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·10. April 2026
Kauczinski: "Wir wollen unser Gesicht wahren"

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·10. April 2026

VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
Dass der TSV 1860 in dieser schwierigen Zeit auf die Dienste von Markus Kauczinski (56) zurückgreifen kann, ist nicht hoch genug zu bewerten. Der Löwen-Dompteur hat vielen an der Grünwalder Straße 114 etwas voraus: Er stellt sich – und beantwortet auch kritische Fragen mit Expertise und Tiefgang. Die Löwen können froh sein, wenigstens einen zu haben, der seinen Kopf hinhält. „Wir haben den Anschluss verloren. Wir haben es leider nicht geschafft, in der Prime-Time dabei zu sein. Das ist für uns alle schwer – nicht nur für mich, sondern auch für meinen Staff und die gesamte Mannschaft“, gab Kauczinski vor dem Heimderby gegen Jahn Regensburg (Sonntag, 19.30 Uhr, db24-Ticker) zu Protokoll. „Gleichzeitig geht aber auch der Blick nach vorne: Wir wollen die Saison gut zu Ende spielen. Jeden Platz, den wir verbessern können, wollen wir verbessern. Ich sehe schon einen Unterschied zwischen Platz 5 oder Rang 12. Wir wollen unser Gesicht wahren.“
Heißt im Klartext: Ein Abschenken der Saison wird es unter Kauczinskinicht geben. Der frühere Erfolgscoach des Karlsruher SC will das Optimum herausholen – auch wenn er weiß, wie schwer es ist, die Köpfe seiner Spieler nach dem geplatzten Aufstiegstraum wieder aufzurichten. Möglicherweise kann der weggefallene Druck aber auch Kräfte freisetzen.
Mit Blick auf die vergangenen Wochen sagt Kauczinski: „Ich kann nicht sagen, dass die Rückrunde eine Enttäuschung war. Cottbus war natürlich anders. Ich habe viele Momente gesehen, in denen die Mannschaft ein gutes Gesicht gezeigt hat.“ Etwa beim 1:1 gegen Waldhof Mannheim, als die Löwen bis tief in die Nachspielzeit auf den Sieg drängten.
Für das Derby gegen Regensburg kündigt Kauczinski Veränderungen an – allerdings ohne Aktionismus. Auf die Frage, ob dabei auch der DFB-Fördertopf eine Rolle spiele, antwortete er trocken: „Es wird keine Geschenke geben, nur damit man Geld bekommt.“ Heißt: Der Trainer wird Anpassungen mit Augenmaß vornehmen und weiterhin auf den vorhandenen Profikader setzen. Experimente sind nicht geplant.
Natürlich war in der Presserunde auch die kommende Saison Thema. 16 Verträge laufen aus, die Zukunft ist ungewisser denn je. „Es ist klar, dass es einen gewissen Schnitt geben wird. Es wird etwas Neues entstehen – so oder so. Es wird keine Sintflut geben, wir wollen mit dem ein oder anderen verlängern.“
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