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·16. Februar 2026

Kenan Karaman: Solche einfachen Tore sind die schönsten

Artikelbild:Kenan Karaman: Solche einfachen Tore sind die schönsten

Nach dem 2:1-Auswärtssieg des S04 am Sonntag (15.2.) bei Holstein Kiel war die Erleichterung bei allen Knappen deutlich zu spüren. Wie bereits in der Vorwoche gegen Dynamo Dresden hatten die Königsblauen mit 2:0 geführt – diesmal jedoch brachten sie den Vorsprung über die Zeit, holten alle drei Punkte und feierten ihren ersten Sieg im neuen Jahr.

„Es war nicht leicht in den vergangenen Wochen“, bemerkt Kenan Karaman mit Blick auf die Serie von fünf sieglosen Zweitligaspielen. „Aber da so rauszukommen, zeigt, dass die Truppe funktioniert“, betont der Kapitän, der von einem „enorm wichtigen Auswärtssieg“ spricht.


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An diesem hatte er selbst entscheidenden Anteil. Nach einer Viertelstunde trat Adil Aouchiche einen Eckball scharf ins Zentrum, Edin Džeko legte den Ball nach Kopfballverlängerung von Timo Becker sehenswert zu Karaman ab, der genau richtig stand und nur noch einschieben musste. „Bei dem Tor sieht man all seine Klasse“, lobt Karaman den Vorlagengeber. „Ich stand da vorne beim Torwart, sollte ihn eigentlich blocken. Der Ball kommt perfekt und ich muss nur einschieben. Solche einfachen Tore sind die schönsten“, lächelt der Offensivspieler, dem in dieser Szene sein achter Treffer in dieser Saison gelang.

In der 29. Minute legte Hasan Kuruçay – erneut nach einem Aouchiche-Eckball – für die Königsblauen nach und beförderte den Ball nach Džekos Kopfballverlängerung aus kurzer Distanz ebenfalls mit dem Kopf über die Linie. „Wir wissen, dass Adil ein sehr guter Schütze ist. Mit Edin haben wir einen kopfballstarken Spieler hinzugewonnen. Das haben wir unter der Woche so trainiert. Dass es gleich zweimal so super klappt, freut mich für uns“, sagt Karaman.

Es war der verdiente Lohn für eine starke erste Halbzeit, in der die Knappen das Spielgeschehen mit wenigen Ausnahmen kontrollierten. „Wir sind auf die zweiten Bälle gegangen, waren sehr gierig, sehr aggressiv, hatten viele Ballgewinne“, analysiert der Angreifer. Kurz vor der Pause bot sich ihm die große Chance auf das 3:0, doch nach einem Duell mit Kiels Keeper Jonas Krumrey entschied sich Schiedsrichter Florian Lechner gegen einen Elfmeter für den S04. „Der Torwart kommt raus, ich mach den Haken, er trifft nur mich. Ich weiß nicht, warum es keinen Strafstoß gegeben hat“, sagt Karaman, der sich angesichts des späteren Erfolgs nicht mehr lange über diese Szene ärgern musste.

Als die Gastgeber zehn Minuten nach Wiederanpfiff zum 1:2-Anschluss trafen – David Zec verwandelte nach einem Foul von Ron Schallenberg an Jonas Therkelsen vom Punkt –, wurden Erinnerungen an die Vorwoche gegen Dynamo Dresden wach. Doch diesmal ließen die Knappen keinen weiteren Gegentreffer zu. „Wir haben gut verteidigt und aus dem Spiel in der Vorwoche gelernt“, betont Karaman. Der Elfmeter sei allerdings unnötig gewesen, da die Situation bereits zuvor hätte geklärt werden können.

So blieb es bis zum Schlusspfiff in der fünften Minute der Nachspielzeit eine enge Begegnung, in der die Störche zunächst noch die eine oder andere Chance verzeichneten. Die besten Möglichkeiten vergaben Phil Harres (72.), der mit einem Flachschuss am linken Pfosten vorbeizielte, sowie Ivan Nekic, dessen Abschluss Hasan Kuruçay auf der Torlinie klärte (74.). Mit Ausnahme eines direkt aufs Tor gezogenen Eckballs von John Tolkin, bei dem Karius aufmerksam blieb (77.), erspielten sich die Kieler in der Schlussviertelstunde jedoch keine weitere klare Torchance. Dank einer konsequenten Defensivleistung durften die Knappen am Ende über drei Punkte jubeln.

Entsprechend zufrieden zeigte sich im Anschluss Karaman, der neben der geschlossenen Mannschaftsleistung besonders die Winter-Neuzugänge hervorhob. Diese hätten sich sehr schnell integriert und ein starkes Spiel gezeigt. „Wir haben die Qualität und Spieler hinzubekommen, um die Dinge noch besser spielerisch zu lösen. Die neuen Jungs sind echt ein Gewinn für uns“, sagt der Kapitän, der bereits die kommende Aufgabe am Samstag (21.2.) um 20.30 Uhr in der VELTINS-Arena im Blick hat. „Der Sieg gibt uns enorm viel Selbstvertrauen. Das nehmen wir mit und machen gegen Magdeburg weiter.“

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