Nur die Raute
·10. Februar 2026
Konsequenzen für Trainerin Brancao? HSV-Frauen stürzen auf Abstiegsplatz

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·10. Februar 2026

Drei Heimspiele am Stück zum Start in 2026 sollten den Turnaround für die HSV-Frauen einleiten. Doch nach dem Ende der Periode herrschte tiefe Ernüchterung.
Denn am Sonntag setzte es vor 3.162 Zuschauenden im Volksparkstadion eine 1:3-Niederlage gegen RB Leipzig. Dabei gab es im Hinspiel noch einen der bislang nur zwei Saisonsiege. Auch diesmal befanden sich die HSV-Frauen zunächst auf Kurs. Eine feine Einzelleistung von Lotta Wrede – eine der wenigen Spielerinnen im Kader, die zweifellos höheres Bundesliga-Niveau mitbringen – brachte das 1:0 nach 14 Minuten.
Nahezu im direkten Gegenzug glichen die Gästinnen jedoch durch einen alles andere als unhaltbaren Distanzschuss der Ex-Hamburgerin Lisa Baum aus. Im zweiten Abschnitt zogen die zunehmend überlegen agierenden Leipzigerinnen die Begegnung vollends auf ihre Seite. Ein wunderbar herausgespielter Treffer von Emilia Asgeirsdottir sowie ein weiteres Geschenk der HSV-Frauen, das Delice Boboy dankend annahm, besiegelten die elfte Niederlage im 17. Bundesliga-Spiel.
Die Ergebnisse gleichen denen eines Absteigers. Die Chance, durch Punkte in drei Heimspielen hintereinander gegen Teams, die nicht zur Spitze gehören, sich dem unteren Mittelfeld anzunähern, blieb ungenutzt. Zwar gab es zum Jahresauftakt – dank eines fragwürdigen Elfmeters in der Nachspielzeit – einen 2:1-Erfolg über die SGS Essen, doch anschließend setzte es bittere sowie verdiente Pleiten gegen Freiburg und eben Leipzig.
Darüber hinaus punkteten die Konkurrenten aus Essen und Jena, sodass die HSV-Frauen wieder auf den vorletzten Platz rutschten und mittlerweile den schlechtesten Punkteschnitt der Bundesliga aufweisen. Daher stellt sich zumindest für die Öffentlichkeit mittlerweile die Frage nach Trainerin Liese Brancao, der es nicht gelingt, Konstanz in die Leistungen zu bringen. Die sportliche Leiterin Saskia Breuer betonte jedoch, dass ein Wechsel an der Seitenlinie „keine Option, gar keine“ sei. (via Abendblatt)
Stattdessen betonte sie wie bereits häufiger im Saisonverlauf: „Wir haben uns für ein junges, unerfahrenes Team entschieden. Den Weg gehen wir, und dann gehört es auch dazu, Niederlagen einzustecken.“ Im Winter legte Breuer allerdings nochmals nach, verpflichtete auf Wunsch von Brancao gleich sechs neue Spielerinnen. Besserung trat kaum ein. Symbolisch dafür steht Lea Paulick, die eigentlich für Stabilität zwischen den Pfosten sorgen sollte. Sie hielt zwar glänzend gegen Freiburg, war dafür aber bei der jüngsten Niederlage an gleich zwei Gegentoren entscheidend beteiligt.
Aufgrund der wenig geglückten Mannschaftszusammenstellung gerate auch Breuer mehr in den Fokus. Die Diskussionen könnten sich nochmals vertiefen, falls die HSV-Frauen sich mit zwei weiteren schwachen Auftritten in Hoffenheim und gegen Werder Bremen in die Länderspielpause verabschieden.
Foto: Getty Images









































