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·19. Juli 2026
Jürgen Klopp findet „Einigung“ mit Red Bull: „Es geht alles in die richtige Richtung“

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Jürgen Klopp hat den nächsten kleinen Schritt auf seinem Weg zum künftigen Bundestrainer öffentlich gemacht. Mit seinem noch aktuellen Arbeitgeber Red Bull habe er sich verständigt, verriet er live bei MagentaTV kurz vor dem WM-Finale in East Rutherford. Von einer Unterschrift beim DFB ist er damit aber noch nicht ganz entfernt.

Jürgen Klopp, damals Global Director of Football der Red-Bull-Gruppe, verfolgt von der Tribüne aus die Partie der brasilianischen Meisterschaft zwischen Red Bull Bragantino und Palmeiras. Das Spiel fand am 26. April 2026 im Estádio Cícero de Souza Marques in Bragança Paulista statt. Ricardo Moreira / Getty Images
„Ich habe eine Einigung mit Red Bull gefunden“, verkündete Klopp und ergänzte, es handle sich um „eine sehr großzügige“ Lösung. Dem Wechsel zum DFB stehe damit „nichts mehr im Weg“, betonte er, schränkte jedoch ein, dass noch nichts „final“ sei. Eine Unterschrift beim Deutschen Fußball-Bund, auf die Fans und Berichterstatter gleichermaßen warten, existiert bislang nicht.
Mit einem Augenzwinkern nutzte Klopp den Moment auch, um gegen vorschnelle Eilmeldungen zu sticheln, die im Vorfeld bereits über eine vermeintlich fixe Einigung berichtet hatten. „Wenn es dann so weit ist, können wir es auch selber machen und brauchen dann keine anderen dafür, die da ständig zu früh schießen“, so der 59-Jährige. Beruhigend fügte er hinzu: „Es sollte in den nächsten Tagen eigentlich passieren. Im Idealfall.“
Der zeitliche Druck ist real. Nach dem enttäuschenden WM-Aus der deutschen Mannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay bleiben bis zum ersten Länderspiel der Neuausrichtung weniger als 70 Tage. Schauplatz ist ausgerechnet Amsterdam, wo es zum Nachbarschaftsduell gegen die Niederlande kommt. Zweifel daran, dass Klopp auf Julian Nagelsmann folgen wird, gibt es in der Fußballöffentlichkeit längst keine mehr.
Berichten zufolge soll Klopp bereits am kommenden Freitag einen Kontrakt bis 2030 beim DFB unterzeichnen und anschließend offiziell präsentiert werden. Die konkreten Vertragsdetails sollen erst nach dem WM-Finale am Sonntag fixiert werden. Bis dahin will sich Klopp voll auf seine Rolle als TV-Experte für die Telekom im Endspiel zwischen Argentinien und Spanien konzentrieren. „Dann fliegen wir zurück und haben genug Zeit, um alles andere schnell zu regeln“, kündigte er an.
Die Erwartungen an Klopp als künftigen Chefcoach der Nationalmannschaft sind hoch. Nach drei enttäuschenden Weltmeisterschaften in Folge soll er die deutsche Auswahl zurück an die internationale Spitze führen. Rückendeckung erhält der frühere Erfolgstrainer von Mainz 05, Borussia Dortmund und dem FC Liverpool von zahlreichen früheren Weggefährten.
Zuletzt äußerte sich sein einstiger Dortmunder Schützling Mario Götze, der 2014 in Rio de Janeiro das entscheidende Tor im WM-Finale erzielte, in einem Interview mit The Athletic sehr anerkennend über Klopp. „Was er versteht, ist, wie man mit Menschen umgeht. Spieler führen, Erwartungen managen, Menschen als Gruppe zusammenbringen, das hat er auf perfekte Weise verstanden“, so Götze, der von 2010 bis 2013 unter Klopp beim BVB spielte.
Klopp könne „sehr deutlich sein bei dem, was er will und fordert. Deshalb war er so erfolgreich“, unterstrich Götze weiter. Er zitierte zudem einen Leitgedanken seines früheren Trainers: „Er sagte, er müsse Menschen, die sich mögen, zusammenbringen, damit sie 120 Prozent statt 100 Prozent geben können. Genau das hat er getan.“
Trotz der wachsenden Vorschusslorbeeren bleibt Klopp selbst zurückhaltend, was den formalen Abschluss betrifft. „Es steht tatsächlich nichts mehr im Weg“, bekräftigte er, mahnte aber zugleich zur Genauigkeit: „In der heutigen Zeit sollte nicht nur über Verträge gesprochen werden, sie sollten auch unterschrieben werden. Und so weit sind wir noch nicht.“







































