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·1. Juni 2026
Hamann fordert mehr von Kimmich: So soll Bayern den Henkelpott holen

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PSG setzt den europäischen Maßstab, und beim FC Bayern wächst die Sehnsucht nach dem Triumph in der Königsklasse. Didi Hamann sieht allerdings eine zentrale Personalfrage, die einen prominenten Bayern-Star betrifft.
Nach dem Champions-League-Sieg von Paris Saint-Germain am vergangenen Samstag im Elfmeterschießen gegen Arsenal in Budapest fragen sich Medien und Experten, was den Münchnern trotz einer starken Saison noch für den letzten Schritt fehlt. PSG verteidigte den Titel, nachdem die Mannschaft von Luis Enrique im Vorjahr in München Inter Mailand mit 5:0 besiegt hatte. Für Bayern wird der Blick auf Paris damit zu einem Check der eigenen Statik.
Geld spielt in Paris weiter eine große Rolle, weil der Klub dank Unterstützung aus Katar enorme Möglichkeiten hat und Fehlkäufe leichter verkraften kann. Entscheidend ist aber die Entwicklung seit Enriques Ankunft im Sommer 2023. Karl-Heinz Rummenigge sagte gegenüber Absolut Bayern, PSG sei erst richtig erfolgreich geworden, „als sie vom teuren Starensemble zur echten Mannschaft wurden“. Mit Lionel Messi, Neymar oder Kylian Mbappé blieb der internationale Titel zuvor aus.
Auch die Kaderarbeit wird als Unterschied genannt. Joao Neves kostete 66 Millionen Euro, Khvicha Kvaratskhelia 80 Millionen Euro, Desire Doue 50 Millionen Euro, Vitinha kam 2022 für 41,5 Millionen Euro aus Porto. Unter Luis Campos setzt PSG seit Sommer 2022 auf stark leistungsbezogene Verträge, während Max Eberl bei Bayern in Verhandlungen mit Alphonso Davies, Jamal Musiala und Dayot Upamecano als zu nachgiebig beschrieben wird. Andreas Herzog sagte: „Vitinha und Neves sind aus meiner Sicht um eine Nuance besser als Kimmich und Pavlovic im Ballbesitz. Sie sind noch eine Spur ruhiger und ballsicherer“.

Foto: IMAGO
TV-Experte Didi Hamann wird insbesondere mit Blick auf Joshua Kimmich deutlich. „Kimmich ist aus meiner Sicht einfach kein zentraler Mittelfeldspieler. Es hat Gründe, warum sowohl der deutsche als auch der aktuelle englische Nationaltrainer, Thomas Tuchel, ihn rechts hinten sehen. Auf der Sechs brauchst du Leute, die antizipieren.“ Damit stellt er nicht nur eine Einzelposition infrage, sondern die Absicherung vor der Abwehr.
Hamann beschreibt den fehlenden Spielertyp als „Rodri vor drei Jahren“ und erklärt: „Einen, der das Spiel lenkt und organisiert. Einer, der der Innenverteidigung Absicherung gibt und der Offensive die Freiheit, auch mal den Ball verlieren zu können.“ Seine Kritik zielt damit auf die Verbindung zwischen Mittelfeld, Innenverteidigung und Offensive.
Unter Vincent Kompany hat sich zudem noch kein klarer Boss in der Innenverteidigung herausgebildet. Bei PSG erfüllt Marquinhos diese Rolle, wie Hamann betont: „Ein absoluter Kämpfer, der die ganze Mannschaft im Griff hat. Der steht hinten wie der Eiffelturm. Da geht mir das Herz auf. Er macht die Mitspieler besser, das ist Führung. Tah und Upamecano müssen erst beweisen, ob sie auch dazu in der Lage sind. Generell stellt sich mir die Frage, ob Bayern genug Leute hat, die die Kollegen besser machen.“







































