Güler: „Alonso schrieb mir nach dem Bayern-Spiel“ | OneFootball

Güler: „Alonso schrieb mir nach dem Bayern-Spiel“ | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: REAL TOTAL

REAL TOTAL

·27. Mai 2026

Güler: „Alonso schrieb mir nach dem Bayern-Spiel“

Artikelbild:Güler: „Alonso schrieb mir nach dem Bayern-Spiel“
Artikelbild:Güler: „Alonso schrieb mir nach dem Bayern-Spiel“

Die kurze Amtszeit von Alonso hatte großen Einfluss auf Güler – Foto: Angel Martinez/Getty Images

Nachricht nach dem Bayern-Spiel

Nach einer turbulenten Saison bei den Königlichen spricht der junge Türke in einem Interview ausführlich über die jüngsten Ereignisse. Besonders auffällig: Güler fühlte sich unter Xabi Alonso im Zentrum angekommen. So beschreibt er die Beziehung zu seinem Ex-Trainer als entscheidenden Faktor seiner Entwicklung in der spanischen Hauptstadt.


OneFootball Videos


Besonders eine Nachricht des Spaniers nach dem Champions-League-Spiel gegen Bayern München habe ihn beeindruckt: „Nach dem Spiel gegen Bayern hat er mir geschrieben und gesagt, dass er sehr stolz auf mich ist. Ich habe mich riesig darüber gefreut.“ Insgesamt sei das Verhältnis eng und vertrauensvoll gewesen: „Die Wahrheit ist, dass wir eine großartige Beziehung hatten. Jetzt hat er bei Chelsea unterschrieben. Ich hoffe, bei ihm läuft alles gut. Natürlich schreiben wir uns weiter Nachrichten. Möge Gott ihm den Weg ebnen. Ich glaube, er ist ein wirklich großer Trainer.“ 

„Gefühl, dass er mir die Schlüssel übergeben hat“

Rückblickend erklärt der 21-Jährige, dass er in der Vergangenheit oft nicht auf seiner Idealposition eingesetzt wurde: „Unter Jorge Jesus und auch unter Ancelotti habe ich auf der rechten Seite gespielt, weil es im Zentrum viele Spieler gab.“ Diese Rolle habe ihn eingeschränkt: „Ich konnte dort nicht die Leistung bringen, die ich mir gewünscht habe.“ Mit Alonso habe sich das geändert: „Er hat mit mir gesprochen und gesagt, dass er mich im Zentrum sieht. Das ist die Position, in der ich mich am wohlsten fühle. Ich habe das Gefühl, dass er mir die Schlüssel übergeben hat, genau das war es, was ich gesucht habe. Wenn er dich in sein Büro bittet und dir taktisch etwas erklärt, ist es schwer, nicht überzeugt zu sein. Er weiß genau, was du kannst und was er dir geben kann.“ Vor allem die klare Kommunikation des Spaniers habe ihm enorm geholfen: „Er ist jemand, der wahrscheinlich jeden Tag nach dem Aufwachen darüber nachdenkt, wie er einen Spieler besser machen kann, wie er mit ihm kommuniziert. Vor unserem ersten Spiel, als ich in der Startelf stand, sagte er morgens zu mir: ‚Ich will, dass du den Ball öfter hast als alle rechts von dir.‘ Wenn du das hörst, ist Überzeugung nicht mehr schwer.“

„Manchmal reicht ein Blick zwischen uns“

Besonders euphorisch äußert sich Güler über das Zusammenspiel mit Kylian Mbappé, mit dem er sich auf Anhieb ohne große Worte verstanden habe. Die fußballerische Wellenlänge zwischen den beiden Ausnahmekönnern stimme ab der ersten Sekunde perfekt überein: „Mbappé ist ein ganz besonderer Spieler. Unser Fußballverständnis ist sehr ähnlich. Manchmal reicht ein Blick zwischen uns. Manchmal reden wir vor dem Spiel ein bisschen darüber, was wir machen können. Danach passiert vieles einfach automatisch. Wir haben eine ganz besondere Chemie. Er ist ein wunderbarer Mensch außerhalb des Feldes“, schwärmte er über den Superstar. Diese exzellente Verbindung auf und abseits des Rasens soll nun als Katalysator dienen, um sowohl im Verein als auch bei der anstehenden Weltmeisterschaft Höchstleistungen abzurufen.

