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·14. September 2026

HSV in der Krise: Ausgerechnet zwei Leader stecken im Formloch

Artikelbild:HSV in der Krise: Ausgerechnet zwei Leader stecken im Formloch

Eigentlich sollten sie die großen Stützen des HSV sein. Nicolai Remberg wurde am 1. August zum neuen Kapitän ernannt, Nicolas Capaldo und Sambi Lokonga zu seinen Stellvertretern.

Doch nach drei Spieltagen ist von der Führungsstärke des Trios nur wenig zu sehen. Vor allem Remberg und Capaldo bereiten derzeit große Sorgen. Dabei gehörten beide bereits in ihrer ersten HSV-Saison zu den absoluten Stützen und hatten mit Leistung und Mentalität entscheidenden Anteil am souveränen Klassenerhalt. Nun steht der HSV nach drei Partien mit null Punkten und 0:12 Toren am Tabellenende. Auch die beiden Leader laufen ihrer Form mehr als nur hinterher.


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Remberg leistete sich beim 0:5 gegen Mainz einen folgenschweren Fehlpass, der das 0:1 einleitete. Auch in Leipzig blieb der 26-Jährige hinter den Erwartungen zurück. Zwar lesen sich seine Statistiken auf dem Papier solide, doch momentan gelingt es ihm kaum, im Zentrum für die nötige Stabilität zu sorgen.

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Foto: IMAGO

Das zeigte sich bereits vor dem Doppel-0:5. Beim Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Dortmund offenbarten sich gerade im ersten Durchgang große Abstände zwischen den Mannschaftsteilen, durch die sich der BVB immer wieder mühelos kombinieren konnte. Gegen Mainz und Leipzig wurde es anschließend nur noch schlimmer. Hinzu kamen teils unerklärliche Aussetzer einzelner Akteure. Sportdirektor Claus Costa fasste die Probleme nach der Leipzig-Pleite passend zusammen: „Das sind individuelle Fehler aber auch gruppentaktische Sachen.“

HSV: Capaldo befindet sich im Formtief

Auch Capaldo ist Teil dieses Problems. Beim 0:1 in Leipzig ließ sich der Argentinier in seinem Rücken überraschen, beim 0:3 gehörte er zu mehreren Hamburgern, die Orban bei einer Freistoßvariante aus den Augen verloren. Vor dem 0:4 verschätzte er sich zudem bei einem langen Ball. Die für ihn so typische Intensität bekommt Capaldo bislang nicht auf den Rasen.

Trainer Merlin Polzin nimmt seinen Vizekapitän dennoch in Schutz. „Ich werde nichts auf meine Jungs kommen lassen und mich vor sie stellen“, zitiert die Bild den 35-Jährigen. Capaldo werde gegen den 1. FC Köln „wieder einen Beitrag dazu leisten, dass wir im Heimspiel ein besseres Gesicht zeigen“.

Das wird der HSV auch müssen. Anderweitig könnte die anstehende Länderspielpause so richtig ungemütlich werden.

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