liga3-online.de
·21. September 2026
"Kann es nicht verstehen": Münster hadert mit zwei Entscheidungen

In partnership with
Yahoo sportsliga3-online.de
·21. September 2026

Nach drei Partien ohne Niederlage musste Preußen Münster beim SV Waldhof Mannheim zum Abschluss eine Niederlage einstecken. Die Adlerträger zeigten sich über weite Strecken der Partie in der Offensive harmlos – und haderten mit zwei Schiedsrichter-Entscheidungen.
Montell Ndikom jubelte, aber nur kurz. In der 83. Spielminute zog der Offensivspieler aus der zweiten Reihe ab und schweißte die Kugel unhaltbar ins Netz, aber gleich drei Spieler der Adlerträger standen bei der Aktion klar im Abseits. Einer von ihnen, Philipp Maier, stand womöglich im Sichtfeld von Keeper Nijhuis und berührte den Ball zudem womöglich noch. "Das Tor wäre für uns der Wendepunkt gewesen", meinte Trainer Thomas Wörle bei "MagentaSport". Zugleich fällte der 44-Jährige nach Ansicht der TV-Bilder ein faires Urteil, was die Entscheidung von Schiedsrichter Ben Henry Uhrig anging: "Entscheidend ist ja die Frage, ob sie den Torwart bei der Sicht auf den Ball stören. Und das können wir aus der Perspektive nicht beurteilen." Gleichwohl wunderte er sich, dass sich kein Mannheimer beschwert hatte. Maier beteuerte indes gegenüber den "Westfälischen Nachrichten", dass er den Ball "nicht berührt" habe und die Entscheidung des Schiedsrichters daher "nicht verstehen" könne.
Wenige Minuten später nickte Waldhof-Stürmer Masca zum zweiten Treffer für die Mannheimer ein. Und erneut stand der Unparteiische im Fokus, denn ein Halten des Angreifers an SCP-Verteidiger Torge Paetow ahndete Uhrig nicht. "Er zieht mich da schon runter. Kann man pfeifen, hat er aber nicht gemacht. Dazu das Abseitstor. Es war nicht unser Spiel", fasste Paetow zusammen. Die Enttäuschung, sie war dem Innenverteidiger anzusehen. "Generell war es nicht das beste Spiel von uns, und dann kommt eines zum anderen", so der 31-Jährige.
Münster beendete die Englische Woche somit mit einer Niederlage. "Das Spiel müssen wir jetzt erst einmal verarbeiten, dafür haben wir genug Zeit. Es ist nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben, weil wir positiv in die lange Pause gehen wollten. Das war nicht so, wie wir das wollten", führte Paetow seine Gedanken weiter aus. Schon früh ging der Waldhof per Sonntagsschuss in Führung, danach blieb Münster lange Zeit völlig ideenlos. Das Tor von Ndikom in der 83. Minute? Es wäre sprichwörtlich aus dem Nichts gekommen, wenn es gezählt hätte. Und das, obwohl Münster zuletzt Fahrt aufnahm mit sieben Punkten aus den drei vorherigen Partien.
"Beide Teams haben auf dem Geläuf erstmal versucht, stabil zu stehen. Dann war es schwer, auf dem Platz Dinge zu kreieren. Es war viel Kampf", erklärte Wörle, was die Schwierigkeiten für die Adlerträger waren. Trotzdem kam insgesamt zu wenig von Münster, dessen war sich auch der Cheftrainer bewusst, der von einer "verdienten Niederlage" sprach. "Wir werden jetzt die Köpfe frei kriegen und dann trainieren. Wir haben noch viel zu tun, und sind nach wie vor nicht allzu lange beisammen. Solche Spiele zeigen uns, dass wir uns noch entwickeln müssen", zog Wörle ein kleines Zwischenfazit zum Saisonstart. Und auch Paetow stimmte zu: "Vor dem Spiel wäre das Fazit positiver ausgefallen. Da ist jetzt keine große Euphorie bei uns." Nach der Länderspielpause eröffnet Münster den 7. Spieltag mit einem Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen.















