Hoeneß attackiert Infantino: „Das ist nicht mehr mein Sport“ | OneFootball

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·20. August 2026

Hoeneß attackiert Infantino: „Das ist nicht mehr mein Sport“

Artikelbild:Hoeneß attackiert Infantino: „Das ist nicht mehr mein Sport“

Uli Hoeneß hat im exklusiven RTL/Sky-Interview ungewöhnlich scharf gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino ausgeteilt. Besonders die Vorgänge rund um die WM und die aufgehobene Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun bringen den Bayern-Ehrenpräsidenten auf die Palme.

Das exklusive RT/Sky-Interview von Uli Hoeneß sorgt weiter für Schlagzeilen. So hat der FCB-Ehrenpräsident nicht nur eine Meinung zum Klopp-Deal beim DFB, sondern auch zu Gianni Infantino und den Vorkommnissen rund um die WM.


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Hoeneß kritisiert Einfluss von Trump

Für Hoeneß ist der Fall Balogun ein Tiefpunkt in Infantinos Amtszeit. Die Rotsperre des US-Nationalspielers war nach einem Telefonat zwischen Infantino und US-Präsident Donald Trump aufgehoben worden. „Wenn man einen Mann wie Donald Trump entscheiden oder beeinflussen lässt, ob ein Spieler gesperrt wird oder nicht, ist das der Anfang vom Ende, vom Wettbewerb“, sagte Hoeneß bei RTL/Sky.

Eine solche Einflussnahme widerspreche für ihn dem Grundgedanken des Sports. „Wenn wir so etwas akzeptieren, dann ist es nicht mehr mein Sport. Das ist für mich ein Ding der Unmöglichkeit gewesen“, erklärte der 74-Jährige.

Auch Infantinos WM-Pläne sorgen für Ärger

Hoeneß kritisierte zudem die Expansionspläne der FIFA. Schon die WM mit 48 Mannschaften sei aus seiner Sicht problematisch, eine weitere Aufstockung auf 64 Teams gehe noch weiter in die falsche Richtung. „Wir haben unsere Spieler jetzt schon sechs Wochen zur Verfügung gestellt und dann wird das vielleicht noch länger. Das ist unglaublich“, sagte der Bayern-Patron.

Grundsätzlich sei er zwar dafür, kleinere Fußballverbände stärker einzubinden. Eine Weltmeisterschaft müsse aber aus seiner Sicht ein Elite-Turnier bleiben. Sonst drohe der sportliche Wert hinter kommerziellen Interessen zurückzufallen.

Auch für Infantinos politische Zukunft sieht Hoeneß Probleme. Der FIFA-Präsident will im Frühjahr 2027 für eine weitere Amtszeit kandidieren. Hoeneß riet ihm, auf die UEFA zuzugehen und eine Lösung zu suchen. Nach allem, was er höre, werde es für Infantino ansonsten „sehr eng“, wenn es überhaupt zu einer Kandidatur komme.

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