Hinrunden-Zeugnis & Prognose: Die untere Tabellenhälfte | OneFootball

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·8. Januar 2026

Hinrunden-Zeugnis & Prognose: Die untere Tabellenhälfte

Artikelbild:Hinrunden-Zeugnis & Prognose: Die untere Tabellenhälfte

Die Hinrunde ist absolviert, und die 3. Liga befindet sich derzeit in der Winterpause – der perfekte Zeitpunkt, um das bisherige Abschneiden der 20 Drittligisten unter die Lupe zu nehmen und Hinrunden-Zeugnisse auszustellen. Wir starten mit der unteren Tabellenhälfte.

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Lage: Mit einer Truppe voller fränkischer Identität wollte der 1. FC Schweinfurt 05 in seiner ersten Profisaison nach 23 Jahren für Furore sorgen. Nach der ersten Halbserie lässt sich allerdings bereits festhalten, dass es bei einem kurzen Hurra bleiben wird. Nur zwei Siege bei gleichzeitig 17 Niederlagen stellen die schlechteste Hinrunde der Drittliga-Geschichte dar.


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Phasenweise konnte die Truppe des jungen Trainers Viktor Kleinhenz zwar durchaus mithalten, doch viel zu oft fehlte den Schnüdeln die nötige Qualität, um die Leistung über 90 Minuten aufrecht erhalten zu können. Vor allem in der Defensive haperte es: 50 Gegentore in 19 Spielen stellen einen einsamen Ligatiefstwert dar.

Note: 5-

Prognose: Angesichts des gewaltigen Rückstands von 16 Punkten auf das rettende Ufer ist längst klar, dass es für FC05 im Sommer in die Regionalliga zurückgehen wird. Daraus macht auch die Führungsriege der Schnüdel keinen Hehl und hat bereits mit der mittelfristigen Planung begonnen. Im verbleibenden Halbjahr in der 3. Liga geht es in erster Linie um kleine sportliche Achtungserfolge. Und darum, mehr Punkte zu holen als in der Hinrunde.

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Lage: Nein, überrascht davon, wie schwer es ist, in der 3. Liga zu bestehen, ist man beim TSV Havelse definitiv nicht. Schließlich kennen die Niedersachsen das Drittliga-Geschäft bereits aus ihrem ersten Intermezzo in der Saison 2021/22. Doch genau wie damals hatte die Truppe aus der beschaulichen Vorstadt Hannovers auch diesmal mit erheblichen Startschwierigkeiten zu kämpfen.

Der erste Sieg sollte der Elf von Samir Ferchichi erst Ende November gelingen – zu diesem Zeitpunkt lag Havelse noch hinter Schweinfurt auf dem letzten Tabellenplatz. Nie blieb ein Team in der Drittliga-Historie so lange sieglos. Doch seitdem läuft es: Mit neun Punkten aus den letzten sechs Spielen konnte der TSV für Aufsehen sorgen. Ohnehin konnten die Rot-Weißen immer wieder mit einer großen Moral und beeindruckenden Comeback-Qualitäten aufzeigen. Und dennoch beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer schon neun Punkte.

Note: 4-

Prognose: In der Theorie sind neun Punkte sicherlich noch aufzuholen. Realistisch betrachtet dürfte der Klassenerhalt dennoch kaum zu schaffen sein. Zum Vergleich: Als dem VfL Osnabrück in der Vorsaison eine historische Aufholjagd gelang, hatten die Lila-Weißen einen maximalen Rückstand von acht Punkten und starteten im Winter eine Transferoffensive, die im beschaulichen Havelse undenkbar ist. Entsprechend deutet auch in Havelse vieles auf eine Abschiedstournee hin.

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Lage: Regionalliga-Meister, Drittliga-Meister, Zweitliga-Abstieg – und nun eine desolate Hinrunde, aufgrund derer der SSV Ulm 1846 mit bereits sechs Punkten Rückstand auf das rettende Ufer überwintert. Keine Frage: Nach Jahren des Höhenflugs sind die Spatzen längst auf dem knallharten Boden der Fußballrealität angekommen. Der auf viele junge Talente ausgelegte Kader erwies sich schnell als zu fragil für die anspruchsvolle 3. Liga, eine massive Verletztenmisere verschärfte die Lage zusätzlich.

Nach nur sechs Spieltagen wurde Trainer Robert Lechleiter das Vertrauen entzogen, doch auch dessen Nachfolger Moritz Glasbrenner – ebenso wie Lechleiter vom U19- zum Cheftrainer befördert – konnte den Negativtrend nicht stoppen. Im Gegenteil: Zwei 0:5-Klatschen markierten den Tiefpunkt. Das Doppel-Aus von Thiele und Glasbrenner im Spätherbst war die logische Konsequenz. Mit der Rettung der in Schieflage geratenen Spatzen wurde niemand geringeres als Drittliga-Rekordtrainer Pavel Dotchev beauftragt, unter dem bis zur Winterpause jedoch ebenfalls nur drei Punkte aus fünf Spielen gelangen.

