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·17. September 2026

"Hege keine Ambitionen": SVWW-Interimscoach mit klarer Ansage

Artikelbild:"Hege keine Ambitionen": SVWW-Interimscoach mit klarer Ansage

Nach der Entlassung von Daniel Scherning feierte der SV Wehen Wiesbaden am Mittwochabend seinen ersten Saisonsieg. 2:0 hieß es gegen Fortuna Köln. Interimstrainer Frank Steinmetz sprach anschließend, was den Ausschlag gegeben hat und über seine eigene Zukunft.

"Er hat uns heute richtig heiß gemacht"

Der Bann ist gebrochen. Im sechsten Saisonspiel konnte der SV Wehen Wiesbaden seinen ersten Sieg feiern. Zugleich war es die gelungene Premiere für Interimstrainer Frank Steinmetz, der nach der Entlassung von Daniel Scherning vorerst gemeinsam mit Giuliano Modica übernimmt. Der bekannte Trainerwechseleffekt? "Ich glaube, wir hatten durch Daniel schon eine gute Grundlage davor. Frank hat einfach an ein paar Schrauben gedreht. Wir sind selbstbewusst und wissen, dass wir Qualität haben. Wir müssen es nur auf das Spiel übertragen. Er hat uns heute richtig heiß gemacht und motiviert, dass wir über die Mentalität kommen", sagte Stürmer Moritz Flotho nach Abpfiff bei "MagentaSport".


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Und stellte damit unweigerlich eine Grundsatzfrage. Wenn das Gerüst bereits gestimmt hatte und Steinmetz schon vorher im Team gewesen war, war der Trainerwechsel dann nicht überflüssig? "Das ist nicht mein Thema", entgegnete Flotho, dem die Entlassung von Scherning dennoch "persönlich weh tat. Aber im Fußball ist es, glaube ich, mittlerweile auf dem Trainerstuhl einfach ein undankbares Gefühl".

Mut und breite Brust – unabhängig von der Tabellensituation

Schernings temporärer Nachfolger schlug in seiner Analyse mehr oder weniger in dieselbe Kerbe wie Flotho. In den letzten fünf Partien "sind wir auch gut gestartet und hatten spielerisches Übergewicht. Wir hatten es nur versäumt, das Tor zu schießen. Das war heute der wesentliche Unterschied". Hätte man nur den Treffer von Roberto Massimo gesehen, hätte man wohl kaum geahnt, dass Wiesbaden im Tabellenkeller steckt.

Der Mittelfeldspieler zog nach einer Kombination in Richtung Strafraumkante und schlenzte den Ball per Trivela zum zwischenzeitlichen 1:0 in die Maschen. "Roberto ist ein wunderbarer Fußballer", kommentierte Steinmetz und zeigte sich zufrieden damit, dass die Mannschaft seine Erwartungen umgesetzt hatte: "Ich wollte, dass die Mannschaft mit Mut und breiter Brust unabhängig vom Tabellenplatz auftritt." Dass nicht alles rundlaufen würde, "war klar, vor allem, als der Gegner aufkam. Aber wir haben zum richtigen Zeitpunkt zugeschlagen." Am Ende sei es dann in Unterzahl – Ayoub Chaikhoun sah nach einer Stunde die Gelb-Rote Karte – eine "Mentalitätsgeschichte" gewesen.

"Hege keine Ambitionen"

Ein Spiel wird Steinmetz als Hauptverantwortlicher noch an der Seitenlinie stehen – am Sonntag beim Heimspiel gegen den MSV Duisburg. Und danach? Weiter als Cheftrainer? "Ich hege keine Ambitionen", stellte Steinmetz klar, zumal er auch nicht über die notwendige Pro-Lizenz verfügt: "Wir haben vereinbart, dass wir das so lange machen, bis der Verein einen Nachfolger gefunden hat. Und solange machen wir das mit Hingabe. Für mich steht im Vordergrund, dass wir in einer vernünftigen Position in die lange Länderspielpause kommen."

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