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·2. Februar 2026

Hertha-Durststrecke: Reese-Rundumschlag als Weckruf

Artikelbild:Hertha-Durststrecke: Reese-Rundumschlag als Weckruf

Hertha BSC verliert durch seine Durststrecke im Kampf um die Bundesliga-Rückkehr immer mehr an den Boden. Nach dem sechsten Spiel nacheinander ohne Sieg durch das 2:2 gegen den Aufstiegsrivalen Darmstadt 98 redete Kapitän Fabian Reese schonungslos Tacheles.

"Ungenauigkeiten von vorne bis hinten"

"Das Ergebnis", begann der 28-Jährige seine Analyse in den Vereinskanälen nach der verspielten 2:0-Führung noch verhalten, "ist zu wenig für uns." Danach aber ließ Reese kaum noch ein gutes Haar an seinem Team: "Wir haben den Gegner wieder eingeladen heranzukommen. Wir haben die Anfangsphase der zweiten Halbzeit verschlafen, zu viele Ungenauigkeiten von vorne bis hinten: falsche Entscheidungen, Konter nicht perfekt aus- und hinten zu sorglos gespielt. Es kamen mehrere Fahrlässigkeiten zusammen. Es fehlt an Kleinigkeiten."


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Berlins immer größer werdendes Manko sind aber vor allem Punkte. Hatte das Team von Trainer Stefan Leitl nach dem bislang letzten Erfolgserlebnis Ende November (1:0 bei Holstein Kiel) lediglich einen Zähler hinter der Aufstiegszone, ist der Rückstand mittlerweile nach nur noch weiteren fünf von 18 möglichen Punkten auf sieben Zähler angewachsen.

Hinzu kommt die zunehmende Heimschwäche: Das nach einer Roten Karten gegen Dawid Kownacki (70.) in Unterzahl gesicherte Remis gegen Darmstadt nach einer vermeintlich beruhigenden Führung durch Reese fünften Saisontreffer (2.) und ein Tor von Julian Eitschberger (15.) war bereits der vierte Auftritt im eigenen Stadion nacheinander ohne Sieg. Von bisher elf Heimspielen gewann die „alte Dame“ lediglich vier bei auch schon drei Niederlagen. Zum Vergleich: Aus dem Führungstrio hat die SV Elversberg als Berlins nächster Gegner mit fünf Erfolgen vor seinen Fans noch die wenigsten Heimsiege, hat zuhause aber auch noch nicht verloren.

Ernst: "Es ist nicht leichter geworden"

Reeses Teamkollegen ist die kritische Lage durchaus bewusst. "Es fühlt sich nicht gut an", meinte Torhüter Tjark Ernst, "es ist nicht leichter geworden."

Mittelfeldspieler Paul Seguin hingegen demonstrierte für die Reise zum Samstagspiel in Elversberg Zuversicht und Entschlossenheit: "Die Leistung stimmt die meiste Zeit. Ich glaube noch an das große Ziel – und wir werden alles dafür geben."

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