Nur die Raute
·29. August 2025
„Habe es geliebt, Teil des Vereins zu sein“ – Schonlau sendet Abschiedsbotschaft

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·29. August 2025
Sebastian Schonlau verließ den HSV nach vier ereignisreichen Jahren in Richtung Vancouver. Von dort aus meldete er sich nochmals, um sich von allen dem Verein nahestehenden Akteuren zu verabschieden.
Seit seiner Ankunft im Sommer 2021 trug Sebastian Schonlau beim Hamburger SV die Kapitänsbinde. Sportlich verlor er bereits in der Aufstiegssaison an Standing, ehe er durch den größeren Umbruch infolge der Bundesliga-Rückkehr keine Perspektive mehr besaß. In der vergangenen Woche verließ der Innenverteidiger die Hansestadt und schloss sich den Vancouver Whitecaps an.
Nach einer Woche in seinem neuen kanadischen Zuhause meldete sich Schonlau nochmals per Videobotschaft und blickte dabei auf seine Zeit beim HSV zurück. „Diese vier Jahre in Worte zu fassen, ist nahezu unmöglich“, stellte er mit Blick auf unter anderem zwei verlorene Relegationen fest. Besonders hob er die stets vorhandene Fan-Unterstützung hervor: „Ihr wart immer für uns da, ich meine wirklich immer. Ich weiß, dass wir einige schwierige Momente hatten, aber ihr habt uns immer wieder gepusht.“
Im vierten Versuch nach dem Wechsel aus Paderborn durfte Schonlau schließlich den Aufstieg bejubeln. Ausschlaggebend war aus seiner Sicht der außergewöhnliche Zusammenhalt rund um den HSV: „Es hat uns ausgezeichnet, dass wir niemals aufgegeben haben. Ihr als Fans nicht, wir als Mannschaft und als Verein nicht.“ Daher würden „die schwierigen Momente und natürlich der Aufstieg uns für immer“ verbinden.
Darüber hinaus richtete Schonlau Dankesworte an alle Mitarbeiter der Geschäftsstelle, sämtliche Trainer, den Staff sowie das Team: „Das ist euer Verdienst, dass der HSV da steht, wo er heute steht“. Er selbst ging als Kapitän stets voran, auch als der Stammplatz verloren ging. „Ohne Bascho wären wir niemals aufgestiegen. Was er im Hintergrund für die Mannschaft geleistet hat – auch in den Momenten, als er nicht mehr die Spielzeit bekommen hat – war überragend und überstieg die Aufgaben eines Kapitäns“, betonte Merlin Polzin im Rahmen der Verkündung des Schonlau-Abgangs.
Der 31-Jährige nahm sich selbst nie zu wichtig. An seinen Handlungen war abzusehen, dass der HSV an erster Stelle stand, was er in seinen abschließenden Worten unterstrich: „Ich habe es geliebt, Teil des Vereins zu sein. Ich habe es geliebt, die Jungs immer wieder aufs Feld zu führen und als Kapitän des HSV so eine wichtige Aufgabe zu übernehmen.“
Mit Blick auf das am heutigen Freitagabend steigende Stadtderby richtete er ein Appell an seine alten Teamkollegen: „Zeigt, wem die Stadt wirklich gehört.“ Schonlau bestritt im HSV-Dress fünf Duelle mit dem FC St. Pauli, gewann davon drei und steuerte beim 2:1 im Januar 2022 sogar einen Treffer bei. Die Siege sprangen allesamt im Volksparkstadion heraus. Ein möglicherweise gutes Omen für die 112. Auflage, die Schonlau sicherlich auch aus über 7.000 Metern Entfernung intensiv mitverfolgen wird.
(Foto: Imago)