Selbstkritik als Antrieb

Auch Einblicke in seine Persönlichkeit liefert der türkische Nationalspieler. Besonders seine Selbstkritik fällt auf: „Wenn mir jemand im Spiel den Ball wegnimmt, denke ich noch tagelang darüber nach.“ Fehler würden ihn lange beschäftigen: „Ich sehe eine Szene immer wieder in meinem Kopf.“ Abschließend spricht Güler über seine größere Motivation, die über Real Madrid hinausgeht. Er wolle nicht nur sportlich erfolgreich sein, sondern auch Vorbild werden: „Ich möchte, dass die Kinder in meinem Land sagen können: ‚Arda hat es geschafft, also kann ich es auch schaffen.‘“ Für seine eigene Entwicklung dankt er vor allem einem ehemaligen Mitspieler und dem Glauben eines weiteren Ex-Trainers: „Ich bin sehr froh, von Luka Modrić gelernt zu haben. Ich denke, er ist einer der komplettesten Mittelfeldspieler unserer Generation. Wir wissen immer noch nicht, was er gespielt hat? Hat er Nummer 10, Nummer 8 oder Nummer 6 gespielt? Ich habe also gesehen, dass er alles sehr gut umsetzen konnte. Es gibt nicht viele Spieler wie ihn. Ancelotti sagte zu mir, dass ich einer der besten Mittelfeldspieler der Zukunft werde.“

Siesta-Kultur und familiäre Unterstützung

Nachdem Güler zu Beginn seiner Zeit in Spanien hartnäckige körperliche Rückschläge ausgebremst hatten, sprüht der Youngster nun wieder vor Spielfreude. So zeigt er sich erleichtert und dankbar über den aktuellen Fitnesszustand: „Gott sei Dank. Ich fühle mich gerade sehr gut. Ich hoffe, dass ich ich bester Verfassung zur Weltmeisterschaft reise und meinem Land zum Erfolg verhelfen kann. Ich habe körperlich keine Probleme, ich fühle mich sehr gut.“

Das private Umfeld spiele für den Wohlfühlfaktor in der neuen Heimat eine entscheidende Rolle. Er lebe in Spanien glücklich mit seiner Familie und seinen engen Freunden zusammen, die ihn in jeder Lebenslage bedingungslos unterstützen. Seinen strukturierten Alltag im sonnigen Madrid hat das Mittelfeldjuwel komplett verinnerlicht, wobei eine traditionelle spanische Gewohnheit sofort einen festen Platz im Tagesablauf eingenommen hat. Der türkische Nationalspieler beschreibt, dass sein Tag mit dem Aufwachen und einem gemeinsamen Frühstück beginne, ehe es direkt zu den anspruchsvollen Trainingseinheiten auf das Vereinsgelände gehe.

Nach dem anschließenden Mittagessen folge das absolute Highlight seines Tagesrhythmus: „Die Siesta-Kultur ist hier unglaublich, ich schlafe sofort ein, zwei Stunden. Ich habe mich sofort daran gewöhnt. Als ich ein Kind war, hat mich meine Mutter immer so schlafen gelegt. Ich schlafe, ich wache auf.“, verriet er mit einem Schmunzeln. Nach dem Erwachen absolviere er je nach Trainingsplan zusätzliche technische Einheiten mit dem Physiotherapeuten oder verbringe die Freizeit entspannt beim Fußballspielen mit Freunden sowie bei intensiven Spielanalysen und Gesprächen im Kreise seiner Familie.

REAL TOTAL-App

Neu: Wir haben die REAL TOTAL-App nicht nur geupdatet, sondern neu entwickelt – und das diesmal inhouse! So können unsere Gold-Supporter die neue App jetzt runterladen via Apple und Android.

Impressum des Publishers ansehen