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·17. Januar 2026
"Klassenunterschied": SV Waldhof wird in Verl "vorgeführt"

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Beim 2:5 in Verl kassierte der SV Waldhof Mannheim die höchste Niederlage in dieser Saison. Vor allem in der ersten Halbzeit wurden die Buwe vom SC Verl regelrecht vorgeführt. Im Anschluss sparten die Akteure nicht mit Kritik, lobten aber auch den Gegner.
Es war ein gebrauchter Tag für den SV Waldhof. Von Beginn an war der SC Verl die bessere Mannschaft und bestrafte die Fehler der Mannheimer gnadenlos. Innerhalb von 17 Minuten spielte Verl durch einen Hattrick von Besio die 3:0-Halbzeitführung heraus. "Die Spielweise von Verl war schon grandios. Sie haben super den Ball laufen lassen. Das habe ich selten erlebt. Wir hatten kein Mittel dagegen und waren heute chancenlos", konstatierte Felix Lohkemper nach Abpfiff bei "MagentaSport". Der Stürmer sorgte mit seinen zwei Toren nach der Pause zwar für einen kleines Aufbäumen. Aber direkt nach dem 2:4 legte Verl den fünften Treffer nach.
"Wir sind total enttäuscht, wir haben uns viel mehr vorgenommen", räumte Lohkemper ein. Seine Mannschaft habe die Vorbereitung nicht gut genutzt und war nicht gut auf den Gegner eingestellt. Nach den beiden sieglosen Spielen zum Ende der Hinrunde ging nun auch Auftakt in das neue Jahr in die Hose. "Wir müssen ein paar Sachen hinterfragen. Das ist ein absoluter Dämpfer, dass wir heute mit wenig Chancen in Verl untergegangen sind", nahm Lohkemper kein Blatt vor den Mund.
Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber sprach gegenüber der "Rhein-Neckar-Zeitung" von einem "absoluten Lehrspiel" und einer "brutalen Lektion, wie man richtig Fußball spielt". In der ersten Halbzeit sei es gar ein Klassenunterschied gewesen. "Wie wenn du aus dem Trainingslager kommst und das neunte Spiel in der Woche spielst. Sie haben uns vorgeführt, so ehrlich muss man sein."
Auch Trainer Luc Holtz war ernüchtert vom Auftritt seiner Elf in der ersten Halbzeit: "So wie die ersten 45 Minuten waren, das war nicht ausreichend. Die zweite Hälfte konnten wir etwas ausgeglichener gestalten. Insgesamt war es aber zu wenig vom Mannschaftsgefüge." Die Mannheimer wirkten schwerfällig und fanden kein Mittel, um den Sturmlauf des Gegners zu stoppen. "Sie waren in allen Bereichen schneller. Wenn man nicht in die Zweikämpfe kommt, kann man auch keine Zweikämpfe gewinnen", erklärte Holtz. Er verhalf dem Neuzugang Oluwaseun Ogbemudia zu seinem Profidebüt. Doch bereits nach zwölf Minuten unterlief dem 19-Jährigen ein unglückliches Eigentor. "Er hat große Qualitäten gegen den Ball. Mit dem Ball können wir noch etwas verbessern", meinte Holtz.
Ein Hoffnungsschimmer für die kommenden Wochen könnte Wintertransfer Vincent Thill darstellen, der zur Halbzeit in die Partie kam. "Bei Vini hat man gesehen, dass er sehr schnell ist mit dem Ball und auch sehr gut in kleinen Räumen", lobte Holtz seinen luxemburgischen Landsmann. In der Tabelle rutschte Waldhof durch die deutliche Niederlage auf den elften Platz zurück. Am nächsten Sonntag (25. Januar) gegen Hansa Rostock steht die nächste schwere Aufgabe auf dem Programm.


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