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·12. Juli 2026

Komplett-Kollaps bei 1860? Mangs großes Dementi

Artikelbild:Komplett-Kollaps bei 1860? Mangs großes Dementi

Gernot Mang zeigte sich am Samstagnachmittag erstmals wieder öffentlich bei einem Testspiel der Löwen. Der Präsident des TSV 1860 kam auf seiner Vespa nach Deisenhofen und verfolgte das mühsame 2:0 der Löwen beim Münchner Vorstadtklub direkt an der Stadion-Bande.

Mit Helm und legerem Auftreten suchte Mang vor Ort mehrfach das Gespräch. Er redete nicht nur mit Fans, sondern tauschte sich auch mit Nicolai Walch und Manfred Paula aus, zudem sprach er nach dem Schlusspfiff längere Zeit mit Trainer Alper Kayabunar.


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Es gibt Aufklärungsbedarf - erst recht nach der BILD-Story vom vergangenen Freitag: “1860 München vor dem Komplett-Kollaps.”

Reporterin Kristina Ellwanger schrieb: “Rollt bei 1860 München bald gar kein Ball mehr? Die Zeit Läuft den Löwen davon - und die Lage wird von Tag zu Tag dramatischer. Bis spätestens 21 Juli muss Klarheit herrschen.” Dem Tag des Toto-Pokal-Einstiegs bei Kreisliga-Absteiger FC Eintracht Berglern.

Eigentlich wäre die richtige Bühne für eine Stellungnahme die eigenen Vereinskanäle gewesen, aber Mang wählte für sein Dementi das e.V.nahe Fanportal “sechzger.de” - und so widersprach der 57-Jährige der Berichterstattung der größten deutschen Tageszeitung energisch: “Wir arbeiten mit Hochdruck und höchster Professionalität daran, alle notwendigen Themen Schritt für Schritt abzuarbeiten und den Spielbetrieb über die neue Spielbetriebs-GmbH aufzubauen. Ein solcher Prozess lässt sich nicht von heute auf morgen umsetzen – dafür braucht es zahlreiche Verhandlungen, Verträge mit Dienstleistern und den Aufbau der erforderlichen Strukturen. Wir sind bei null gestartet. Gemessen an der kurzen Zeit, die uns zur Verfügung stand, sind wir bereits ein großes Stück vorangekommen. Von einem „Kollaps” kann daher keine Rede sein – im Gegenteil: Wir arbeiten eng, vertrauensvoll und konstruktiv mit Herrn Dr. Liebig und seinem Team zusammen.”

Auffällig ist dabei: Mang nennt die BILD mit keinem Wort. Er widerspricht zwar dem Begriff „Kollaps“, geht auf die konkreten Inhalte der Berichterstattung jedoch nicht näher ein.

Auch auf Hasan Ismaiks jüngstem Post ging Mang ein - und dementierte gegenüber dem Fanportal “sechzger.de” die Schilderungen des Jordaniers: “Zu den Aussagen von Herrn Ismaik möchte ich klarstellen: Es gab Gespräche mit dem DFB über eine Fristverlängerung, die vom DFB abgelehnt wurde. Bei diesem Gespräch waren auch Vertreter von Herrn Ismaik anwesend. Hätte Herr Ismaik seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, befänden wir uns gar nicht erst in dieser Situation.” Was Mang möglicherweise überlesen hat: Ismaik ist auf nichts anderes eingegangen als auf das DFB-Urteil vom 8. Juli, in dem deutlich herauszulesen ist, dass zum einen Ismaik das Geld auf ein DFB-Konto hätte überweisen können, aber auch, dass die KGaA eine Fristverlängerung versäumt hat. Die KGaA, die unter der Leitung von Geschäftsführer Manfred Paula war. Er ist der Nachfolger von Christian Werner, der Ende September völlig überraschend gehen musste.

Dass die Nachrichtenlage bei 1860 derzeit so dünn gesät sind, entschuldigt Mang:” In einer solchen Situation steht nicht der tägliche Gang an die Öffentlichkeit im Vordergrund. Zunächst gilt es, tragfähige Entscheidungen zu treffen. Transparenz ist uns wichtig – sie muss aber auf belastbaren Ergebnissen basieren. Bereits in der nächsten Woche werden mehrere grundlegende Entscheidungen getroffen, die den eingeschlagenen Weg festigen. Darüber werden wir zeitnah und transparent informieren.”

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