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·10. März 2026

„Hat schon enormen Input“: Ist der HSV zu abhängig von Vuskovic?

Artikelbild:„Hat schon enormen Input“: Ist der HSV zu abhängig von Vuskovic?

Beim enorm wichtigen 2:1-Sieg über den VfL Wolfsburg war Luka Vuskovic einmal mehr der alles überragende Spieler des HSV.

Der 18-Jährige holte beide Elfmeter heraus, verwandelte den Strafstoß zum 1:1 höchstpersönlich und brillierte auch am hinteren Ende des Feldes: drei von drei Zweikämpfen und neun von neun Luftduellen konnte Vuskovic für sich entscheiden. Zudem verzeichnete er satte 17 Klärungsaktionen.


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Nicht zum ersten Mal in dieser Saison redeten nach einem Sieg des HSV alle über den jungen Kroaten. „Für mich ist er der Schlüsselspieler“, stellte auch Ex-Sportvorstand Jonas Boldt am Sonntag bei Sky90 klar. Teamkollege Nicolai Remberg nahm im Zusammengang mit Vuskovic gar das Wort „Weltstar“ in den Mund.

Boldt, zwischen 2019 und 2024 im Volkspark tätig, stimmte ähnliche Lobeshymnen an. „Ich kenne die Familie schon etwas länger. Die ganze Familie ist besessen von Fußball“, berichtete der 44-Jährige und attestierte der Teenager einen fast schon unvergleichbaren „Biss“.

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Foto: Getty Images

HSV nur dank Vuskovic auf Platz 10?

Trotzdem bewertet Boldt die Situation rund um Vuskovic nicht ausschließlich positiv. Sein Vorwurf: Der HSV habe sich in gewisser Weise zu stark auf die Leihgabe von Tottenham Hotspur verlassen. „Es ist fast ein wenig fahrlässig, dass man so viel auf seine Schultern legt“, kritisierte der Funktionär. Als Beispiel führte er die offensive Bedeutung des Innenverteidigers an: „Er hat fünf sehr, sehr wichtige Tore gemacht. Beide Elfmeter gegen Wolfsburg entstehen durch ihn.“

Die Zahlen unterstreichen diese Aussage. Mit fünf Treffern ist Vuskovic gemeinsam mit Rayan Philippe der erfolgreichste Torschütze der Hamburger. Gleichzeitig überzeugt der Youngster auch in seinen defensiven Kernaufgaben. Kein anderer Bundesliga-Profi führt aktuell mehr erfolgreiche Zweikämpfe: 69,8 Prozent seiner Duelle entscheidet der Abwehrmann für sich. Auch in der Luft gehört er mit einer Erfolgsquote von 76,2 Prozent zur absoluten Ligapsitze.

Für Boldt steht daher außer Frage, wie groß der Einfluss des jungen Neuzugangs auf die aktuelle Situation des HSV ist. Ohne Vuskovic, so seine Einschätzung, würden die Rothosen wohl kaum auf dem vergleichsweise ruhigen zehnten Tabellenplatz stehen. Rückblickend auf die Phase vor dessen Verpflichtung sagt er: „Die zwei Spiele, bevor er gekommen ist, waren sehr weit weg von Bundesliga-Niveau.“ Sein Fazit fällt entsprechend deutlich aus: „Er hat schon einen enormen Input.“

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