90PLUS
·17. September 2026
Klopp startet mit XXL-Kader und Jobsharing-Modell in die neue Ära

In partnership with
Yahoo sports90PLUS
·17. September 2026

Jürgen Klopp hat am Donnerstag seinen ersten Kader als Bundestrainer bekanntgegeben – und dabei gleich für mehrere Überraschungen gesorgt. Der Nachfolger von Julian Nagelsmann nominierte insgesamt 44 Spieler für die vier anstehenden Nations-League-Partien und teilte sie auf zwei Kader auf.
Klopp verzichtet dabei auf das übliche Modell eines einzelnen Aufgebots für alle vier Spiele. Stattdessen bestreitet ein erster Kader die Duelle gegen die Niederlande (24. September, Amsterdam) und Griechenland (27. September, Augsburg), ehe für die Partien gegen Serbien (1. Oktober, München) und erneut Griechenland (4. Oktober, Thessaloniki) ein zweiter, weitgehend neuer Kader anreist.
Die erste Gruppe umfasst 24 Spieler, für die beiden späteren Partien stoßen 20 weitere Akteure hinzu. Eine Überschneidung gibt es: Augsburgs Torhüter Finn Dahmen steht auf beiden Listen. Klopp hält sich zudem die Möglichkeit offen, dass einzelne Spieler aus dem ersten Aufgebot auch nach dem Griechenland-Spiel in Augsburg bei der Mannschaft bleiben.
Für Klarheit sorgte Klopp auch bei der lange offenen Torwartfrage: Nach Manuel Neuers Rücktritt kehrt Marc-André ter Stegen ins deutsche Tor zurück. Der Ajax-Amsterdam-Keeper hatte die Weltmeisterschaft in diesem Sommer verletzungsbedingt verpasst und steht nach rund 15 Monaten wieder im DFB-Aufgebot.
„Er ist im Moment fit. Er ist genau der gleiche Torwart, der er vorher war. Er bringt die notwendige Erfahrung mit“, begründete Klopp seine Entscheidung.
Der bei der WM als Ersatzmann eingesetzte Oliver Baumann erhielt dagegen keine Berücksichtigung. Neben ter Stegen gehören Finn Dahmen, Alexander Nübel, Noah Atubolu und Jonas Urbig zum XXL-Aufgebot – verteilt auf die beiden Kader.
Für Aufsehen sorgt vor allem die Streichliste. Neben Baumann müssen auch VfB-Stürmer Deniz Undav sowie der langjährige Nationalspieler Leroy Sané (Galatasaray) diesmal zu Hause bleiben. Manuel Neuer und Antonio Rüdiger hatten ihre Rücktritte aus der Nationalmannschaft bereits zuvor erklärt.
Weitere prominente Absenzen betreffen den verletzten Leon Goretzka, den ebenfalls angeschlagenen Angelo Stiller, Pascal Groß, Jamie Leweling und Assan Ouédraogo. Insgesamt fehlen elf Spieler aus dem WM-Aufgebot. Gleichzeitig stehen weiterhin 16 WM-Teilnehmer in Klopps erster Auswahl.
Besonders bemerkenswert ist die große Zahl an neuen Gesichtern. Insgesamt elf Spieler wurden erstmals überhaupt für die A-Nationalmannschaft nominiert. Dazu kommen fünf weitere Akteure, die bereits für den DFB berufen waren, aber noch auf ihr Debüt warten. Damit umfasst Klopps Aufgebot 16 Spieler ohne A-Länderspiel.
Zu den ganz neuen Namen zählen Hennes Behrens (FC Augsburg), die Freiburger Max Rosenfelder, Philipp Treu und Yannik Engelhardt, Bambasé Conté (TSG Hoffenheim), Younes Ebnoutalib (Eintracht Frankfurt), Finn Jeltsch (VfB Stuttgart) sowie die Legionäre Vitaly Janelt (Brentford) und Mika Baur (Celtic Glasgow). Auch Derry Scherhant (SC Freiburg) und Felix Keidel vom SV Elversberg erhalten erstmals eine Einladung.
Für eine der größten Überraschungen sorgt dabei wohl Keidel. Der 23-Jährige steht erst seit kurzer Zeit regelmäßig im Bundesliga-Fokus und kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Bundesliga-Einsätze für Elversberg.
Kader 1 (Niederlande, 24.9., Amsterdam / Griechenland, 27.9., Augsburg):
Tor: Finn Dahmen (Augsburg), Alexander Nübel (Besiktas Istanbul), Marc-André ter Stegen (Ajax Amsterdam)
Abwehr: Hennes Behrens (Augsburg), Yann Aurel Bisseck (Inter Mailand), Nathaniel Brown (Bayern), Max Rosenfelder (Freiburg), Nico Schlotterbeck (Dortmund), Jonathan Tah (Bayern), Philipp Treu (Freiburg), Josha Vagnoman (Stuttgart)
Mittelfeld: Nadiem Amiri (Mainz), Bambasé Conté (Hoffenheim), Yannik Engelhardt (Freiburg), Chris Führich (Stuttgart), Serge Gnabry (Bayern), Lennart Karl (Bayern), Joshua Kimmich (Bayern), Jamal Musiala (Bayern), Felix Nmecha (Dortmund), Kevin Schade (Brentford), Anton Stach (Leeds)
Angriff: Younes Ebnoutalib (Frankfurt), Kai Havertz (Arsenal)
Kader 2 (Serbien, 1.10., München / Griechenland, 4.10., Thessaloniki):
Tor: Noah Atubolu (Frankfurt), Finn Dahmen (Augsburg), Jonas Urbig (Bayern)
Abwehr: Waldemar Anton (Dortmund), Ridle Baku (Leipzig), Finn Jeltsch (Stuttgart), Maximilian Mittelstädt (Stuttgart), David Raum (Leipzig), Malick Thiaw (Newcastle)
Mittelfeld: Karim Adeyemi (Barcelona), Mika Baur (Celtic), Tom Bischof (Bayern), Said El Mala (Köln), Brajan Gruda (Leipzig), Vitaly Janelt (Brentford), Felix Keidel (Elversberg), Aleksandar Pavlović (Bayern), Derry Scherhant (Freiburg), Florian Wirtz (Liverpool)
Angriff: Jonathan Burkardt (Frankfurt), Nick Woltemade (Juventus)







































