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·26. September 2026
Jonathan Tah vor Griechenland: „Wir müssen gemeinsam pressen“

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Jonathan Tah sieht die deutsche Nationalmannschaft unter Jürgen Klopp auf einem guten Weg. Vor dem zweiten Nations-League-Spiel gegen Griechenland sprach der Abwehrchef über die neue Spielidee, seine eigene Führungsrolle, Florian Wirtz und die ersten Eindrücke vom neuen Bundestrainer.

HERZOGENAURACH, DEUTSCHLAND – 26. September 2026: Jürgen Klopp und Jonathan Tah von der deutschen Nationalmannschaft sprechen bei der Pressekonferenz vor dem UEFA-Nations-League-Spiel gegen Griechenland im Homeground. (Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)
Besonders die aktive Arbeit gegen den Ball soll unter Klopp eine wichtige Rolle spielen. Tah erklärte, dass die Mannschaft im Training Pressing-Trigger einstudiert habe und gemeinsam entscheiden müsse, wann sie nach vorne verteidigt. Dabei könne der Impuls sowohl aus der letzten Linie als auch von den Offensivspielern kommen. Entscheidend sei, dass alle Spieler im selben Moment nachschieben und den Gegner gemeinsam unter Druck setzen.
Die viel beachtete Handbewegung Klopps beim Spiel in Amsterdam wollte Tah dagegen nicht überbewerten. Er selbst habe die Szene nicht bewusst wahrgenommen. Dass Klopp an der Seitenlinie sehr aktiv agiert, sei allerdings Teil seiner Art und könne der Mannschaft zusätzliche Energie geben.
Trotz des großen Interesses am neuen Bundestrainer sieht Tah die Verantwortung weiterhin klar bei der Mannschaft. Klopp stehe derzeit naturgemäß stark im Mittelpunkt, auf dem Platz müssten aber die Spieler seine Vorgaben umsetzen und für die Leistung sorgen.
Im Vergleich zu seinen bisherigen Bundestrainern wollte Tah Klopp nicht grundsätzlich bewerten. Jeder Trainer habe seine eigene Herangehensweise. Bei Klopp hebt der Innenverteidiger vor allem die Mischung aus Erfahrung, Leidenschaft, Spaß und Siegeswillen hervor. Er habe früh den Eindruck vermittelt, die Mannschaft gemeinsam auf einen Weg bringen zu können.
Für Tah ist die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Trainern ohnehin ein Vorteil. Seine Zeit beim FC Bayern und die Arbeit mit Klopp in der Nationalmannschaft sieht er nicht als Widerspruch. Vielmehr könne er aus beiden Spielweisen und von beiden Trainern lernen und sich dadurch als Spieler weiterentwickeln.

HERZOGENAURACH, DEUTSCHLAND – 26. September 2026: Jonathan Tah von der deutschen Nationalmannschaft spricht bei der Pressekonferenz vor dem UEFA-Nations-League-Spiel gegen Griechenland im Homeground. (Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)
Ein weiteres Thema war Florian Wirtz. Tah, der den Offensivspieler aus gemeinsamen Zeiten gut kennt und dessen Spiele regelmäßig verfolgt, hält die aktuelle öffentliche Kritik am 23-Jährigen für überzogen. Er sieht bei Wirtz keine grundsätzliche Leistungsproblematik, sondern eher das fehlende letzte Detail bei Toren oder entscheidenden Aktionen.
Tah erwartet, dass diese Momente wiederkommen werden. Wirtz solle sich deshalb nicht von der öffentlichen Bewertung seiner Leistungen treiben lassen, sondern weiter an sich glauben und seinen eigenen Weg verfolgen. Dass beide nun wieder einige Tage gemeinsam bei der Nationalmannschaft verbringen, freut Tah nach eigener Aussage besonders.
Für die Partie gegen Griechenland rechnet Tah mit einer anderen taktischen Herausforderung als beim 1:1 in den Niederlanden. Er erwartet einen defensiveren Gegner, der stärker auf Umschaltsituationen und Konter setzen könnte.
Deutschland müsse deshalb über längere Phasen dominant auftreten, Ballverluste besser absichern und die eigenen Chancen konsequenter nutzen. Gleichzeitig betonte Tah die internationale Qualität der griechischen Mannschaft und forderte entsprechende Aufmerksamkeit gegen deren Umschaltspiel.
Eine persönliche Note bekommt das Duell durch Panagiotis Retsos. Tah kennt den griechischen Innenverteidiger aus gemeinsamen Zeiten bei Bayer Leverkusen und freut sich auf das Wiedersehen. Retsos sei inzwischen Kapitän und habe sich in Griechenland gut entwickelt.
Tah selbst sieht seine Entwicklung beim FC Bayern auch als Grundlage für seine Rolle in der Nationalmannschaft. Der Wechsel nach München sei unter anderem mit dem Ziel erfolgt, weiter zu lernen und mehr Verantwortung zu übernehmen. Mit inzwischen 30 Jahren wolle er besonders jüngeren Nationalspielern Sicherheit geben.
Das zeigte sich für ihn auch beim Spiel in Amsterdam. Neben Philipp Treu übernahm Tah Verantwortung und versuchte, dem Debütanten durch seine Erfahrung Stabilität zu geben. Treu habe dabei selbst eine starke Leistung gezeigt.
Zum Abschluss sprach Tah auch über Augsburg und die Entscheidung für München als deutschen Austragungsort der Olympiabewerbung. Als Bayern-Profi begrüßte er die Entscheidung und verwies auf die Möglichkeit, dadurch selbst näher an den geplanten Sportereignissen zu sein. Auch an Augsburg hat er positive Erinnerungen, unter anderem an das Nationalmannschaftsdebüt von Joshua Kimmich und ein früheres Duell Deutschlands mit Griechenland.







































