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·7. Mai 2026

„Kläglich“ und „schwächelnd“: Presse geht hart mit dem FC Bayern ins Gericht

Artikelbild:„Kläglich“ und „schwächelnd“: Presse geht hart mit dem FC Bayern ins Gericht

Das knappe Halbfinal-Aus des FC Bayern gegen Paris Saint-Germain sorgt international für große Schlagzeilen. Während PSG für den erneuten Finaleinzug gefeiert wird, fällt die Kritik am deutschen Rekordmeister in vielen Ländern deutlich aus. Besonders die Diskussionen um die strittige Handspiel-Szene stehen dabei im Fokus.

Nach dem 4:5 im Hinspiel reichte dem FC Bayern das 1:1 in der Allianz Arena nicht mehr zum Einzug ins Champions-League-Finale. Die internationale Presse sieht Paris Saint-Germain dabei als verdienten Sieger – und spart gleichzeitig nicht mit Kritik an den Münchnern.


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Besonders euphorisch reagierte die französische Presse. L’Équipe schrieb: „Die Geschichte des französischen Fußballs wird oft in München geschrieben.“ Gleichzeitig bezeichnete das Blatt die Allianz Arena erneut als „Quelle unendlicher Freude“ für PSG.

Auch Le Figaro feierte den Titelverteidiger nach dem Finaleinzug. „Paris Saint-Germain steht im Finale!“, schrieb die Zeitung und hob vor allem die leidenschaftliche Defensivarbeit der Franzosen hervor. PSG habe „in der Abwehr heldenhaft gekämpft“.

In Spanien rückte vor allem Luis Enrique in den Mittelpunkt. Die Marca erklärte: „Luis Enrique macht München erneut zum heiligen Boden für PSG.“ Gleichzeitig betonte das Blatt, dass Harry Kanes Treffer in der Nachspielzeit „zu spät“ gekommen sei.

Noch deutlicher formulierte es AS: „PSG ist die Bestia Negra!“

Mundo Deportivo stellte dagegen die historische Bedeutung des Halbfinal-Duells heraus. Während das Hinspiel bereits „als eines der besten Spiele aller Zeiten“ in die Fußballgeschichte eingegangen sei, sei das Rückspiel „von Spannung und Nervosität geprägt“ gewesen.

„Handspiel-Drama“ sorgt weltweit für Diskussionen

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Foto: Getty Images

Auch die umstrittene Handspiel-Szene im PSG-Strafraum beschäftigte zahlreiche internationale Medien. Vor allem in England wurde intensiv über die Entscheidung diskutiert.

Die BBC erklärte, dass Bayern überzeugt gewesen sei, einen Elfmeter hätte bekommen müssen, verwies jedoch zugleich auf die aktuelle Regelauslegung. Laut Regelwerk dürfe es keinen Strafstoß geben, wenn der Ball zuvor von einem Mitspieler gespielt werde.

Der Guardian lobte PSG dagegen für die defensive Stabilität und schrieb, die Franzosen hätten „einen schwächelnden FC Bayern neutralisiert“ und seien „kaum ins Wanken geraten“.

Besonders hart fiel das Urteil der Sun aus. Das Boulevardblatt schrieb: „Bayern München ging kläglich unter.“

Auch in Italien wurde der Finaleinzug der Franzosen als verdient bewertet. Der Corriere dello Sport sprach von einem Rückspiel voller Spannung und erklärte, PSG habe das Halbfinale letztlich für sich entschieden.

In Österreich dominierte dagegen die emotionale Sicht auf das Ausscheiden der Münchner. Der Kurier titelte schlicht: „Endstation Halbfinale.“ Die Kronen Zeitung schrieb sogar, PSG habe Bayern „ins Tal der Tränen“ gestürzt.

In der Schweiz konzentrierte sich der Blick schließlich vor allem auf die strittige Szene um João Neves und sprach von einem „Handspiel-Drama“.

Damit bleibt nach zwei spektakulären Halbfinalspielen vor allem ein Eindruck bestehen: PSG wird international für Reife, Effizienz und Nervenstärke gefeiert – während beim FC Bayern trotz einer starken Leistung am Ende nur Enttäuschung zurückbleibt.

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