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·21. Januar 2026
„Keine Rote Karte?“ BVB hadert nach Svenssons Platzverweis

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Borussia Dortmund ärgert sich über einen frühen Platzverweis gegen Daniel Svensson, der das Spiel bei Tottenham entscheidend prägte. Die Rote Karte nach Videobeweis sorgt auch nach Abpfiff für Diskussionen beim BVB.
Der Platzverweis gegen Daniel Svensson hat die 0:2-Niederlage von Borussia Dortmund bei Tottenham Hotspur überschattet. In der 26. Minute sah der BVB-Verteidiger nach Videobeweis die Rote Karte – eine Entscheidung, die auch nach Abpfiff für Diskussionen sorgte.
Ausgangspunkt war ein Zweikampf nahe des gegnerischen Strafraums: Svensson verlor den Ball, setzte nach und grätschte mit gestrecktem Bein. Zwar traf er zunächst den Ball, erwischte anschließend aber Gegenspieler Wilson Odobert an der Wade. Schiedsrichter Glenn Nyberg entschied zunächst auf Gelb, korrigierte sich nach Hinweis des Videoassistenten jedoch auf Rot. Die Zeitlupen zeigten offene Stollen oberhalb des Knöchels – für den Unparteiischen ausschlaggebend.
Kritik kam unter anderem von TV-Experte Mats Hummels, der die Szene zur Pause klar bewertete: „Für mich ist es keine Rote Karte.“ Er sprach von einer „klassischen Standbild-Trefferbild-Rote-Karte“ und monierte, dass die Dynamik des Zweikampfs im Videobeweis verloren gehe. Auch der während der Übertragung eingesetzte Co-Kommentator Benedikt Höwedes hielt den Platzverweis für überzogen, da die „Intention war, den Ball zu spielen“.
Rückendeckung erhielt Schiedsrichter Nyberg hingegen von Wolfgang Stark. Der frühere FIFA-Referee verwies auf die klare UEFA-Auslegung: „Wir haben das gestreckte Bein, die offene Sohle und das Trefferbild. Das überlagert in der Szene und das ist die Vorgabe der Uefa.“ Dass Nyberg die Szene zunächst milder bewertete, erklärte Stark damit, dass das Trefferbild in Echtzeit schwer zu erkennen gewesen sei.
Auch beim BVB überwog der Ärger. Sportdirektor Sebastian Kehl nannte den Platzverweis „sehr hart“. Er führte aus: „Am Ende trifft er den Ball, und dann ist der Kontakt an der Wade da.“ Für ihn fehlten „jegliche Intention und die Intensität“, weshalb die Rote Karte aus seiner Sicht nicht gerechtfertigt gewesen sei.
Trainer Niko Kovac wollte die Niederlage jedoch nicht allein an der Schiedsrichterentscheidung festmachen. Zwar sei der Platzverweis ein Faktor gewesen, insgesamt habe sein Team aber zu viele grundlegende Dinge vermissen lassen. Ähnlich sah es Christoph Kramer, der den Einsatz extremer Zeitlupen kritisch kommentierte: „Ich finde, das Schlimmste für den Fußball ist die Erfindung der Super-Slomo.“







































