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·2. Oktober 2026
Klose-Debatte beim FCN: Den Anstoß gab der eigene Sportvorstand

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Sechs Spiele, keine Niederlage, Platz zwei. Der 1. FC Nürnberg hat den besten Saisonstart seit Jahren hingelegt – und was macht der Sportvorstand? Er spricht öffentlich darüber, dass ihm der Trainer abhandenkommen könnte.
Niemand hat angeklopft. Kein Klub hat ein Angebot hinterlegt, kein Berater eine Spur gelegt. Die Debatte um Miroslav Klose begann auf einer Podiumsdiskussion des Senders Sky, bei der Joti Chatzialexiou erklärte, sein Trainer werde natürlich Anfragen bekommen – und es könne durchaus sein, dass er dann den nächsten Schritt mache. Die Nürnberger Nachrichten zitieren ihn mit einem Zusatz, der mehr verrät als der Rest: „Noch ist er da, ich hoffe, er bleibt auch lange.“
So redet ein Sportvorstand, der seinen Verein kennt. Nürnberg hat in Kloses Amtszeit Tzimas, Jander, Uzun und Jeltsch für viel Geld abgegeben. Abgänge sind am Valznerweiher kein Betriebsunfall, sie sind das Geschäftsmodell. Chatzialexiou dehnt diese Logik nun auf die Trainerbank aus. Ehrlich ist das. Ob es klug ist, mitten in einer Serie darüber zu reden, steht auf einem anderen Blatt.
Klose hat seinen Vertrag erst am 12. Februar verlängert. Der Verein nannte damals keine Laufzeit, Medienberichten zufolge läuft das Papier bis 2028. Der Trainer selbst ließ sich in der Mitteilung auf bundesliga.com mit den Worten zitieren: „An unserem gemeinsamen Weg habe ich nie gezweifelt.“
Das klang entschlossener, als die Wochen davor gewesen waren. Klose hatte die Transferpolitik offen kritisiert und Kontinuität im Kader zur Bedingung gemacht. Im Mai tauchte dann sein Name bei Lazio auf, verbunden mit Berichten über eine angebliche Ausstiegsklausel. Bestätigt hat diese Klausel bis heute niemand.
Langsam. Vor einem Jahr stand derselbe Trainer nach fünf Ligaspielen mit einem Punkt da und war im Pokal an Illertissen gescheitert. Die vergangene Saison endete auf Rang acht. Klose hat den Club stabilisiert und junge Spieler besser gemacht, daran gibt es wenig zu deuteln. Aber ein goldener September macht aus einem Zweitligatrainer noch keinen Kandidaten für die Champions League.
Man kann die Aussagen aus München als Vorbereitung auf einen Abschied lesen. Man kann sie auch als das lesen, was sie vermutlich sind: die nüchterne Einsicht, dass Erfolg in Nürnberg immer Begehrlichkeiten weckt.
Die Frage ist nicht, ob Klose zu gut für die 2. Liga ist. Die Frage ist, ob der Club mit ihm aus ihr herauskommt. Steigt Nürnberg auf, hat Klose seinen nächsten Schritt, ohne umziehen zu müssen. Bleibt der Club unten und der Trainer liefert weiter, wird im Sommer jemand anrufen. Chatzialexiou hat das nur früher ausgesprochen als üblich.
Wer seinen Trainer halten will, muss ihm die Liga bieten, in die er gehört. Alles andere ist Abschied auf Raten.







































