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·17. September 2026

"Hätte nicht Waldhof sein müssen": Sietan entschuldigt sich für Tor

Artikelbild:"Hätte nicht Waldhof sein müssen": Sietan entschuldigt sich für Tor

Am Mittwochabend fuhr Rot-Weiss Essen den dritten Sieg in Serie ein. Beim SV Waldhof Mannheim ging es nicht nur nach Abpfiff zur Sache, sondern auch schon auf dem Rasen – denn die Mannschaft von Uwe Koschinat drehte einen Rückstand. In einer Hauptrolle fand sich auch Janne Sietan wieder, der sich im Anschluss für seinen Treffer gegen den Ex-Klub entschuldigte.

"Beim nächsten Mal mehr freuen"

RWE-Cheftrainer Uwe Koschinat und Waldhof-Coach Rui Mota werden wohl keine Freunde mehr. Stirn an Stirn standen sich die Fußballlehrer nach dem 2:1-Sieg der Essener in Mannheim nach Abpfiff gegenüber, was Koschinat später ruhig wegmoderierte. "Emotionen gehören dazu. Wir dürfen als Rot-Weiß Essen keinen Zentimeter nachlassen, nirgendwo. Wenn Dinge drüber sind, kann man Dinge auch mal klar aussprechen", so der 55-Jährige. Was im Vordergrund stehen sollte? Der sportliche Erfolg. Denn Essen fuhr in Mannheim den dritten Sieg in Folge ein, was Platz 2 festigt. Und Koschinat war zufrieden: "Nach 15 Minuten haben wir das Spiel im Griff gehabt, wir hatten gute Chancen, haben Mannheim recht weit vom Tor wegbekommen."


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Allerdings ging dann der Waldhof in Führung, ehe Janne Sietan wenige Minuten später den Ausgleich besorgte. Ausgerechnet Sietan, fand sogar der Torschütze selbst. Zumal es sein erster Drittliga-Treffer überhaupt war. Als Ex-Mannheimer entschuldigte sich der 24-Jährige ganz offen. "Der Treffer ist schön, aber er hätte nicht gegen den Waldhof sein müssen. Da nochmal eine Entschuldigung an die Waldhof-Fans. Für Tore muss man sich nicht entschuldigen, aber ich habe es nicht besonders gerne hier geschossen", erklärte Sietan bei "MagentaSport". Und der 24-Jährige blieb ehrlich: "Es hat unfassbar Spaß gemacht. Beim nächsten Mal, wenn es nicht der Waldhof ist, kann ich mich dann auch mehr freuen."

"Habe mich klar für RWE entschieden"

Dass ein Ex-Spieler sich derart für ein Tor entschuldigte, war durchaus ungewöhnlich. Prominente Erstliga-Beispiele wie Rocco Reitz (traf für Leipzig gegen Gladbach) oder Ransford Königsdörffer (traf für Mainz gegen Hamburg) zeigten zu Beginn dieser Saison, wie viel Unmut seitens der Fans und auch Ex-Kollegen in dieser Sache entstehen kann. Trotzdem stellte auch Sietan einmal ganz direkt klar: "Ich habe mich klar für RWE entschieden. Es war aber nicht so, dass die Vorzeichen die ganze Zeit so waren, dass ich den Verein verlassen will, um das auch mal klarzustellen." Ein Vertragsangebot, das Mannheim dem 24-Jährigen zur Verlängerung gemacht hatte, wurde im Sommer nicht angenommen.

Ein Umstand, über den Sietan schlussendlich gerne den Mantel des Schweigens hüllen würde. "Da gab es Gründe, die bleiben intern. Die Jungs und Fans, die da die Hintergründe kennen, die wissen, warum ich mich so entschieden habe", schloss der 24-Jährige mit dem Thema ab. Den Ausgleichstreffer des Ex-Mannheimers veredelte RWE nur 120 Sekunden später durch den Siegtreffer von Semir Telalovic, wodurch der Revierklub weiter in der Erfolgsspur bleibt. Koschinat hob hervor: "Wir glauben immer an uns. Wir glauben daran, dass wir von der Bank Spieler bringen, die die Partie verändern können. Es ist toll, wie wir auf den Rückstand reagiert haben." Zum Abschluss der Englischen Woche folgt jetzt noch das Topspiel gegen den F.C. Hansa Rostock (Sonntag, 13:30 Uhr).

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