Krieschower Vereinslegende Hebler: "Heimscheißer und Dorfjunge" | OneFootball

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·19. August 2026

Krieschower Vereinslegende Hebler: "Heimscheißer und Dorfjunge"

Artikelbild:Krieschower Vereinslegende Hebler: "Heimscheißer und Dorfjunge"

Fünf Minuten braucht Andy Hebler normalerweise von seinem Wohnhaus bis zur Sportanlage des VfB Krieschow. Zum Training am Mittwoch reist der 37-Jährige allerdings ausnahmsweise mit dem Flugzeug an. Hebler befindet sich noch im Urlaub in der Türkei. "Wir haben zwei schulpflichtige Kinder und gehen beide arbeiten, da geht das nicht anders“, erzählt die Krieschower Vereinslegende von seinem neuntägigen Ferientrip mit der Familie. Einen Trainingsplan hat er auch mit dabei, damit er am Sonntag um 15:30 Uhr bereit ist für die erste Runde im DFB-Pokal. Das Aufeinandertreffen mit den Profis von Mainz 05 im heimischen Sportpark wird auch für Hebler, Kapitän, Rekordspieler und Identifikationsfigur des VfB, das größte Spiel seiner langen Karriere.

"Dass ich mein erstes Spiel im DFB-Pokal in meinem Alter noch erleben darf, ist nicht selbstverständlich“, gibt Hebler zu. Mit Energie Cottbus spielte er einst in der dritten Liga vor 30.000 Zuschauern bei Dynamo Dresden: "Das war natürlich auch besonders. Aber das Spiel am Sonntag zählt zu den Highlights, das kann mir dann keiner mehr nehmen. Den Punkt kann ich von der Bucketlist streichen“, sagt der 37-Jährige, der optimistisch ist, dass er gegen die 05ER auf dem Platz stehen wird.


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"Fitness? Da war ich noch nie der Fleißigste“

Zusammen mit Alexander Bittroff, der ebenfalls 37 Jahre alt ist, und dem 36-jährigen Martin Zurawski bildet Hebler das erfahrene Trio der Krieschower. "Wir sind die Opas in der Mannschaft“, sagt er lachend. Er kennt den Verein in- und auswendig. Seit über zehn Jahren läuft er für den VfB auf, hat Spieler kommen und gehen gesehen und die Weiterentwicklung des Klubs bis zur Oberliga und dem Sieg im Landespokal mitgeprägt. Als Spielführer und Vereinslegende geht er vorneweg, auf und abseits des Platzes. Deutlich jünger sind seine Mitspieler größtenteils und holen sich gerne mal den ein oder anderen Tipp ab. "Ich bin auch ein zugänglicher Typ. Nur was das Thema Fitness angeht, hat sich noch keiner bei mir etwas abgucken können. Da war ich noch nie der Fleißigste.“

Wo das Tor steht, weiß Hebler aber nur zu gut. Seit 2016 gelangen ihm 284 Pflichtspieltreffer für Krieschow. Damit ist er nicht nur Rekordhalter in seinem Verein, sondern auch in der NOFV-Oberliga Süd und im Landespokal. Da können sich die jüngeren Stürmer noch das ein oder andere abschauen. "Sie gucken manchmal, wie der Dicke das gemacht hat“, erzählt der 1,80 Meter große Hebler lachend. Aber den Torriecher kann man nicht erlernen. "Ein spezielles Rezept gibt es nicht.“

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