FC Augsburg
·18. Januar 2026
Gregoritsch: "Fühlt sich wie nach Hause kommen an"

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·18. Januar 2026

Nach dreieinhalb Jahren trägt Michael Gregoritsch wieder das Trikot des FC Augsburg. Der 31-Jährige kehrte im Winter zurück in die Fuggerstadt und konnte bereits wieder einige Minuten für Rot-Grün-Weiß sammeln. Vor dem Spiel gegen den SC Freiburg spricht Gregerl über die Rückkehr zum FCA, seinen Treffer zur österreichischen WM-Qualifikation und sein Charity Projekt „TOR.CHANCE“.
Gregerl, wie waren deine ersten Tage in Augsburg? Ist noch alles so, wie du es in Erinnerung hattest? Ja. Ich war ja auch nicht aus der Welt, sondern dreimal als Gegner hier zu Gast. Dabei habe ich mir natürlich auch die Kabine angeschaut, weil ich immer noch einige Freundschaften in der Mannschaft habe. Daher war sehr vieles vertraut. Natürlich gibt es auch einige neue Gesichter – aber insgesamt fühlt es sich ein Stück weit wie Nachhause kommen an.
Hast du auch schon bekannte Ecken in der Stadt besucht? Klar, vieles kenne ich noch von früher. Gleichzeitig informiert man sich natürlich auch, was in den letzten drei Jahren neu dazugekommen ist. Ich fühle mich in der Stadt sehr wohl und wusste auch direkt, wo ich wohnen möchte. Ich habe schon etwas ins Auge gefasst und hoffe, dass das alles so funktioniert.
Für viele Fans kam deine Rückkehr überraschend. Im Sommer bist du erst zu Brøndby IF nach Dänemark gewechselt. Warum jetzt der vorzeitige Schritt zurück zum FCA? Wie ich schon gesagt habe, ist die Verbindung nach Augsburg nie ganz erloschen. Ich empfinde einfach etwas für diesen Klub. Als sich im Winter die Möglichkeit ergeben hat und ich sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen geführt habe, war mir schnell klar, dass ich unbedingt wieder für den FCA auflaufen möchte.
Der Kader hat sich stark verändert. Von deinen früheren Teamkollegen sind nur noch Jeff Gouweleeuw, Mads Pedersen, Arne Maier und Daniel Klein da. Wie kommst du bislang zurecht? Sehr gut. Auf der einen Seite ist es ein Wiedersehen, auf der anderen Seite ist es wie immer, wenn man in eine neue Mannschaft kommt. Ich bin ein kontaktfreudiger Typ und finde schnell zwei, drei Leute, mit denen man auf einer Wellenlänge ist. Ich komme gut zurecht mit den Jungs und denke, dass wir hier gemeinsam etwas aufbauen können.
Als wir vor drei Jahren unser letztes Interview geführt haben, wurde in der Mannschaft gerne Uno gespielt. Wie sieht es heute aus? Gute Frage – das kann ich dir gerade gar nicht sagen. So lange bin ich ja noch nicht da. Ich muss aber ein bisschen schmunzeln, weil ich mich an das Uno hier gar nicht mehr erinnern kann (lacht). Aber es kann schon stimmen, man vergisst ja auch einiges.
In Österreich warst du Kandidat bei der „Millionenshow“, jetzt bist du beim FCA wieder als Moderator der Vereinsquizshow im Einsatz. Wie kam es damals dazu, dass du Quizmaster von „Was woisch“ wurdest? Das kann ich dir gar nicht mehr genau sagen. Es hat von Anfang an gut funktioniert und mir viel Spaß gemacht. Ich glaube, auch bei den Fans ist es gut angekommen. Es ist einfach eine schöne Geschichte – und ich freue mich, wenn es weitergeht.
Magst du es, vor der Kamera zu stehen? Sagen wir so: Ich glaube, es liegt mir ganz gut und mir macht es Spaß. Aber es ist nichts, was ich unbedingt brauche.
Kommen wir zum Sportlichen: Am Sonntag beginnt die Rückrunde, zum Auftakt kommt der SC Freiburg nach Augsburg. Freust du dich auf das Duell mit deinem Ex-Klub? Ja, klar. Es ist ein besonderes Spiel für mich. Ich habe dort vor wenigen Monaten noch gespielt, und die Stadt ist mein Lebensmittelpunkt geworden. Ich freue mich, viele bekannte Gesichter wiederzusehen. Aber natürlich steht das Spiel an erster Stelle – und wir wollen unbedingt gewinnen.
Wie siehst du den Sport-Club aktuell? Sie spielen eine gute Saison, wie eigentlich immer. In Europa sind sie auf dem besten Weg ins Achtelfinale einzuziehen, und in der Liga haben sie seit dem 13. Spieltag nicht mehr verloren. Das zeigt, welche Qualität dort in der Mannschaft steckt. Für uns wird es eine schwere Aufgabe, aber ich glaube trotzdem, dass wir eine Chance haben.
Mit Blick auf die Rückrunde: Welche Ziele hast du dir gesetzt? An erster Stelle steht ganz klar der Klassenerhalt – am besten so früh wie möglich. Jeder weiß, wie wichtig und wie schön es ist, in der Bundesliga zu spielen. Dem müssen wir alles unterordnen.
Im Sommer steht mit der Weltmeisterschaft in Nordamerika ein großes Highlight an. Du hast die österreichische Nationalmannschaft mit deinem Tor gegen Bosnien zur Teilnahme geschossen. Wie hast du die Wochen danach erlebt? Sehr schön. Medial war natürlich einiges los, da musste ich ein bisschen selektieren. Aber das zeigt auch die Tragweite dieses Tores. Für mich persönlich war es der beste Moment meiner Karriere, ganz klar. Ich nehme das als Motivation und Ansporn für die kommenden Wochen und Monate.
Du hast 2018 den Spendenverein „Tor.Chance“ mitinitiiert. Welche Projekte setzt ihr um? Wir unterstützen Kinder aus sozial schwächeren Familien sowie Kinder mit Down-Syndrom. Die Initiative habe ich gemeinsam mit meinem Bruder Matthias gegründet, der sie hauptverantwortlich betreut. Jedes Jahr veranstalten wir ein großes Sommer-Camp, bei dem vormittags meist Fußball gespielt wird und nachmittags andere Freizeitaktivitäten, wie zum Beispiel Schwimmen, auf dem Programm stehen. Ein weiteres Projekt heißt „Kick it like Gregerl“ und kümmert sich um die Integration von Kindern mit Migrationsgeschichte. Damit waren wir 2019 auch schon einmal in Augsburg.









































