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·20. Februar 2026
Klartext von Kahn über Sané: „Immer diese Thematik gehabt“

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·20. Februar 2026

Oliver Kahn hat offen über seine Zeit mit Leroy Sané beim FC Bayern gesprochen. Der frühere Vorstandschef schildert, wie viel Überzeugungsarbeit beim Offensivspieler nötig gewesen sei.
Als Oliver Kahn beim FC Bayern noch in leitender Funktion tätig war, gehörte Leroy Sané zu den Personalien, die immer wieder für Diskussionen sorgten. Bei Sky blickte der ehemalige Nationaltorhüter nun auf diese Phase zurück – und beschrieb die Situation mit bemerkenswerter Offenheit.
„Mit Leroy haben wir ja immer diese Thematik gehabt“, erinnerte sich Kahn an die gemeinsame Zeit in München. Gemeint war die fehlende Konstanz des Flügelspielers, dessen Leistungen häufig schwankten und dessen Körpersprache regelmäßig Debatten auslöste.
Kahn schilderte auch persönliche Gespräche mit Sané. „Ich habe ihm gesagt, wenn ich dein Talent hätte, wäre ich Messi. Da hat er mich immer mit großen Augen angeguckt. Er wusste nicht so richtig, was er sagen soll. Da habe ich gesagt, zeig es doch einfach“, verriet der 56-Jährige. Für ihn sei genau das der entscheidende Punkt gewesen: „Und das ist eben dieses Vordringen zu so einem Spieler. Ihn leistungsfähig zu machen.“
Im vergangenen Sommer verließ Sané den FC Bayern schließlich ablösefrei und schloss sich Galatasaray an. In München blieb trotz Phasen starker Leistungen stets der Eindruck, dass sein enormes Potenzial nicht dauerhaft ausgeschöpft wurde.
Im gleichen Gespräch äußerte sich Kahn auch zu den jüngsten Aussagen von Uli Hoeneß über Spielerberater. Der Ehrenpräsident hatte zuletzt Kritik an überzogenen Forderungen geäußert. Kahn sieht dahinter durchaus Strategie: „Dass Uli das Ganze immer mal wieder ein bisschen zurücknimmt und da auch mal ein bisschen tiefer stapelt, hat natürlich auch einen strategischen Grund. Wenn es dann wieder um Vertragsverlängerungen geht, wenn es möglicherweise wieder um Transfers geht. Die Leute sollen ja nicht das Gefühl haben, dass du nur in deinen Geldspeicher zu gehen brauchst.“

Foto: IMAGO
Mit Blick auf den internationalen Transfermarkt erklärte Kahn zudem: „Es gibt eben einen Markt für absolute Top-Spieler und dieser Markt, der ist eben hart umkämpft. Und das wissen natürlich auch die Berater. Es gibt ein paar Klubs, da sprechen wir vielleicht von zehn bis 15 Klubs, die in der Lage sind, wirklich immense Gelder für die Top-Spieler zu zahlen. Zum Schluss geht es bei einem Top-Top-Klub wie Bayern München, Real Madrid oder wie sie alle heißen, darum, die Top-Top-Spieler auch in ihren Reihen zu haben.“
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