Anfield Index
·8. September 2026
Journalist: Liverpool bekam die Chance auf einen Real-Star

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·8. September 2026

Liverpool hat die Möglichkeit erhalten, Dani Carvajal als ablösefreien Transfer in Betracht zu ziehen, nachdem Vermittler mehrere Klubs wegen des nächsten Schritts des früheren Real-Madrid-Verteidigers kontaktiert haben. Wie Graeme Bailey für TeamTalk berichtet, wurden Liverpool, Manchester City und Fulham allesamt über die Verfügbarkeit des erfahrenen Rechtsverteidigers informiert.
Carvajal, inzwischen 34, verließ Real Madrid am Ende der vergangenen Saison und soll Möglichkeiten in Spanien, Europa, der MLS und der Saudi Pro League prüfen. Zum jetzigen Zeitpunkt soll Liverpool die Sache nicht weiterverfolgt haben, und es gibt keine feste Zusage im Hinblick auf einen möglichen Deal.

IMAGO | Anfield Index
An der Qualität des hier diskutierten Spielers gibt es keinen Zweifel. Carvajals Karriere hat ihm eine der beeindruckendsten Titelsammlungen seiner Generation eingebracht, mit großen Erfolgen auf Klub- wie auf Nationalmannschaftsebene. Für jede Mannschaft, die über eine kurzfristige Lösung auf der Rechtsverteidigerposition nachdenkt, ordnet ihn allein diese Erfahrung in eine sehr kleine Kategorie ein.
Aus Sicht von Liverpool ist der Kontext klar. Jeremie Frimpong ist derzeit der einzige verfügbare etatmäßige Rechtsverteidiger im Profikader, während Conor Bradley weiterhin verletzt ausfällt. Ronald Araujo hat gezeigt, dass er bei Bedarf auf dieser Seite spielen kann, und tat das beim jüngsten Sieg gegen Ipswich eindrucksvoll, doch die Kaderplaner werden weiterhin prüfen, ob im Verlauf der Saison zusätzliche Absicherung nötig ist.
Genau hier wird die Situation interessanter als einfach nur geradlinig. Ein ablösefreier Transfer eines Spielers von Carvajals Format mag auf den ersten Blick attraktiv klingen, doch die Zusammensetzung von Liverpools Kader stellt ein erhebliches Hindernis dar. Der Klub hat für seine Premier-League-Mannschaft 2026/27 bereits die maximale Zahl erlaubter nicht im Land ausgebildeter Spieler erreicht, was bedeutet, dass ein Wechsel Registrierungsprobleme mit sich bringen könnte, sofern nicht später Platz geschaffen wird.
Hinzu kommt der finanzielle Aspekt. Carvajals letztes Gehalt bei Real Madrid soll bei rund 172.000 Pfund pro Woche gelegen haben, ein Niveau, das ihn zu einem der Besserverdiener bei Liverpool machen würde. Selbst ohne Ablösesumme wäre das eine erhebliche Verpflichtung für einen Spieler in der späteren Phase seiner Karriere, insbesondere angesichts von Liverpools üblicher Vorliebe für mittel- und langfristige Planung statt kurzfristiger Übergangslösungen.
Sollte Liverpool dies verfolgen, dann wahrscheinlich deshalb, weil Andoni Iraola und das Rekrutierungsteam des Klubs einen sehr konkreten Bedarf sehen. Carvajal würde Führungsstärke, Wissen auf Elite-Niveau und nachgewiesene Verlässlichkeit in Drucksituationen mitbringen. Das sind Qualitäten, die in einer Kabine weiterhin Gewicht haben können, besonders in einer anspruchsvollen Saison.
Dennoch ist der aktuelle Eindruck, dass Bewunderung und Handeln zwei verschiedene Dinge sind. Liverpool mag die Gelegenheit zu schätzen wissen, aber Wertschätzung allein macht einen Deal nicht wahrscheinlich. Sofern sich die Verletzungslage nicht verschärft oder mehr Flexibilität bei der Kaderliste entsteht, wirkt dies eher wie eine Marktsondierung als der Beginn eines ernsthaften Vorstoßes.
Aus der Perspektive eines skeptischen Liverpool-Anhängers ergibt dieser Bericht auf dem Papier durchaus Sinn, in der Realität jedoch deutlich weniger. Carvajal ist ein brillanter moderner Außenverteidiger, und seine Karriere spricht für sich, doch Liverpool sollte sehr vorsichtig sein, sich zu einem Schritt verleiten zu lassen, der wegen des Namens klug wirkt und nicht wegen der tatsächlichen Passung.
Das Altersprofil ist das erste Problem. Mit 34 Jahren und enorm vielen Belastungsminuten aus Jahren bei Real Madrid und auf dem Niveau der spanischen Nationalmannschaft wäre er trotz aller Erfolge ein Risiko. Liverpool hat sich unter seinem Eigentümermodell im Allgemeinen von dieser Art von Verpflichtung entfernt, und das hat seine Logik. Ein ablösefreier Transfer kann sehr schnell nicht mehr kostenlos wirken, wenn die Gehälter so hoch sind.
Hinzu kommt das Problem der Kaderregistrierung. Wenn der Klub ihn nicht ohne Weiteres registrieren kann, worin genau liegt dann der Sinn, das Ganze überstürzt anzugehen? Liverpool braucht praktische Lösungen, keine schlagzeilenfreundlichen Möglichkeiten. Frimpong ist bereits da, Araujo kann aushelfen, und Bradley sollte zurückkehren. Wenn der Klub wirklich glaubt, dass die Rechtsverteidigerposition eine Schwachstelle ist, wäre eine jüngere Option die bessere Antwort, die sofort und auch in Zukunft helfen kann.
Die Anhänger werden Carvajals Erfolge respektieren, doch Liverpool braucht unter Iraola Klarheit und Planung. Das hier fühlt sich eher wie eine Gelegenheit an, die auf dem Markt angeboten wird, als wie ein Ziel, das speziell für Anfield zugeschnitten wurde.
Quelle: Graeme Bailey für TeamTalk
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴 kannst du hier lesen.
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