Note: 6

Prognose: Ulm muss höllisch aufpassen, nicht in die Regionalliga durchgereicht zu werden. Die Nachverpflichtung von Mirnes Pepic sowie schon drei Winter-Neuzugänge zeigen, dass der Ernst der Lage erkannt wurde. Und dennoch wird der Klassenerhalt eine echte Herkulesaufgabe.

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Lage: Der Abgang von Erfolgstrainer Heiner Backhaus, ein zähes Transferfenster sowie die spätere Installation von Rachid Azzouzi als starkem Mann im Verein: Bereits im Sommer zeichnete sich ab, dass Alemannia Aachen ein schwieriges zweites Drittligajahr bevorstehen würde. Unter Neu-Trainer Benedetto Muzzicato war zwar eine spielerische Entwicklung erkennbar, die Ergebnisse blieben jedoch zu oft aus, sodass Azzouzi Ende Oktober die Reißleine zog.

Interimstrainer Ilyas Trenz sorgte mit zwei Siegen kurzzeitig für Aufbruchstimmung, die unter dem neuen Chefcoach Mersad Selimbegovic mit nur fünf Punkten aus sechs Spielen allerdings wieder verpuffte. Vor allem die miserable Heimbilanz mit nur zwei Siegen bei schon sieben Niederlagen trübt die Stimmung in der Kaiserstadt.

Note: 5

Prognose: Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt zwar nur einen Punkt. Und dennoch muss höchste Vorsicht geboten sein, damit diese bislang so verkorkste Saison nicht in der Katastrophe Abstieg endet. Ein erfolgreiches Wintertransferfenster – drei Neuzugänge sind geplant –, weniger Verletzungspech sowie eine klar erkennbare Spielidee stellen wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Mission Klassenerhalt dar.

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Lage: Neues Jahr, neues Glück? In Aue dürfte die Erleichterung über den Jahreswechsel groß gewesen sein, das unbefriedigende Jahr 2025 ist endlich Geschichte. Die schwache Rückrunde der Vorsaison setzte sich nahtlos in der Hinrunde fort. Vor allem der Offensivmotor lief ohne den verletzten Torjäger Marcel Bär nur äußerst schleppend an: 23 erzielte Treffer werden nur von Schlusslicht Schweinfurt unterboten. Ausgerechnet gegen die Schnüdel gelang den Veilchen kurz vor Weihnachten ein versöhnliches 4:0, das den Sprung auf Rang 16 ermöglichte.

Zuvor hatte der FC Erzgebirge über weite Strecken der Hinrunde unter dem Strich gestanden. Entsprechend stand Trainer Jens Härtel mehrfach zur Diskussion, bekam jedoch stets das Vertrauen der Verantwortlichen ausgesprochen. Stattdessen trennte sich der Verein von Sportchef Matthias Heidrich und Co-Trainer Jörg Emmerich. Mit Lars Fuchs wurde Härtel ein junger Co-Trainer zur Seite gestellt, der neue Impulse liefern soll. Auf der Sportchef-Position gelang dem FCE mit der Verpflichtung von Ex-Bundesliga-Profi Michael Tarnat ein kleiner Coup.

Note: 5

Prognose: Aue muss sich im neuen Jahr zwingend steigern, um nicht erstmals seit 23 Jahren in den Amateurfußball abzurutschen. Tarnat ist gut darin beraten, Verstärkungen für die Offensive an Land zu ziehen.

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Lage: Wir schreiben Mitte September. Der 1. FC Saarbrücken wird mit fünf Siegen aus sieben Spielen den hohen Erwartungen gerecht und grüßt vom zweiten Tabellenplatz. Im Saarland herrscht Eitel Sonnenschein. Es folgen drei Unentschieden – nur eine kleine Ergebnisdelle? Mitnichten! Keine der verbleibenden zwölf Hinrundenpartien kann der FCS mehr für sich entscheiden! Ein beispielloser Einbruch der so stark in die Saison gestarteten Saarbrücker, die bis auf Platz 15 durchgereicht werden und nur noch einen Zähler vor den Abstiegsplätzen liegen.

Trainer Alois Schwartz wurde Ende November von seinen Aufgaben entbunden. Eine sehr unglückliche Ehe fand damit ihr Ende. Unter Sportdirektor Jürgen Luginger, der zunächst interimsweise übernahm und nun bis Saisonende an der Linie stehen wird, ging zwar ein Ruck durch die Mannschaft, die Ergebnisse bleiben aber dennoch aus.

Note: 5

Prognose: Der SV Sandhausen dient als mahnendes Beispiel: In der Vorsaison wurden die Kurpfälzer trotz starkem Start und namhaftem Kader bis in die Regionalliga durchgereicht. Entsprechend sollte FCS  den vollen Fokus auf den Abstiegskampf legen, um den Super-GAU zu verhindern. Die Qualität dafür ist allemal vorhanden.

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Lage: Groß war er, der Umbruch im Sommer beim FC Ingolstadt. 16 Abgängen standen 13 Neuzugänge gegenüber, sodass eine fehlende Stabilität zunächst kaum überraschte. Und dennoch sind fünf Siege aus 19 Spielen klar zu wenig für die Ansprüche des ehemaligen Bundesligisten, der vor der Saison zumindest die obere Tabellenhälfte angepeilt hatte. Tatsächlich rangieren die Schanzer seit Saisonbeginn durchgehend auf zweistelligen Tabellenplätzen.

