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·17. September 2026

Trainer-Disput nach Abpfiff: Mota und Koschinat geraten aneinander

Artikelbild:Trainer-Disput nach Abpfiff: Mota und Koschinat geraten aneinander

Schon zum dritten Mal in dieser Saison verspielte der SV Waldhof Mannheim eine Führung und ging am Mittwochabend gegen Rot-Weiss Essen als Verlierer vom Platz. Nach der Partie kam es zu einem Disput zwischen beiden Trainern, die dabei aneinandergerieten. 

"Dürfen keinen Zentimeter nachlassen"

Direkt mit Schlusspfiff lief alles in den gewohnten Bahnen, Anzeichen für einen Disput gab es zunächst nicht. Dann ging Waldhof-Coach Rui Mota jedoch mit erhobenem Finger auf Essens Trainer Uwe Koschinat zu und sagte etwas in seine Richtung. Daraus entwickelte sich ein emotionaler Austausch zwischen beiden Übungsleitern, die von Spielern und Betreuern beider Mannschaften getrennt werden mussten. Das hielt Mota und Koschinat aber nicht davon ab, sich weiterhin angeregt auszutauschen. Erst als Waldhof-Sportdirektor Matthias Schober hinzukam und Mota wegzog, schien sich die Sache zu beruhigen. Doch nach einem kurzen Augenblick ging der Waldhof-Trainer erneut auf Koschinat zu, was den Disput wieder hochkochen ließ. Jetzt kam auch Mannheims Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber hinzu und zog Mota vom Ort des Geschehens weg, auch Koschinat wurde abgezogen und zu den eigenen Fans begleitet. Danach beruhigte sich das Geschehen.


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Was der Auslöser des Disputs war, ließ sich im Anschluss nicht aufklären, da sich beide Trainer nicht konkret dazu äußern wollten. Während Mota, der schon nach dem Pokalspiel gegen den FCK mit dem Gästetrainer aneinandergeraten war, bei "MagentaSport" keine Stellungnahme abgeben wollte, sagte Koschinat gegenüber dem Sender: "Emotionen gehören dazu. Wir dürfen als Rot-Weiß Essen keinen Zentimeter nachlassen, nirgendwo. Wenn Dinge drüber sind, kann man Dinge auch mal klar aussprechen. Auf der anderen Seite auch einstecken und dann ist es auch wieder gut." Auf der anschließenden Pressekonferenz führte er dann – aus Respekt vor Mota auf Englisch – aus: "Ich habe ihn nach seinen Erfahrungen in seinen verschiedenen Vereinen gefragt, weil ich sehr interessiert war. Dann hat er mich nach dem Unterschied zwischen dem Fußball in der 2. Liga und der 3. Liga gefragt. Und weil es im Stadion so laut war, sind wir sehr nah zusammengekommen."

Zuber spricht von Beleidigungen

Motas Gesichtsausdruck sprach dabei Bände, offensichtlich hatte der Portugiese eine andere Wahrnehmung, teilte diese allerdings nicht mit: "Ich weiß nicht, ob ich dir antworten soll, um ehrlich zu sein", entgegnete er Koschinat. "Es ist für den Fußball wahrscheinlich am besten, wenn wir beim Sportlichen bleiben. Ich respektiere dich sehr, aber noch mehr Feuer hinzuzufügen, als ohnehin drin ist, ist nicht gut für den Fußball. Vielleicht bin ich dann der verrückte Typ." Gegenüber der "Rheinpfalz" ging der Waldhof-Coach anschließend dann zumindest etwas mehr ins Detail: "Wir sind in einem freien Land, und da sollte es keine Rolle spielen, ob ich Portugiese, Niederländer oder Italiener bin. Für mich ist das enttäuschend, denn ich habe eine deutsche Großmutter, die mir die Werte ihres Landes vermittelt hat – und diese Werte sehe ich heutzutage manchmal nicht."

Zuber gab in der "Rhein-Neckar-Zeitung" indes an, dass es zu Beleidigungen, Beschimpfungen und Provokationen "in unsere Richtung" und "zu unserem Trainer" gekommen sein soll. "Da sind keine schönen Worte gefallen. Irgendwann hört es mal auf. Man muss sich respektieren und gibt sich nach dem Spiel die Hand und provoziert nicht noch weiter." Zudem wurde Zuber grundsätzlich und monierte, dass die Waldhöfer "immer als schwarze Schafe hingestellt" würden und jeder auf den SVW eintrete. "In der dortigen Pressekonferenz wurde gesagt, dass wir die unsauberste Trainerbank seien, dass wir immer provozieren. Und ich auch. Dabei sitze ich schon seit zehn Monaten auf der Tribüne."

Mota "enttäuscht" über Niederlage

Natürlich gebe es Themen, die auch beim Waldhof angesprochen werden müssten, "aber wir werden immer hingestellt, als wären wir die unfairste Mannschaft der Liga. Wir bekommen die meisten Karten, obwohl wir eine der fairsten Mannschaften der Liga sind. Wir bekommen wegen jedem Ballwegschießen eine Gelbe Karte und die dürfen es. Entweder du darfst oder du darfst es nicht. Natürlich ist das nicht spielentscheidend, aber wenn du ein Mann mehr wärst, ist das schon ein Unterschied."

Spielentscheidend war dagegen, dass die Buwe die Partie nach dem Führungstor durch Keumo (63.) binnen zwei Minuten komplett aus der Hand gaben. Mota vermisste dabei vor allem die Aggressivität, zeigte sich enttäuscht und sprach von einem "bitteren Nachgeschmack". Es gelte nun, weiter hart zu arbeiten, um am Sonntag zum Abschluss der Englischen Woche im Heimspiel gegen Preußen Münster wieder als Sieger vom Platz zu gehen. Ob es zwischen beiden Trainer dann weniger heiß hergeht?

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