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·30. August 2025

Joao Neves zweimal per Fallrückzieher, PSG schlägt Toulouse in wildem Spiel

Artikelbild:Joao Neves zweimal per Fallrückzieher, PSG schlägt Toulouse in wildem Spiel

Am Samstagabend war Paris SG zu Gast in Toulouse. Nach einer über weite Strecken sehr dominanten Vorstellung entschied PSG das Spiel vermeintlich früh und gewann am Ende ein wildes Spiel mit 6:3.

Beide Teams konnten ihre ersten zwei Saisonspiele in der Ligue 1 jeweils gewinnen und blieben dabei sogar ohne Gegentor. Während dies beim Triple-Sieger PSG nicht unbedingt überraschte, kam der starke Start von Toulouse eher unerwartet. Beide Trainer nahmen im Vergleich zum letzten Wochenende Wechsel in der Innenverteidigung vor. PSG-Coach Luis Enrique brachte Ilya Zabarnyi und Lucas Beraldo für Kapitän Marquinhos und Willian Pacho. Toulouse-Trainer Carlos Martinez ersetzte Jaydee Canvot durch den wiedergenesenen Kapitän Rasmus Nicolaisen.


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Paris SG drückend überlegen, Joao Neves trifft zweimal wunderschön

Die erste gefährliche Offensivaktion des Spiels führte direkt zur Pariser Führung. Einen langen Freistoß aus dem Halbfeld konnte Toulouse nicht klären, sodass der Ball über Umwege bei Joao Neves landete. Dieser schoß akrobatisch im Rückwärtsfallen zur 0:1-Führung ein. Nur zwei Minuten später legte der Favorit nach. Fabian Ruiz fand Bradley Barcola mit einem wunderschönen Pass hinter die Kette, dieser ließ Djibril Sidibé stehen und blieb vor Keeper Guillaume Restes cool; das frühe 0:2. Es dauerte nur fünf Minuten bis zum nächsten Treffer. Erneut traf Joao Neves, diesmal sogar noch schöner. Achraf Hakimi flankte in die Mitte, dort nahm der Portugiese den Ball mit der Brust an und setzte das Spielgerät dann per Fallrückzieher in den linken Winkel.

In der Anfangsphase war von Toulouse überhaupt nichts zu sehen, der Gastgeber musste schon nach einer Viertelstunde aufpassen, dass es kein Debakel geben würde. In der Folge gelang es Toulouse zunächst keine größeren Chancen zuzulassen, doch in der 30. Minute foulte Cristian Casseres Desiré Doué im Strafraum. Den fälligen Strafstoß verwandelte Ousmane Dembélé, der letzte Woche gegen Angers noch vom Punkt gescheitert war, sicher zum 0:4. In der 37. Minute tauchte Toulouse erstmals im Pariser Strafraum aus und traf tatsächlich direkt. Nach einer Ecke zog Mario Sauer aus der Distanz ab, Lucas Chevalier parierte, doch direkt vor die Füße von Charlie Cresswell, der zum 1:4 einschieben konnte.

Kurz vor der Pause legte Paris SG fast das 1:5 nach. Doué scheiterte nach einem Steckpass von Barcola aber an der Querlatte. Im direkten Gegenzug kam Aron Dönnum im Zweikampf mit Nuno Mendes zu Fall und Schiedsrichter Eric Wattellier zeigte zum zweiten Mal auf den Punkt. Frank Magri schoß flach, aber weder platziert, noch hart nach links, sodass Chevalier parieren konnte. Doch mehrere Pariser waren zu früh in den Strafraum gelaufen, sodass der Strafstoß wiederholt wurde. Diesmal trat Casseres an und schoß hart in die Mitte. Chevalier blieb einfach stehen und wehrte erneut ab. So ging es mit 1:4 in die Halbzeit.

Artikelbild:Joao Neves zweimal per Fallrückzieher, PSG schlägt Toulouse in wildem Spiel

(Foto: Imago)

Nochmal Dembélé, nächstes Traumtor von Joao Neves

Luis Enrique wechselte zur zweiten Halbzeit zweimal, brachte Warren Zaire-Emery und Willian Pacho für Vitinha und Nuno Mendes. Am Spielgeschehen änderte sich jedoch nichts. In der 50. Minute kam Sidibé im Strafraum gegen Barcola zu spät, es gab zum dritten Mal Elfmeter. Erneut trat Dembélé an, erneut verwandelte er sicher flach in die rechte Ecke. Danach war die Luft aus dem Spiel merklich raus. PSG tat zunächst nicht unbedingt mehr als nötig, während Toulouse hauptsächlich darauf bedacht war, nicht noch weitere Tore zu kassieren. Gefährlich wurde es wieder in der 66. Minute, Cresswell köpfte nach einer Ecke knapp neben das Tor.

Sorgen bereitete Luis Enrique dann die Auswechslung von Dembélé in der 70. Minute, der Doppeltorschütze musste angeschlagen raus. Ein Distanzschuss von Dayann Methalie sorgte nach 76 Minuten für keine Aufregung bei Chevalier. Auf der anderen Seite schlug PSG nochmal zu. Nach einer missglückten Abwehraktion konnte Joao Neves von der Strafraumkante abziehen, der Ball schlug im rechten Winkel ein und der Mittelfeldspieler schnürte mit dem dritten Traumtor seinen Hattrick.

Doch auch Toulouse wollte nochmal und sorgte damit für eine spektakuläre Schlussphase. Auf der rechten Seite setzte sich in der 89. Minute Aron Dönnum stark gegen Lucas Beraldo durch, seine Hereingabe drückte Yann Gboho ohne Mühe über die Linie. Doch damit nicht genug. Nur zwei Minuten später eroberte Toulouse den Ball im hohen Pressing, auf erneute Vorlage von Dönnum erzielte Vossah mit einem schönen Flachschuss von der Strafraumkante das 3:6. Kurz danach verpasste Casseres das 4:6 mit einem Fallrückzieherversuch nur knapp.

So stand am Ende ein verdienter Sieg für PSG, mit dem die Pariser sich zumindest bis morgen an die Tabellenspitze der Ligue 1 setzen.

Spielschema im Überblick

Toulouse – Paris Saint-Germain 3:6 (1:4)

Toulouse: Restes – McKenzie, Cresswell, Nicolaisen (63. Edjouma) – Sidibé (63. Kamanzi), Sauer (63. Vossah), Casseres, Methalie (79. Koumbassa) – Dönnum, Magri (70. Hidalgo), Gboho

Paris SG: Chevalier – Hakimi, Zabarnyi, Lucas Beraldo, Nuno Mendes (46. Pacho) – Joao Neves, Vitinha (46. Zaire-Emery), Fabian Ruiz – Doué (63. Kvaratskhelia), Dembélé (70. Ramos), Barcola (75. Mbaye)

Schiedsrichter: Eric Wattellier

Tore: 0:1 Joao Neves (7. Minute), 0:2 Barcola (9.), 0:3 Joao Neves (14.), 0:4 Dembélé (31., FE), 1:4 Cresswell (37.), 1:5 Dembélé (51., FE), 1:6 Joao Neves (78.), 2:6 Mboho (89.), 3:6 Vossah (90.+1)

Besondere Vorkommnisse: Chevalier pariert Foulelfmeter von Casseres (45.+8)

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