Internatsschülerin und Kaffeeliebhaberin: Gentiana Fetaj im Porträt | OneFootball

Internatsschülerin und Kaffeeliebhaberin: Gentiana Fetaj im Porträt | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: 1. FSV Mainz 05

1. FSV Mainz 05

·5. August 2026

Internatsschülerin und Kaffeeliebhaberin: Gentiana Fetaj im Porträt

Artikelbild:Internatsschülerin und Kaffeeliebhaberin: Gentiana Fetaj im Porträt

Wenn es eine Sache gibt, die Gentiana Fetaj, Mittelfeldspielerin und Neuzugang der Mainzer Frauen, seit frühester Kindheit an begleitet, ist es der Fußball. Bereits im Alter von vier Jahren stand die heute 24-Jährige auf dem Platz, wie sie selbst erzählt: "Ich habe beim VfB Gorspen-Vahlsen angefangen, das ist ein kleiner Dorfverein in der Nähe von Minden in Nordrhein-Westfalen, wo ich aufgewachsen bin. Mein Bruder hat ebenfalls dort gespielt und ich bin später dazugekommen - so hat alles angefangen", erzählt Fetaj, die mittlerweile für die A-Nationalmannschaft des Kosovo aufläuft.

Alltag im Internat: "Musste sehr schnell und früh erwachsen werden"


OneFootball Videos


Ein Bewusstsein dafür, dass sie Talent hat und ihren Sport auf hohem Niveau ausüben möchte, kam bei Fetaj im Teenageralter. "Als ich ungefähr 13, 14 Jahre alt war, habe ich in einer Auswahlmannschaft der Region Westfalen gespielt und mir wurde dort die Möglichkeit angeboten, das Internat der Sportschule in Kaiserau zu besuchen. Ich habe mich dafür entschieden und dann auch ziemlich schnell gemerkt, dass jetzt alles ein bisschen ernster wird", so die Mittelfeldspielerin, die insgesamt vier Jahre im Internat gelebt hat und bis heute von dieser Erfahrung zehrt: "Ich glaube, dort habe ich mich total weiterentwickelt, weil ich sehr schnell und früh erwachsen werden und auch Prioritäten setzen musste: Wenn sich meine Schulfreunde zum Beispiel nachmittags getroffen haben, konnte ich meist nicht dabei sein, weil zu der Uhrzeit eine Trainingseinheit auf dem Programm stand", so Fetaj über den Internatsalltag. "Ich habe mir dabei immer wieder ins Gedächtnis gerufen: Was möchte ich in den nächsten Jahren erreichen? Was ist für mich persönlich wichtig? Das hat mich sehr geprägt, aber auch in eine gute Richtung gelenkt." Auf ihre Internatszeit folgten unter anderem Stationen in Jena, bei zwei verschiedenen College-Teams in den USA sowie in Luzern - trotz ihres jungen Alters hat Fetaj also schon viel erlebt und gesehen.

"Kann im Spiel auch die Ellenbogen ausfahren"

Abseits des Fußballplatzes bezeichnet sich "Genti", wie sie auch genannt wird, als eher ruhige Person: "Ich bin kein Mensch, der in seiner Freizeit andauernd irgendwelche verrückten Sachen macht und ständig unterwegs ist. Aber: Ich liebe Kaffee, deshalb gehe ich gerne hin und wieder mal in die Innenstadt und besuche verschiedene Cafés. Abgesehen davon habe ich einen kleinen Umkreis, in dem ich mich sehr wohlfühle. Grundsätzlich würde ich mich als eine hilfsbereite und nette Person beschreiben." Letzteres träfe auf ihre Persönlichkeit als Fußballspielerin allerdings nicht wirklich zu: "Im Spiel kann ich auch die Ellenbogen ausfahren und man merkt mir schnell an, wenn ich frustriert bin - da halte ich mich nicht zurück." Dazu passend interpretiert die 24-Jährige ihre Rolle auf dem Platz. "Ich spiele gerne aggressiv und möchte meiner Mannschaft auf diese Weise helfen. Abgesehen davon zeichnen mich meine hohe Laufbereitschaft und Technik mit dem Ball aus."

Impressum des Publishers ansehen