Kimmich fälscht ab, Deutschland ist Dritter: Klopps Heimdebüt endet mit einer Premiere, die niemand wollte | OneFootball

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·27. September 2026

Kimmich fälscht ab, Deutschland ist Dritter: Klopps Heimdebüt endet mit einer Premiere, die niemand wollte

Artikelbild:Kimmich fälscht ab, Deutschland ist Dritter: Klopps Heimdebüt endet mit einer Premiere, die niemand wollte

Augsburg. Es war ein Tagesausflug: morgens hin, spät abends zurück nach Herzogenaurach. Dazwischen lag das, was der Münchner Merkur ein „gründlich missratenes Heimdebüt“ nannte. Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr erstes Heimspiel unter Jürgen Klopp 0:1 gegen Griechenland verloren – im elften Duell beider Nationen die erste Niederlage überhaupt.

Entschieden wurde die Partie in der 74. Minute, und sie wurde auf die bitterste denkbare Weise entschieden. Dimitrios Kourbelis schoss von rechts, Joshua Kimmich streckte sich zur Klärung und lenkte den Ball unhaltbar ins eigene Tor. 28.945 Zuschauer in der ausverkauften WWK Arena verstummten.


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Kontrolliert, aber ohne Tempo

Der Auftritt war ein anderer als in Amsterdam. Anders als beim 1:1 gegen die Niederlande begann das DFB-Team kontrollierter und setzte auf sicheres Passspiel – was laut Sportschau in der Offensive „zulasten von Tempo und Überraschungsmoment“ ging. Die Griechen, defensiv stabil und offensiv stark besetzt, verteidigten tief und setzten auf Konter über Christos Tzolis und Konstantinos Karetsas.

Chancen gab es früh: Debütant Bambasé Conté schoss bereits nach zwei Minuten, Kimmich folgte in der siebten – beide ungenau. Nach der Pause zeigte Conté genau das, was Klopp vor dem Spiel in der ARD an ihm gelobt hatte: Balleroberung, sofortiger Abschluss, nur knapp an Torwart Tzolakis vorbei.

Das Bemerkenswerte war lange die Defensive. Die Griechen kamen über weite Strecken zu keinem einzigen zwingenden Abschluss; die Mannschaft zeigte laut fussballnationalmannschaft.net „ein ermutigend stabiles Abwehrverhalten“. „Super Deutschland“ sangen die Fans in dieser Phase trotzig.

Die 74. Minute

Dann der Schuss von Kourbelis, die Abfälschung durch Kimmich, das 0:1. Deutschland reagierte wütend, Serge Gnabry scheiterte in der 79. Minute an Tzolakis, weitere Offensivbemühungen verpufften. Klopp hatte in der 65. Minute bereits Florian Wirtz und Jonathan Burkardt gebracht – die beiden Spieler, die er am Freitag wegen der Ausfälle von Musiala und Havertz vorgezogen hatte.

An der Seitenlinie coachte der Bundestrainer laut Beobachtern sehr aktiv und arbeitete korrigierend mit einzelnen Spielern, unter anderem mit Josha Vagnoman und Kimmich. Es half nicht.

Die Tabelle ist das eigentliche Problem

Weil die Niederlande zeitgleich 2:1 in Serbien gewannen, sieht die Gruppe A2 nach zwei Spieltagen so aus: Griechenland sechs Punkte, Niederlande vier, Deutschland einen. Platz drei. Nach aktuellem Stand würde das DFB-Team damit das Viertelfinale im März 2027 verpassen.

Es ist die Konstellation, die vor einer Woche niemand auf dem Zettel hatte – und sie entsteht in einer Gruppe, die Julian Nagelsmann bei der Auslosung noch als „Losglück“ bezeichnet hatte.

Klopps Warnung war berechtigt

Der Bundestrainer hatte vor dem Spiel vor der „goldenen Generation“ des griechischen Fußballs gewarnt: „Wir respektieren Griechenland sehr, wir müssen wirklich hart arbeiten, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.“ Der Münchner Merkur kommentiert das trocken: „Wohl wahr.“

Ivan Jovanovićs Mannschaft hat in vier Tagen zwei Siege geholt – 2:1 in Belgrad in der Nachspielzeit, jetzt der historische Erfolg in Augsburg. Mit Tzolis und Karetsas stehen zwei Dortmunder in ihrer Offensive, mit Kostas Tsimikas ein früherer Liverpool-Spieler Klopps in der Abwehr.

Wie es weitergeht

Am Donnerstag empfängt Deutschland Serbien in München, am kommenden Sonntag folgt das Rückspiel in Thessaloniki. Für diese Partien reist der zweite Kader an, der am Sonntag bereits auf der Tribüne saß. Sechs Spieler bleiben laut Merkur auch bis zum Rückspiel dabei.

Klopp hatte diese Länderspielperiode als Sichtung angelegt: 44 Spieler, zwei Gruppen, vier Spiele. Nach der Hälfte steht ein Punkt. Die Sichtung läuft nach Plan. Das Ergebnis nicht.

90PLUS Redaktion

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