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·28. August 2026
Kiez statt belgisches Viertel: Warum St. Pauli für Youssoupha Niang die richtige Station ist

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Matthias Wilhelm
28 August, 2026
Zum Start der Saisonvorbereitung galt Youssoupha Niang noch als ein Startelfkandidat beim 1. FC Köln. Nach seinen ersten Einsätzen in der vergangenen Spielzeit konnte der Stürmer im Sommer zunächst überzeugen und in den Testspielen glänzen. Mit den Verpflichtungen von Thijs Dallinga und Reigan Heskey sowie dem Verbleib von Said El Mala ist die Kölner Offensive mittlerweile breit besetzt. Nach einem offenen Austausch mit Trainer René Wagner wechselt Niang nun auf Leihbasis zum FC St. Pauli um in Liga zwei Spielpraxis zu sammeln.
Youssoupha Niang bei seinem Heimdebüt gegen den FC Bayern München
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Das größte Spiel in der noch jungen Karriere von Youssoupha Niang dürfte wohl das Finale der deutschen U19-Meisterschaft im Mai 2025 gewesen sein. Mit zwei Treffern im Endspiel gegen Leverkusen hatte der Stürmer großen Anteil am Titelgewinn der Jungböcke. In der folgenden Saison gelang ihm der Sprung in den Profikader, wo Niang insgesamt zehnmal in der Bundesliga auf dem Rasen stand. Die Emotionalität des Clubs ist dem Bonner also wohl bekannt. In Hamburg könnte ihn nun ein ähnlich emotionales Umfeld erwarten. René Wagner sieht in der Leihe eine große Chance für seinen Schützling: „Das ist eine super Herausforderung für ihn“, sagte der Coach.
Nach dem Abstieg haben mit Nikola Vasilj, Hauke Wahl und Jackson Irvine einige Leistungsträger und Führungsspieler den FC St. Pauli verlassen. Der Saisonstart lief zudem nicht wie erhofft. Gegen Fürth und Kiel wurden die Punkte in der Liga jeweils geteilt und im Pokal war bereits in der ersten Runde bei Rot-Weiß Essen Schluss. Das Team von Marcel Rapp muss sich zunächst finden und Niang soll dabei helfen. Mit seinem Tempo und seiner Abschlussqualität kann er sowohl auf Rechtsaußen als auch im Sturmzentrum agieren. In der Offensive um die erfahrenen Martijn Kaars und Branimir Hrgota kann das FC-Eigengewächs die gesuchte Variabilität bringen.
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Neben dem VfL Wolfsburg gibt es in dieser Saison wenige klare Aufstiegsfavoriten. Die Liga könnte dementsprechend bis zum letzten Spieltag spannend sein und wenige Punkte können den Unterschied zwischen Aufstiegsrängen, Mittelfeldplätzen und Abstiegskampf ausmachen. In Hamburg spielt Niang zudem erstmals außerhalb des Rheinlands, wodurch auch seine persönliche Entwicklung vorangetrieben werden könnte.
Niang ist nicht der erste talentierte Nachwuchsspieler, der zunächst verliehen wird. Mit Tim Lemperle, Salih Özcan und Jonas Urbig gibt es diverse prominente Beispiele für Eigengewächse, die nach ihrer Leihe aufgeblüht sind. Ein Modell, auf das man in Köln gerade in den letzten Jahren gerne zurückgegriffen hat, um Spieler Einsatzzeiten zu geben, ohne sie endgültig abzugeben. In diesem Sommer ist unter anderem Fynn Schenten bereits verliehen worden. Der Stürmer läuft in der kommenden Spielzeit für Koda Kerkrade in den Niederlanden auf. Auch Julian Pauli und Elias Baktukanda sind weiterhin Leihkandidaten, nachdem sie im Sommer erst von ihren Leihstationen zurückkehrten.
Die Verantwortlichen in Köln betonten kürzlich noch, dass es Spieler im Kader gibt, bei denen es für die Bundesliga aktuell noch nicht reicht, für die Spielpraxis in der Regionalliga allerdings zu wenig ist. „Wir haben mit Youss darüber gesprochen, dass wir ihn hier beim 1. FC Köln sehen, dass er aber auch noch einmal eine andere Erfahrung braucht“, erzählte Cheftrainer Wagner. Niang hat nun in Hamburg seine neue sportliche Heimat auf Zeit gefunden. Beim FC St. Pauli soll er sich entwickeln und dann ab nächstem Sommer wieder für den FC auf Torejagd gehen.
Niang wechselte 2019 vom Bonner SC nach Köln und durchlief anschließend alle Jugendmannschaften bis zu den Profis.
Die wahrscheinlichsten Kandidaten für eine Leihe in diesem Sommer sind Julian Pauli und Elias Bakatukanda. Die beiden Innenverteidiger haben aktuell wenig Aussicht auf Spielzeit und könnten den Verein noch per Leihe verlassen.
Im aktuellen Kader des 1. FC Köln stehen mit Julian Pauli, Elias Bakatukanda und Jan Thielmann drei Eigengewächse.







































