"Keine Eier gehabt": Viel Frust und Schiri-Ärger beim TSV 1860 | OneFootball

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·7. Februar 2026

"Keine Eier gehabt": Viel Frust und Schiri-Ärger beim TSV 1860

Artikelbild:"Keine Eier gehabt": Viel Frust und Schiri-Ärger beim TSV 1860

Auch im vierten Spiel der Rückrunde reichte es für 1860 München nicht zum ersten Sieg, stattdessen mussten die Löwen beim 1:2 gegen Stuttgart II den nächsten Rückschlag sowie die erste Niederlage des Jahres hinnehmen. Der Frust war groß – auch wegen einiger Schiedsrichter-Entscheidungen. Der Aufstieg ist erstmal kein Thema mehr.

"Er trifft ihn, das ist ein Elfmeter"

In der 85. Minute keimte mit dem Anschlusstreffer durch Haugen nochmal Hoffnung auf, wenigstens einen Punkt mitzunehmen. Doch am Ende reichte es nicht mehr – auch, weil es in der 86. Minute keinen Elfmeter für die Löwen gab, nachdem Niederlechner im Duell mit Leny Meyer zu Fall gegangen war. "Er trifft ihn, das ist ein Elfmeter", konnte Trainer Markus Kauczinski den ausbleibenden Pfiff von Schiedsrichter Yannick Sager im Interview mit "MagentaSport" nicht nachvollziehen – und kommentierte angesichts der Tatsache, dass die Löwen laut liga3-online.de-Experte Babak Rafati bislang am meisten von allen Drittligisten benachteiligt wurden, süffisant: "Wir gewöhnen uns mittlerweile dran. Das Ding reiht sich in eine lange Liste von Fehlentscheidungen gegen uns ein."


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Doch nicht nur in dieser Szene haderte der Löwen-Coach mit Sager, sondern auch mit Blick auf die Nachspielzeit: "Sechs Minuten waren viel zu wenig. Du hättest dann nochmal fünf Minuten mehr nachspielen lassen müssen", schimpfte der 55-Jährige und hielt grundsätzlich fest: "Ein Schiedsrichter ist dafür da, das ordentlich abzuwickeln. Dann entsteht auch gar nicht so eine Hektik."

Ärger über Abwehrverhalten: "Das ist viel zu billig"

Die Niederlage allein am nicht gegebenen Elfmeter oder der aus Löwen-Sicht zu kurzen Nachspielzeit festmachen wollte Kauczinski aber nicht. Dafür war das Abwehrverhalten bei den beiden Gegentoren vor der Pause zu desolat. Beim 0:1 (20.) etwa reichte ein langer Ball, um die Defensive auszuhebeln. "Das ist viel zu billig. Wir lassen da viel zu viel Platz, das darf nicht so einfach sein", schimpfte der Löwen-Coach und sprach davon, dass die Phase zwischen der 20. und 45. Minute "völlig daneben" gewesen sei.

Kapitän Thore Jacobsen fand gar noch deutlichere Worte: "Nach dem ersten Gegentor haben wir völlig den Faden verloren, haben unreif gespielt und keine Eier gehabt. Jeder hat gemacht, was er wollte. Es war einfach von allen zu wenig. So eine erste Halbzeit darf uns auf jeden Fall nicht mehr passieren." Nach der Pause sei der Auftritt "in Ordnung" gewesen, hielt der 26-Jährige fest. "Da hat man gesehen, dass wir uns reingeworfen haben." Auch Kauczinski war mit der Leistung im zweiten Durchgang zufrieden: "Da haben wir den Kampf angenommen und alles probiert." Insgesamt gehe der Sieg für Stuttgart aber in Ordnung, musste der 55-Jährige zugeben.

Aufstieg erstmal kein Thema mehr

"Man hat gesehen, dass wir unsere Probleme haben." Die gelte es nun zu lösen. "Es ist nicht die beste Phase für uns, dennoch ist es nicht an der Zeit, jetzt draufzuhauen oder sonst irgendwas zu tun." Vom Aufstieg, an dem Geschäftsführer Manfred Paula vor der Partie weiterhin festgehalten hatte, "brauchen wir jetzt erstmal nicht mehr reden", machte Kauczinski klar. Schließlich sind die Löwen nach dem fünften sieglosen Spiel in Folge auf den 9. Platz abgerutscht und liegen bereits acht Punkte hinter dem Relegationsplatz.

Einen neuen Anlauf auf die ersten drei Punkte der Rückrunde wollen die Münchner nächste Woche beim TSV Havelse starten. Allerdings ohne Kevin Volland und Florian Niederlechner, die beide ihre fünfte gelbe Karte gesehen haben. Damit verschärft sich die ohnehin schon angespannte Personallage bei den Sechzgern weiter.

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