Dennoch genießt Trainerin Sabrina Wittmann weiterhin das Vertrauen der Verantwortlichen. Die spielerischen Ansätze sind häufig vielversprechend, zudem werden Talente kontinuierlich eingebunden und weiterentwickelt. Das zentrale Problem der Ingolstädter ist die fehlende Abgezocktheit: Nach eigener Führung verspielte der FCI bereits 20 Punkte. Konsequenzen zog der Klub schließlich auf anderer Ebene: Sportdirektor Ivica Grlic wurde im Dezember freigestellt.

Note: 4-

Prognose: Mit nur einem Punkt Vorsprung auf Platz 17 befindet sich auch der FCI mitten im Abstiegskampf. Um das Worst-Case-Szenario zu vermeiden, soll der Kader im Winter verstärkt werden. Mit Georgios Antzoulas kam bereits ein gestandener Innenverteidiger. Gelingt es der Wittmann-Truppe zudem, etwas mehr Effizienz an den Tag zu legen, dürfte der Klassenerhalt kein Problem darstellen.

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Lage: Aller Anfang ist schwer: Nach dem Zweitliga-Abstieg inklusive eines großen Umbruchs kam der SSV Jahn Regensburg nur schleppend in die Saison und fand sich wiederholt auf einem Abstiegsplatz wieder. Trainer Michael Wimmer stand zwischenzeitlich zur Diskussion, anders als Sportchef Achim Beierlorzer konnte er sich jedoch im Amt halten.

Und das Vertrauen in Wimmer scheint sich auszuzahlen: Seit Anfang Oktober präsentieren sich die Oberpfälzer deutlich verbessert und arbeiteten sich mit sieben Siegen bis ins Mittelfeld vor. Ein emotionales Ausrufezeichen setzte der Jahn kurz vor Weihnachten, als der SSV auswärts bei Herbstmeister Energie Cottbus noch einen 0:2-Halbzeitrückstand aufholen konnte.

Note: 3-

Prognose: Der Trend spricht klar für Regensburg. Gelingt es der Jahn-Elf, in der Rückrunde an die positive Entwicklung anzuknüpfen, erscheint ein Vorstoß in die obere Tabellenhälfte durchaus realistisch. Doch aufgepasst: Der Vorsprung auf Rang 17 beträgt aktuell nur drei Punkte.

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Lage: Zurück auf Los! Erneut stellte Viktoria Köln in der Hinrunde unter Beweis, wie gut der Klub schmerzhafte Abgänge kompensieren kann. Unter der Leitung des jungen Trainers Marian Wilhelm sprangen neue Gesichter wie Tim Kloss und David Otto erfolgreich in die Bresche und ließen Sommerabgänge wie Said El-Mala vergessen. Zudem war weiterhin auf Lex-Tyger Lobinger Verlass, der seinen Status als Top-Spieler mit neun Hinrundentoren einmal mehr eindrucksvoll untermauerte.

Doch genau diese Leistungen weckten Begehrlichkeiten, denen die kleine Viktoria nicht widerstehen kann: Lobinger wechselt mit sofortiger Wirkung zum ambitionierten MSV Duisburg und hinterlässt damit eine klaffende Lücke in Höhenberg. Die Viktoria muss in der Rückrunde ohne ihren Torgaranten auskommen.

Note: 3+

Prognose: Mit sechs Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze verfügt Köln über ein gewisses Polster. Dennoch sollte die Viktoria gewarnt sein. Sie muss einmal mehr unter Beweis stellen, einen schmerzhaften Abgang auf kreative Weise kompensieren zu können. Realistischerweise kann es in der Rückrunde nur um den Klassenerhalt gehen.

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Lage: Im zweiten Drittligajahr nach dem Wiederabstieg soll es beim SV Wehen Wiesbaden wieder bergauf gehen. Die Verantwortlichen um Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver machen keinen Hehl daraus, zum 100-Jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 2026 in die 2. Bundesliga zurückkehren zu wollen. Diesen Ambitionen ist der SVWW bisher jedoch nicht gewachsen.

Der Saisonstart verlief solide, es fehlte jedoch das gewisse Etwas, um sich ins erste Drittel zu hieven. Ende Oktober trennte sich Stöver etwas überraschend von Trainer-Eigengewächs Nils Döring und installierte mit Daniel Scherning einen durchaus namhaften Nachfolger. In der Tat brachte Scherning frischen Wind rein und feierte in fünf Spielen drei Siege. Und dennoch überwintert Wiesbaden mit 28 Punkten auf einem wenig zufriedenstellenden elften Platz.

Note: 3-

Prognose: Der Rückstand auf den Relegationsplatz liegt mit sechs Punkte im aufholbaren Bereich. Und dennoch wird es höchstwahrscheinlich nicht für den großen Wurf reichen. Vielmehr muss Wiesbaden erstmal den Beweis erbringen, mehr als nur eine Mittelfeldmannschaft zu sein.

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