Katastrophaler Saisonstart, viele neue Spieler und schwach vor beiden Toren – Das erwartet den 1. FC Köln gegen den Hamburger SV | OneFootball

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·19. September 2026

Katastrophaler Saisonstart, viele neue Spieler und schwach vor beiden Toren – Das erwartet den 1. FC Köln gegen den Hamburger SV

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Luca Kaiser

19 September, 2026

Eine Woche nach dem 1:1 gegen den SV Werder Bremen steht für den 1. FC Köln das letzte Bundesligaspiel vor der rund dreiwöchigen Länderspielpause an. Am Samstag gastiert das Team von Trainer René Wagner beim Hamburger SV. Die Rothosen blicken auf einen Fehlstart zurück und wollen nun vor heimischem Publikum die ersten Punkte holen. Trotz der aktuellen Tabellensituation wird die Aufgabe für den FC alles andere als einfach. Das erwartet den 1. FC Köln beim Hamburger SV.

Beim Hamburger SV könnte die Stimmung deutlich besser sein. Nach dem vermeintlich positiven Transfersommer waren die Hoffnungen auf eine zweite sorgenfreie Saison nach dem Aufstieg groß. Doch durch die gezeigten Leistungen an den ersten drei Spieltagen sind diese ganz schnell verflogen. Dennoch besitzt der HSV genügend Qualität, um den Turnaround zu schaffen. Dementsprechend groß ist die Herausforderung für die Geißböcke.

Nicolas Capaldo im Zweikampf (Foto: Dean Mouhtaropoulos/GettyImages)

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Form: In der ersten Runde des DFB-Pokals zeigte sich der Hamburger SV noch souverän. Beim Drittligisten SC Verl setzte sich die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin mit 3:0-Toren durch und zog ohne größere Probleme in die nächste Runde ein. Zum Bundesliga-Auftakt folgte dann allerdings der erste Dämpfer. Bei Borussia Dortmund unterlag der HSV trotz ordentlicher Leistung 0:2. Am zweiten Spieltag setzte es anschließend die erste deutliche Niederlage. Vor heimischem Publikum verlor Hamburg gegen den 1. FSV Mainz 05 0:5 und war über die komplette Spielzeit die unterlegene Mannschaft. Auch am vergangenen Sonntag mussten die Rothosen eine Klatsche einstecken. Beim Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig kamen die Hamburger erneut mit 0:5 unter die Räder. Damit steht Hamburg nach drei Bundesliga-Spielen mit 0 Punkten und einem Torverhältnis von 0:12 auf dem letzten Tabellenplatz.



Techniker mit Torgefahr: Fabio Vieira

Im Fokus: Fabio Vieira. Der Portugiese kehrte nach seiner erfolgreichen Leihe in der vergangenen Saison am letzten Tag des Sommertransferfensters dauerhaft in den Norden zurück. In seiner ersten Spielzeit in Hamburg überzeugte der offensive Mittelfeldspieler mit seiner technischen Qualität und erzielte sieben Tore sowie fünf Assists. Dadurch hatte der 26-Jährige einen großen Anteil am letztlich doch souveränen Klassenerhalt. Nun soll Vieira auch in dieser Saison wieder für Kreativität und Ideen im letzten Drittel sorgen. Der ehemalige Arsenal-Profi ist vor allem zwischen den Linien gefährlich und kann mit seinem linken Fuß immer wieder Situationen auf engem Raum lösen. Für den HSV ist er deshalb ein wichtiger Baustein im Offensivspiel. In den ersten Wochen war der Portugiese noch nicht fit genug für die Anfangsformation. Gegen Köln soll Vieira nun aber bereit sein und dürfte daher mit hoher Wahrscheinlichkeit starten.

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Harmlose Offensive: Neben dem SC Paderborn sind die Hamburger die einzige Mannschaft ohne eigenen Treffer in den ersten drei Spielen. Zudem gaben die Rothosen mit lediglich 26 Versuchen die wenigsten Torschüsse aller Bundesligisten ab. Der xGoals-Wert liegt knapp über zwei, damit wäre also zwei Treffer erwartbar gewesen.

