„In diesem Stadion steckt viel Energie“: Inter will gegen BVB zurück auf Kurs | OneFootball

„In diesem Stadion steckt viel Energie“: Inter will gegen BVB zurück auf Kurs | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: Borussia Dortmund

Borussia Dortmund

·28. Januar 2026

„In diesem Stadion steckt viel Energie“: Inter will gegen BVB zurück auf Kurs

Artikelbild:„In diesem Stadion steckt viel Energie“: Inter will gegen BVB zurück auf Kurs

Ungeachtet der jüngsten Rückschläge in der Königsklasse zweifelt Cristian Chivu nicht an der Nachhaltigkeit seiner Arbeit. Der ehemalige Inter-Profi, der im Sommer die Nachfolge von Simone Inzaghi antrat, sieht seine Mannschaft sowohl in der Serie A als auch in Europa auf einem guten Weg. „In den vergangenen zwei Monaten ist meine Mannschaft mental gewachsen – sie spielt mit mehr Überzeugung und Ambitionen“, sagte der Rumäne. „Höhen und Tiefen gehören zu jeder Entwicklung.“ Trotz des großen Respekts vor der schwierigen Aufgabe überwiegt bei ihm die Vorfreude: „Wir wissen, dass es nicht einfach ist, hier zu spielen. In diesem Stadion steckt viel Energie. Dortmund verliert zu Hause nur selten. Aber auch sie haben manchmal ihre Probleme.“

Ähnlich optimistisch äußerte sich Abwehrspieler Yann Bisseck. Der in Köln geborene deutsche Nationalspieler glaubt weiterhin an ein versöhnliches Ende der Hinrunde – inklusive eines möglichen Sprungs zurück unter die besten acht Teams. „Der BVB ist sehr stark und stand 2024 im Champions-League-Finale. In dieser Atmosphäre ist es entscheidend, einen kühlen Kopf zu bewahren“, sagte Bisseck. Von der Gelben Wand lässt er sich nicht einschüchtern: „Wir haben keine Angst. Auch wir spielen im San Siro in einem besonderen Stadion.“


OneFootball Videos


Wie die Borussia, die nach dem 2:2 gegen Bodø/Glimt und dem 0:2 bei Tottenham Hotspur von Rang sechs auf 16 zurückfiel und mit elf Punkten in den letzten Vorrunden-Spieltag geht, konnte auch Inter Mailand eine gute Ausgangslage nicht verteidigen (zu den Fakten). Siege über Ajax Amsterdam (2:0), Slavia Prag (3:0), Union Saint-Gilloise (4:0) und Kairat Almaty (2:1) hatten die Nerazzurri  früh auf Platz drei geführt und Hoffnungen auf eine vorzeitige direkte Qualifikation für das Achtelfinale genährt, die nur den besten acht Teams sicher ist.

Tabellenführung in der Serie A

Diese Perspektive ist inzwischen nur noch mit Schützenhilfe anderer Klubs realistisch. Erstmals in der Vereinsgeschichte blieb Inter in einer Champions-League-Saison in drei aufeinanderfolgenden Spielen punktlos – gegen Atletico Madrid (1:2), den FC Liverpool (0:1) und den FC Arsenal (1:3). Der Absturz auf Platz 14 war die Folge. Das Gastspiel in Dortmund ist somit der vierte Anlauf, eine große europäische Hürde zu überwinden.

Immerhin droht dem 20-maligen italienischen Meister, der auf den angeschlagenen Europameister Nicolo Barella verzichten muss, kein vorzeitiges Aus. Mit zwölf Punkten ist zumindest die Teilnahme an den Play-offs selbst bei einer Niederlage sicher. Dort spielen die Teams von Rang 9 bis 24 in Hin- und Rückspielen um die verbleibenden Achtelfinal-Tickets. Bei nur einem Zähler Rückstand auf die Plätze sechs bis acht könnte Inter diese Zusatzbelastung mit einem Sieg beim BVB im Idealfall noch vermeiden.

Ganz anders präsentiert sich die Mannschaft Chivus in der Serie A. Zehn Spiele ohne Niederlage bescherten Inter die Tabellenführung mit fünf Punkten Vorsprung auf Stadtrivale AC Mailand. Selbst ein 0:2-Rückstand blieb beim jüngsten 6:2 gegen Schlusslicht Pisa folgenlos. Dennoch zeigt sich auch national eine Parallele zur europäischen Bilanz: Gegen die direkten Konkurrenten Milan, AS Rom, SSC Neapel und Juventus Turin gelang bislang nur ein Sieg.

Mut schöpfen die Mailänder aus der positiven Historie gegen den BVB. Beide Klubs begegneten sich im Halbfinale des Europapokals der Landesmeister 1963/64, im UEFA-Pokal-Viertelfinale 1993/94 sowie in der Champions-League-Gruppenphase 2019/20. Mit drei Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen liegt Inter im direkten Vergleich leicht vorn.

Auch in der internationalen Titelsammlung hat der 1908 gegründete Klub die Nase vorn. Nach Erfolgen im Landesmeister-Wettbewerb 1964 und 1965 gewann Inter 2010 mit einem 2:0 gegen Bayern München zum dritten Mal die Champions League. Hinzu kommen drei Triumphe im UEFA-Pokal (1991, 1994, 1998). Weitere Titelchancen blieben zuletzt ungenutzt: 2023 unterlag Inter im Finale der Champions League Manchester City (0:1) und 2025 Paris Saint-Germain (0:5).

BVB-Trainer Niko Kovac zollte dem aktuellen italienischen Ligaprimus, in dessen Kader mit Manuel Akanji und Henrikh Mkhitaryan zwei ehemalige Dortmunder stehen, großen Respekt: „Wir spielen gegen eine richtig starke Mannschaft, die in den letzten drei Jahren zweimal im Finale stand. Das ist alles andere als leicht. Balance wird entscheidend sein – wir dürfen nicht naiv agieren“ (zum Vorbericht).

Impressum des Publishers ansehen