Nur die Raute
·29. August 2026
HSV erlebt erste Halbzeit zum Vergessen: „Haben uns hinten reindrücken lassen“

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·29. August 2026

Kurz nach dem Abpfiff war Nicolai Remberg die Enttäuschung anzumerken. Der HSV-Kapitän wusste genau, warum sein Team zum Bundesliga-Auftakt bei Borussia Dortmund mit 0:2 den Kürzeren gezogen hatten.
Vor allem die ersten 45 Minuten ärgerten den Mittelfeldspieler. „In der ersten Halbzeit haben wir uns zu tief hinten reindrücken lassen“, analysierte Remberg bei Sky. Tatsächlich fand die Mannschaft von Merlin Polzin vor 81.365 Zuschauern im Signal Iduna Park kaum Zugriff auf die Partie.
Der BVB dominierte die Anfangsphase nach Belieben, ging früh durch Serhou Guirassy in Führung und legte kurz vor der Pause durch ein unglücklich abgefälschtes Eigentor von Sebastiaan Bornauw nach. Der deutliche 0:2-Rückstand zur Halbzeit spiegelte die Kräfteverhältnisse auf dem Platz ziemlich passend wider.
Umso bemerkenswerter war aus Hamburger Sicht die Reaktion nach dem Seitenwechsel. Der HSV trat deutlich mutiger auf, gewann mehr Zweikämpfe und kam nun auch selbst zu gefährlichen Offensivaktionen. Albert Grønbaek prüfte Gregor Kobel aus der Distanz, Patson Daka traf den Pfosten. Später erhöhten die Gäste nach einer Roten Karte gegen Dortmunds Samuele Inacio noch einmal den Druck. Der Anschlusstreffer wollte jedoch nicht mehr fallen.

Foto: IMAGO
Remberg war es dennoch wichtig, die gezeigte Leistungssteigerung hervor zu heben. „Großen Respekt an die Jungs, wie viele aus der Halbzeit gekommen sind“, sagte der Kapitän und verwies damit auf die deutlich verbesserte Vorstellung seiner Mannschaft nach dem Seitenwechsel.
Für den 26-Jährigen liegt darin zugleich die wichtigste Erkenntnis des Abends. „Das müssen wir von der ersten Minute an zeigen und nicht nur in der zweiten Halbzeit“, forderte Remberg. Trotz der Niederlage wollte er die positiven Aspekte des Auftritts daher nicht komplett ausblenden. „Eine Niederlage ist immer scheiße, aber wir gehen trotzdem mit einem okayen Gefühl hier raus.“
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