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·16. September 2026
"Hat Fabian Reese nicht verdient": Görlich verteidigt Ex-Hertha-Star

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·16. September 2026

Der Sommer bei Hertha BSC war voll mit Veränderung. Auch Fabian Reeses Zeit in der Hauptstadt endete – mit einem bitteren Beigeschmack. Herthas Geschäftsführer Dr. Peter Görlich verteidigt seinen ehemaligen Kapitän.
Mit einer 1:6-Niederlage bei Arminia Bielefeld beendete Hertha BSC die Vorsaison krachend – sinnbildlich für das Scheitern der Mannschaft. Dem Team von Coach Stefan Leitl war es vorhergesagt, dass man als klarer Aufsteiger gilt. Am Ende stand man auf dem siebten Platz. Es folgte der komplette Umbruch, denn Geld musste her. Deshalb verlieh Hertha einige Spieler, ließ weitere ablösefrei gehen und verkaufte andere. Einer davon war Kapitän Fabian Reese, der noch bis 2030 einen Vertrag besaß.
Am Offensivakteur waren in den vergangenen Jahren immer wieder Vereine dran. Doch der inzwischen 28-Jährige entschied sich in Berlin zu blieben, identifizierte sich komplett mit der Hauptstadt und verfolgte das Ziel mit Hertha endlich aufzusteigen. Letztendlich passierte dies nicht. "Im Sommer hat sich die Möglichkeit ergeben, Reeses Vertrag zu beenden, weil die Summe, die wir erhalten, adäquat ist zu dem, was die Wertigkeit des Spielers betrifft", berichtet jetzt Dr. Peter Görlich im Interview mit der Sport Bild.
Das Angebot kam vom VfL Wolfsburg, die nach 29 Jahren im Oberhaus abgestiegen sind. Für acht Millionen Euro hat man Reese an die Wölfe verkauft, wo der gebürtige Kieler einen Vierjahresvertrag unterschrieb. "Wir können das bis jetzt anders kompensieren, aber so einen Spieler lässt man nicht gerne gehen", so Görlich. In Leitls 4-2-3-1 hat Josip Brekalo die Reese-Position übernommen und überzeugt bislang. Der neue Kapitän der Hertha hat bereits vier Tore erzielt und zwei weitere vorgelegt.
Aktuell läuft ist es bei der Alten Dame sowieso. Man gewann jedes der ersten fünf Ligaspiele, agiert mit Spielwitz und mit hohem Pressing – alles dank der offensiven Spielanlage, die in der Sommervorbereitung implementiert wurde. Mit der vollen Ausbeute von 15 Punkten steht Hertha somit an der Tabellenspitze, während Reese mit Wolfsburg auf dem fünften Platz liegt. Sein Abgang tut dennoch "brutal" weh, lässt Görlich wissen. Drei Jahre lang spielte Reese für die Blau-Weißen.
Der Wechsel des "Scorer-Königs" kam bei den Anhängern des Berliner Zweitligisten alles andere als gut an. Sowohl auf Social Media als auch in den ersten Ligapartien wurde Reese immer wieder ausgepfiffen. Der Höhepunkt war wohl beim Karlsruher SC, gegen den Wolfsburg mit 5:2 gewann. Die Fans des KSC und Hertha pflegen eine enge Freundschaft, was die Pfiffe erklärt. Aber auch beim Heimspiel gegen Energie Cottbus, das 4:4 endete, pfiffen Fans der FCE den Rechtsfuß aus.
"Ich finde es unsäglich, dass man ihm seinen Wechsel kontinuierlich aufs Brot schmiert und ihn mit Pfiffen belegt", ärgert sich Görlich, der sich "dagegen" wehre. "Das hat Fabian Reese nicht verdient. Er hat sich hier nichts vorzuwerfen. Er ist ein toller Sportler und Typ, der unglaublich viel Soziales macht." Dass Reese sich für Wolfsburg entschied, bedeute nicht, dass "wir über diesen Spieler herziehen müssen." Von den Fußballfans in Deutschland erwarte Görlich mehr Reife.
Ein weiteres Pfeifkonzert wird es sicherlich am 7. November geben. Denn an dem Tag um 20:30 Uhr empfängt Hertha den VfL aus Wolfsburg im Berliner Olympiastadion – und damit auch Rückkehrer Reese.







































