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·30. November 2025

Guirassys Handschlag-Eklat: BVB-Coach Kovac reagiert

Artikelbild:Guirassys Handschlag-Eklat: BVB-Coach Kovac reagiert

Borussia Dortmund erlebt beim Sieg gegen Leverkusen eine hitzige Szene um Serhou Guirassy. Der Stürmer verweigert Trainer Niko Kovac den Handschlag – doch der BVB-Coach beschwichtigt sofort.

Beim Dortmunder 2:1-Erfolg im Topspiel gegen Bayer Leverkusen sorgte Serhou Guirassy für eine hitzige Szene. Der Stürmer wurde in der 61. Minute ausgewechselt, reagierte entnervt, schleuderte seine Handschuhe auf den Boden – und verweigerte Trainer Niko Kovac den Handschlag.


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Der Coach hatte Guirassy beim Stand von 1:0 durch Fábio Silva ersetzt. Nur wenige Minuten später bereitete der Portugiese das 2:0 durch Karim Adeyemi vor. Dass ausgerechnet sein Joker traf, nahm Kovac gelassen zur Kenntnis – und suchte direkt nach Abpfiff das Gespräch mit seinem Angreifer. Auf dem Platz sah man beide zunächst diskutieren, später Arm in Arm.

Kovac zeigte in der Analyse viel Verständnis für die heftige Reaktion seines Stürmers. „Dass ein Spieler nicht unbedingt raus möchte, verstehe ich“, sagte der 54-Jährige.

Zugleich machte er klar, dass die Angelegenheit intern bereits geklärt sei: „Wir haben uns nach dem Spiel ausgesprochen beziehungsweise ich habe ihm das erklärt. Wenn ihm einer die Stange hält, bin ja wohl ich das. Dann muss er es auch mal aushalten, dass ich ihn runternehme.“

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Kovac verwies darauf, dass er mit zunehmender Erfahrung ruhiger mit solchen Situationen umgehe: „Vielleicht hätte ich vor ein paar Jahren anders reagiert.“ Inzwischen wisse er, dass man manchen Moment im Fußball „abwarten“ müsse, weil Adrenalin und Emotionen hochkochten.

Guirassy, der zuletzt sportlich schwankte und beim Spiel ohne Torbeteiligung blieb, bleibt für Kovac weiterhin zentraler Bestandteil der Offensive. „Ich habe ihn gestützt und ich werde ihn weiterhin stützen. Er ist unser wichtigster Stürmer“, betonte der Trainer – fügte aber auch hinzu, Guirassy wisse umgekehrt, „wie wichtig ich für ihn bin“.

Auch Sportdirektor Sebastian Kehl bestätigte, dass die Szene unmittelbar nach dem Spiel ausgeräumt worden sei. Er habe gesehen, dass sich Trainer und Spieler „in den Arm genommen“ hätten. Enttäuschung über eine Auswechslung sei nachvollziehbar, aber es brauche auch Einsätze für Spieler wie Silva, der sich mit seiner Vorlage prompt empfahl.

Am Ende blieb es also bei einem kurzen emotionalen Ausbruch – und einem Trainer, der die Wogen schnell glättete. „Serhou und ich sind ein Herz und eine Seele, wir verstehen uns“, fasste Kovac zusammen.

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