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·22. Februar 2026

Großer Elfer-Ärger beim BVB: "Das ist eine Fehlentscheidung!"

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Mit der zwischenzeitlichen 2:0-Führung von RB Leipzig deutete viel auf einen Heimsieg der Sachsen hin, welcher der Hoffnung von Borussia Dortmund, das Rennen um die Meisterschaft nochmal spannend machen zu können, einen großen Strich durch die Rechnung gezogen hätte. Stattdessen durfte sich Schwarz-Gelb noch über ein 2:2-Remis freuen.

Doch neben der Freude über den späten Punktgewinn und die abgewendete Niederlage gab es beim BVB auch noch Frust über einen nicht gegebenen Elfmeter. In der 89. Spielminute gingen Karim Adeyemi und Castello Lukeba im Strafraum zu Boden. Der RBL-Verteidiger hatte den deutschen Nationalspieler am Fuß getroffen, den er allerdings wiederum bewusst nach vorne gestellt hatte.


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"Das ist eine Sichel": Kovac zieht den Judoka-Vergleich

Solche Szenen wurden im Laufe der bisherigen Saison mal in die eine, mal in die andere Richtung entschieden. In diesem Fall gab Benjamin Brand keinen Elfmeter für die Dortmunder, was dementsprechend auch nicht als klare Fehleinschätzung eingestuft wurde und keine VAR-Korrektur zur Folge hatte.

"Wenn ich das sagen darf: Bis zu meinem 13., 14. Lebensjahr war ich Judoka. Das ist eine Sichel. Das ist ein Feger. Also bitte. Natürlich packt der Karim den Fuß vor, aber Lukeba trifft ja nicht mal den Ball. Er trifft ganz klar Karim", argumentierte Niko Kovac nach dem Spiel bei Sky. Wenig überraschend: Der BVB-Cheftrainer hätte gerne den Strafstoß und damit die große Chance auf den Last-Minute-Siegtreffer bekommen.

"Für mich ist das ein Elfmeter", hatte auch Sebastian Kehl eine sehr klare Meinung zu der Szene. Der Sportdirektor weiter: "Natürlich kreuzt ein Stürmer, das muss er machen. Er muss vor ihn kommen. Und am Ende tritt er ihn unten am Fuß. Das ist eine klare Elfmetersituation."

Für Kehl sei es zudem eine "klare Situation" gewesen, die sich der VAR hätte anschauen müssen. Dann hätte die Szene "neu bewertet" werden können. "Das ist für mich eine Fehlentscheidung und da muss er eingreifen", lautete entsprechend sein Fazit. Auch Kovac zeigte kein Verständnis über den fehlenden VAR-Eingriff. "Man kann es aus der Perspektive von Benni Brand gar nicht sehen. Aber der im Studio hat die Bilder, die wir auch haben. Es ist eine Fehlentscheidung!", so der Coach deutlich.

Bayern baut den Vorsprung aus - war es das mit der Meisterschaft?

Ungeachtet dieser Elfmeter-Diskussion muss sich der BVB mit diesem 2:2-Unentschieden aber noch zufriedengeben. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass Leipzig durchaus genug Chancen hatte, um vorzeitig auf eine 3:0-Führung zu stellen, die den Gästen aus dem Ruhrgebiet vermutlich den Stecker gezogen hätte.

Vor dem Duell mit dem FC Bayern am nächsten Wochenende ist der Abschied nun auf acht Punkte angewachsen. Sind die Hoffnungen auf ein nochmal spannenderes Meisterschafts-Rennen damit schon vorzeitig abgehakt? "Wir gucken", ließ sich Kehl keine wirklich nennenswerte Aussage entlocken.

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