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·29. September 2026
„Kreisligareifes Zweikampfverhalten“: Matthäus findet deutliche Worte nach Griechenland-Pleite

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Lothar Matthäus hat nach dem 0:1 der deutschen Nationalmannschaft gegen Griechenland deutliche Kritik geübt. Vor allem Felix Nmechas Verhalten vor dem entscheidenden Gegentor bezeichnete der Rekordnationalspieler als nicht akzeptabel. Auch die geplante Abreise von Kapitän Joshua Kimmich im Zuge des Wechsels zwischen den Nations-League-Kadern von Bundestrainer Jürgen Klopp kann der Weltmeister von 1990 nicht nachvollziehen. Matthäus hätte den Mittelfeldspieler von Bayern München lieber durchgehend bei der Auswahl behalten.

MAILAND, ITALIEN – 14. September 2026: Lothar Matthäus blickt vor dem Serie-A-Spiel zwischen Inter Mailand und Udinese Calcio im Stadio Giuseppe Meazza auf das Geschehen. (Foto: Claudio Villa/Getty Images)
In seiner Sky-Kolumne, einen Tag nach der Niederlage gegen Griechenland, sprach sich Matthäus klar gegen Kimmichs vorzeitige Abreise aus. Der 65-Jährige verwies dabei auf die besondere Verantwortung des 31-Jährigen innerhalb der Nationalmannschaft.
„Kimmich ist nicht nur der Kapitän der 22 Spieler im ersten Kader, sondern auch der Kapitän der anderen Spieler, die sich am Montag in Herzogenaurach getroffen haben. Ich hätte ihn bei allen vier Spielen im Kader gelassen, damit die Neulinge auch ihn kennenlernen“, schrieb der 150-malige Nationalspieler.
Für Matthäus geht das Kapitänsamt weit über Einsätze und Trainingseinheiten hinaus. „Der Kapitän ist der Spieler, der neben dem Trainer mitverantwortlich ist für die Mannschaft“, betonte der Franke. Unabhängig davon, ob Kimmich in München trainiere oder auf dem Platz stehe, sei sein Einsatz ungebrochen: „Ob er in München trainiert oder spielt – Kimmich ist immer on fire. Er ist der absolute Leader dieser Nationalmannschaft.“
Trotz des Lobs für dessen Führungsqualitäten sieht Matthäus beim Bayern-Profi noch Luft nach oben. „Er selbst hat bei Bayern den Unterschied ausgemacht, aber im DFB-Team bisher noch nicht“, urteilte der frühere Weltfußballer.
Neben Kimmich nahm Matthäus auch Karim Adeyemi vom FC Barcelona und Borussia Dortmunds Felix Nmecha in die Pflicht. Adeyemi müsse seine individuellen Fähigkeiten konsequenter in Zählbares ummünzen. „Adeyemi habe das Recht zu dribbeln, aber er hat auch das Recht, ein Tor zu machen aus Chancen, die er bei Barca zuletzt verwertet hat“, meinte Matthäus.
Besonders deutlich fiel sein Urteil über Nmechas Defensivverhalten vor dem griechischen Siegtreffer aus. Der Dortmunder habe dort ein „kreisligareifes Zweikampfverhalten“ gezeigt.
Die hohen Anforderungen von Klopp an seine nominierten Akteure hält Matthäus dagegen keineswegs für überzogen. „Alles, was Klopp von seinen Spielern fordert, war für mich 20 Jahre lang eine Normalität auf dem Fußballplatz. Laufen, Zweikämpfe gewinnen – das sind Grundvoraussetzungen. Intelligent zu spielen und Lösungen zu finden, dafür sind die Spieler verantwortlich. Wir haben sehr viel Qualität, aber auf der einen oder anderen Position haben wir momentan nicht die Spieler, die auf allerhöchstem Niveau den Unterschied ausmachen“, konstatierte der frühere Weltfußballer.







































