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·20. Januar 2026

„Ist mir wurscht“: Kompany mit klarer Musiala-Ansage

Artikelbild:„Ist mir wurscht“: Kompany mit klarer Musiala-Ansage

Nach dem Traum-Comeback von Jamal Musiala betont Vincent Kompany, dass der 22-Jährige noch mehr Zeit braucht, um sich wieder voll in die Mannschaft zu integrieren. Der Belgier machte zeitgleich deutlich, dass er keine Angst davor hat, dass Musiala das Spiel der Bayern verändern.

Jamal Musiala ist zurück beim FC Bayern – und das mit einem Ausrufezeichen. Beim 5:1-Erfolg des FC Bayern bei RB Leipzig feierte der 22-Jährige nach mehr als sechsmonatiger Verletzungspause sein Comeback und lieferte prompt einen Scorerpunkt. Ein Moment, der sinnbildlich für das steht, was sich die Verantwortlichen in München von der Rückkehr ihres Ausnahmekönners versprechen. Gleichzeitig ist klar: Überstürzen will beim Rekordmeister niemand etwas. Auch nicht Trainer Vincent Kompany.


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Kompany setzt auf Plan und Geduld

Vor dem Champions-League-Spiel gegen Union Saint-Gilloise machte der Belgier deutlich, dass Musiala zwar ein zentraler Baustein der Zukunft ist, der Weg dorthin aber bewusst kontrolliert gestaltet wird. „Es gibt einen Plan mit ihm, aber wir sind sehr flexibel. Jeden Tag nach dem Training sind wir im laufenden Kontakt mit der medizinischen Abteilung. Wir sind nur drei Tage weiter als gegen Leipzig“, erklärte Kompany und gab damit einen Einblick in das tägliche Vorgehen an der Säbener Straße.

Kompany tritt dabei bewusst auf die Euphoriebremse. Zwei Spiele in kurzer Abfolge bedeuteten nicht automatisch einen großen Entwicklungsschritt. „Nur weil wir ein zweites Spiel machen, sind wir nicht eine Woche weiter, sondern nur drei Tage“, stellte er klar. Der Trainer will verhindern, dass Musiala nach der langen Leidenszeit zu früh in eine tragende Rolle gedrängt wird. Der Fokus liegt auf Stabilität, Belastungssteuerung und einem nachhaltigen Aufbau. „Wir lassen das ganz ruhig angehen.“

Veränderungen sind ausdrücklich erlaubt

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Foto: IMAGO

Parallel dazu wird rund um den FC Bayern intensiv darüber diskutiert, wie Musialas Rückkehr das Spiel der Münchner beeinflussen könnte. Die Offensive befindet sich seit Monaten in einem Flow, getragen von Spielern wie Harry Kane, Michael Olise, Luis Díaz oder Lennart Karl. Einige Experten sehen darin ein sensibles Gefüge, das durch Musialas Rückkehr aus dem Gleichgewicht geraten könnte. Kompany begegnet diesen Sorgen mit bemerkenswerter Gelassenheit.

„Es darf sich auch verändern, wenn er zurückkommt“, sagte der Bayern-Coach unmissverständlich. Für ihn ist Veränderung kein Risiko, sondern Teil des Systems. Jeder Spieler sei kompatibel mit der Spielidee, betonte Kompany. Es müsse nicht immer alles gleichbleiben, um erfolgreich zu sein. Gerade bei einem Klub wie dem FC Bayern sei Anpassungsfähigkeit eine Grundvoraussetzung.

Musiala selbst bringt dabei ein starkes Argument mit. In der vergangenen Saison erzielte der offensive Mittelfeldspieler über 20 Tore und gehörte zu den produktivsten Akteuren im Kader. Dass er nach monatelanger Pause wieder Zeit braucht, ist für Kompany selbstverständlich. „Jamal hat letzte Saison über 20 Tore gemacht, jetzt hat er viel gefehlt“, ordnete er ein. Entscheidend sei für ihn nicht, wer trifft oder wie die Tore entstehen. „Am Ende ist es mir wurscht, wie und wer bei uns die Tore macht“, stellte der Trainer klar.

Diese Aussage unterstreicht die aktuelle Bayern-Philosophie. Es geht nicht um Einzelspieler oder starre Rollenbilder, sondern um ein funktionierendes Kollektiv, das flexibel auf neue Impulse reagieren kann. Musiala soll dieses Konstrukt bereichern – nicht belasten.

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