieso es dazu kam.

Karim Adeyemi hatte nach einer vom gesamten BVB beinahe lethargisch geführten ersten Halbzeit und einem weiteren Gegentor in Halbzeit 2 das nötige Tor zum 1:3 erzielt. Damit lief alles auf eine Verlängerung in Bergamo hinaus, auch Atalanta schien in den letzten Minuten nicht mehr allzu viel Risiko eingehen zu wollen. Dann unterlief Gregor Kobel ein schlimmer Patzer – mit fatalen Folgen für Ramy Bensebaini und Borussia Dortmund.


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Bensebaini hatte den Ball geklärt, dabei aber einen Gegner mit dem Fuß im Gesicht getroffen. Schiedsrichter Sanchez sah sich die Szene in der Review-Area an, die bekanntlich in der Nähe der Ersatzbänke steht. Nico Schlotterbeck beging dann gleich zwei Fehler, die in Summe zur Roten Karte für ihn führten, obwohl er kein Teilnehmer des Spiels war.

Welche das waren, erläutert der langjährige Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe in diesem Beitrag.

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Photo by Cathrin Mueller/Getty Images

Gräfe: Review-Area tabu für Spieler

Allein dafür, dass er die eigene Coaching-Zone verließ, hätte Nico Schlotterbeck ohnehin schon zwingen die Gelbe Karte erhalten müssen, führt Manuel Gräfe die bestehende Regelung der UEFA aus. Wer sich dann noch „in konfrontativer Weise“ in die Review-Area, aufs Spielfeld oder in die Coaching-Zone des Gegners begibt, ist „zwingend“ des Feldes zu verweisen. Genau das sei offensichtlich der Fall gewesen. Dass Schlotterbeck in Unkenntnis dieser Regelung nicht wusste, wofür er die Rote Karte erhalten hatte, begründet Gräfe damit, dass ein ähnliches Verhalten auf dem Platz keine Konsequenzen habe. Dort würde auch ein konfrontativer Austausch zwischen zwei Gegnern nicht sanktioniert.

In der Review-Area aber und in deren direkten Umfeld sei dies sehr wohl der Fall. Weshalb auch die Rote Karte für Nico Schlotterbeck ihre Berechtigung habe. Die Review-Area sei ein explizit geschützter Bereich nur für den Schiedsrichter, damit dieser unbeeinflusst seine Entscheidung treffen kann. Für einen Platzverweis reiche es dort schon aus, dem Schiedsrichter nur auf die Schulter zu tippen oder ihn anders leicht zu berühren.

Somit hat Nico Schlotterbeck auch diese Regelung nun kennengelernt, wenn auch auf eine für ihn unschöne Art.

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