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·9. Februar 2026

„Klare Fehlentscheidung!“: Elfmeter-Pfiff sorgt erneut für Bayern-Zoff

Artikelbild:„Klare Fehlentscheidung!“: Elfmeter-Pfiff sorgt erneut für Bayern-Zoff

Im Bundesliga-Topspiel zwischen dem FC Bayern und der TSG Hoffenheim stand früh eine Schiedsrichter-Entscheidung im Mittelpunkt, die das Spiel maßgeblich prägte. Nach einem Zweikampf zwischen Kevin Akpoguma und Luis Díaz entschied Tobias Stieler in der 17. Minute auf Elfmeter für die Münchner und stellte den Hoffenheimer Innenverteidiger zudem vom Platz. Harry Kane verwandelte sicher – Hoffenheim musste fast das komplette Spiel in Unterzahl bestreiten.

Die TSG haderte nach Abpfiff vor allem mit der Härte und dem Zeitpunkt der Entscheidung. Grischa Prömel sprach bei DAZN von einer Szene, die unterschiedlich ausgelegt werden könne. „Man kann es so oder so auslegen – aber wenn man es in der 17. Minute mit Rot gegen uns entscheidet, dann wird es schwer in München“, erklärte der Mittelfeldspieler und verwies auf den enormen Einfluss auf den weiteren Spielverlauf.


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Ilzer spricht von einer „klaren Fehlentscheidung“

Deutlich schärfer fiel die Bewertung von Trainer Christian Ilzer aus. Der Österreicher sprach von einer „klaren Fehlentscheidung“ und betonte: „Niemals“ sei eine Rote Karte in dieser Situation gerechtfertigt gewesen. Besonders bitter sei es für alle Beteiligten gewesen, „dass es dieses Unterzahlspiel geworden ist“, wodurch ein Topspiel früh aus dem Gleichgewicht geraten sei.

Auch Torhüter Oliver Baumann zeigte sich irritiert. Die Erklärung des Unparteiischen habe ihn nicht überzeugt. „Er sagt zu mir, er zieht ihn runter. Ich habe da jetzt keinen Arm gesehen“, erklärte der Nationalkeeper und ließ durchblicken, dass er zumindest eine Überprüfung am Monitor erwartet hätte.

Stieler: „Ohne Alternative eine rote Karte“

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Foto: IMAGO

Tobias Stieler nahm nach dem Spiel ausführlich Stellung und verteidigte seinen Pfiff mit klaren Worten. Aus Sicht des Schiedsrichters war die Szene eindeutig. „Luis Díaz war schneller und in der besseren Position. Er kann aufs Tor schießen, er kann quer passen. Dann geht er aufgrund eines Fouls des Hoffenheimers zu Boden“, erklärte Stieler. Die Konsequenz sei daher zwingend gewesen: „Dementsprechend gibt es einen Elfmeter und, ohne Alternative, eine rote Karte.“

Entscheidend sei für ihn die Art des Vergehens gewesen. „Denn es war ein Foul und keine typische Fußballaktion. Hätte er versucht, den Ball mit dem Fuß zu spielen und dann Kontakt hergestellt, gäbe es nur einen Elfmeter – aber das war in diesem Fall nicht möglich“, so der Unparteiische.

Auch den kurzen Dialog mit Akpoguma schilderte Stieler. „Ich hatte einen kurzen Austausch mit dem Hoffenheimer Spieler. Die Art des Fouls selbst stand nie in Frage. Schauen Sie sich seine Reaktion nach dem Elfmeter an. Er wusste ganz genau, dass es ein Foul war.“ Diskutiert worden sei lediglich die persönliche Strafe. „Das Einzige, was wir kurz diskutiert haben, war die rote Karte. Daher ist dies definitiv keine Angelegenheit für den VAR, sondern wird auf dem Spielfeld entschieden.“

Damit bleibt die Szene ein weiterer Beleg für den schmalen Grat zwischen Regelwerk und Auslegung. Während Hoffenheim von einer spielentscheidenden Überhärte spricht, sieht Stieler eine klare Vereitelung einer Torchance – und damit eine Entscheidung, die für ihn keinen Spielraum ließ.

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