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·24. September 2026
Impfzertifikat-Skandal: Warum stellt sich der Schweizer Verband so hinter Granit Xhaka?

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Granit Xhaka hat zugegeben, sich in der Coronazeit ein Impfzertifikat beschafft zu haben. Die Luzerner Staatsanwaltschaft ermittelt, doch der Schweizerische Fußballverband stellt sich nach Kräften hinter seinen Kapitän. Warum ist das so, und was droht Xhaka jetzt?

Granit Xhaka am 5. September 2026 vor dem Premier-League-Spiel von Sunderland in Brentford. (Foto: Dan Mullan / Getty Images)
Granit Xhaka soll 2022 bei einer Luzerner Ärztin ein gefälschtes Impfzertifikat erworben haben. Als bekannt wurde, dass die Staatsanwaltschaft ermittelt, versuchte er es zunächst mit einer Lüge. Am Montag räumte er in einer Stellungnahme bei Instagram ein, damals „eine Impfbestätigung erworben“ zu haben: „Ich empfand tiefes Misstrauen gegenüber dem Impfstoff und war von Ängsten und Verunsicherung geprägt.“ Er nannte das einen „Fehler“ und kündigte an, „vollumfänglich“ zu kooperieren.
Zur Schweizer Nationalmannschaft reiste er in dieser Woche nicht. Man sei „gemeinsam zum Schluss gekommen, dass es im Interesse der Mannschaft ist, diesen Zusammenzug ohne ihn zu bestreiten“, erklärte Knäbel. Die Nati bereitet sich in Belek auf die Auswärtsspiele in Nordmazedonien (26. September) und Schottland (29. September) vor, danach folgen die Heimspiele in Luzern gegen Slowenien und Nordmazedonien.
Eigentlich war Xhakas Befragung durch die Luzerner Staatsanwaltschaft für Anfang Oktober angesetzt. Denkbar ist, dass der Termin vorgezogen wird, um das Verfahren zu beschleunigen. Legt Xhaka auch dort ein Geständnis ab, könnte ein Strafbefehl schon in wenigen Wochen vorliegen.
Nationaltrainer Murat Yakin stellte sich im Interview mit dem Blick hinter seinen Kapitän, die Überschrift lautete „Granit handelt zum Wohle des Teams“. Er lobte, dass Xhaka mit seiner Abwesenheit die Mannschaft schütze. Vor ihm hatten schon Knäbel und Tami ähnlich argumentiert. Fehler machten alle, sagte Tami, wichtig sei es, sie zuzugeben.

Nationaltrainer Murat Yakin und Kapitän Granit Xhaka bei der Pressekonferenz vor dem WM-Viertelfinale gegen Argentinien am 11. Juli 2026. (Foto: Screenshot)
Die Gründe liegen auf der Hand. Xhaka ist Rekordnationalspieler der Schweiz, in seine Zeit als Kapitän fällt die erfolgreichste Phase des Schweizer Fußballs. Was aus dem Team wird, wenn er einmal nicht mehr da ist, gilt als eine der großen Zukunftsfragen. Auffällig ist dennoch, wie zurückhaltend der Verband kommuniziert: In seiner Mitteilung sprach er, wie Xhaka selbst, von einer „Impfbestätigung“ statt von einem gefälschten Zertifikat.
Ähnlich ging der Verband mit Xhakas Äußerungen zur Verurteilung von Hashim Thaçi um. Der frühere Präsident des Kosovo war vom Kosovo-Sondertribunal wegen Kriegsverbrechen in den 1990er Jahren zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Tami nannte Xhakas Kommentar dazu „eine private Sache“. Am Freitag trifft sich der Zentralvorstand des SFV zu einer regulären Sitzung, ob Xhaka dort offiziell Thema ist, ließ Verbandssprecher Adrian Arnold offen.
Er soll sich 2022 ein gefälschtes Covid-Impfzertifikat beschafft haben. Die Luzerner Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen Urkundenfälschung.
Ja. In einer Stellungnahme gab er zu, eine Impfbestätigung erworben zu haben, und nannte das einen Fehler.
Offiziell ist das offen, nach der Länderspielpause will der Verband die Lage neu beurteilen. Die Aussagen der Verbandsspitze deuten aber auf eine rasche Rückkehr hin.
Die Einvernahme war für Anfang Oktober geplant und könnte vorgezogen werden.







