Schwache Defensive: Das Team von Merlin Polzin ist aktuell gemeinsam mit Borussia Mönchengladbach die Schießbude der Liga. So kassierte der HSV bereits zwölf Gegentreffer und damit im Schnitt vier pro Partie. Würde Hamburg diesen Schnitt über die Saison halten, würden die Jungs aus dem Norden am Ende bei 136 kassierten Toren stehen. Allerdings liegen die Gegentore deutlich über dem gegnerischen xGoals-Wert. Hier wären gerade einmal sieben Gegentreffer erwartbar gewesen.

Zahlreiche Veränderungen

Harte Spielweise: Die Hamburger gehen in dieser Saison besonders robust zur Sache. So foulten die Rothosen bereits 46 Mal und damit am zweithäufigsten in der Liga. Nur Borussia Mönchengladbach weist mit 47 mehr Vergehen auf.

Viele neue Spieler: Im Sommer hat der HSV seinen Kader auf zahlreichen Positionen verändert. Mit Kofi Amoako, Albert Grønbæk, Martin Adeline, Patson Daka, Bilal Nadir, Sebastiaan Bornauw und Terem Moffi hatte Merlin Polzin schon früh einen Großteil seiner Mannschaft zusammen. Dennoch wurde Hamburg, wie bereits im vergangenen Jahr, auch am letzten Tag der Transferperiode noch einmal richtig aktiv. Mit Fábio Vieira und Zakaria El Ouahdi verpflichtete der HSV gleich zwei Spieler fest. Vieira kam vom FC Arsenal, El Ouahdi vom belgischen Erstligisten KRC Genk. Zusätzlich wurde David Möller Wolfe von den Wolverhampton Wanderers ausgeliehen. Damit kamen insgesamt zehn neue Profis an den Volkspark. Bislang konnte allerdings noch keiner der Neuzugänge wirklich weiterhelfen.

Formation: Merlin Polzin ließ seine Mannschaft in den ersten drei Bundesliga-Spielen jeweils in einem 3-4-2-1-System auflaufen. Im Tor ist Daniel Heuer Fernandes als Nummer eins gesetzt. In der Dreierkette gehören Jordan Torunarigha und Nicolas Capaldo zum Stammpersonal. In den ersten beiden Ligaspielen besetzte der ehemalige Kölner Sebastiaan Bornauw den dritten Platz. Beim Spiel in Leipzig fiel Bornauw aus, weshalb Shafiq Nandja in die Startelf rückte. Da Bornauw weiterhin angeschlagen ist und möglicherweise auch gegen Köln ausfällt, dürfte Nandja erneut beginnen. Auf der linken Außenbahn hat David Möller Wolfe derzeit die Nase vorn. Mit dem erst 16-jährigen Louis Lemke steht ihm allerdings ein talentierter Konkurrent gegenüber. Auf der rechten Seite hat sich Zakaria El Ouahdi gegen Bakary Jatta durchgesetzt und dürfte ebenfalls erneut starten. Im zentralen Mittelfeld ist Nicolai Remberg gesetzt. Neben ihm liefern sich Sambi Lokonga und Bilal Nadir aktuell ein Duell auf Augenhöhe.

Hinter der Spitze hat Albert Gronbæk auf der linken Halbposition derzeit das Vertrauen von Polzin. Auf der rechten Seite hat der HSV dagegen mehrere Möglichkeiten. Neben Fabio Vieira kommen auch Martin Adeline, Patson Daka, Immanuel Pherai und Otto Stange für diese Position infrage. Vieira dürfte sich dort in den kommenden Wochen jedoch festspielen. Im Angriff stehen mit Yussuf Poulsen und Terem Moffi zwei echte Kanten zur Verfügung. Auch Daka und Stange können die Position bekleiden. Polzin setzt grundsätzlich gerne auf bullige Stürmer, weshalb Moffi und Poulsen abhängig vom jeweiligen Gegner aktuell die ersten Optionen sind.

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