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·22. März 2026

Krösche kontert Hoeneß-Kritik: „Auch Bayern wird Spieler verlieren“

Artikelbild:Krösche kontert Hoeneß-Kritik: „Auch Bayern wird Spieler verlieren“

Die Aussagen von Uli Hoeneß zur Transferstrategie von Eintracht Frankfurt haben für reichlich Wirbel gesorgt – nun hat SGE-Sportdirektor Markus Krösche deutlich zurückgeschlagen.

Ausgangspunkt war ein Auftritt des Bayern-Ehrenpräsidenten bei der Frankfurt School of Finance & Management. Dort kritisierte Hoeneß das Geschäftsmodell der Eintracht, die seit Jahren auf die Entwicklung und den gewinnbringenden Verkauf von Topspielern setzt.


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„Ich persönlich bin kein großer Freund vom Verkauf von guten Spielern. Ich sage immer: Beim FC Bayern sind wir ein Käuferverein und kein Verkäuferverein“, erklärte der 74-Jährige und legte nach: „Auf Dauer verliert man bei jedem Verkauf Substanz.“

Die Kritik zielte direkt auf das Erfolgsmodell der Hessen ab. Spieler wie Randal Kolo Muani, Hugo Ekitiké oder Omar Marmoush wurden für hohe Summen verkauft – ein zentraler Bestandteil der wirtschaftlichen Stabilität des Klubs.

Hoeneß sieht darin jedoch Risiken. Neben steigenden Ablösesummen bei Neuzugängen warnte er auch vor einem Verlust an Identifikation: „Die Identifizierung der Fans mit den Superstars ist wichtig.“

Krösche kontert – und bringt Olise ins Spiel

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Foto: IMAGO

Die Antwort aus Frankfurt ließ nicht lange auf sich warten. Markus Krösche widersprach den Aussagen des Bayern-Patrons deutlich – und brachte dabei sogar den Rekordmeister selbst ins Spiel. „Ich glaube, dass auch der FC Bayern in Zukunft Spieler verlieren wird“, erklärte der SGE-Sportdirektor im ZDF-Sportstudio und wurde konkret: „Wenn ein Michael Olise zu Real Madrid gehen will, dann wird es dafür Möglichkeiten geben.“

Eine Aussage mit Signalwirkung, die zeigt, wie sehr sich der Transfermarkt verändert hat.

Krösche verwies dabei auf die zunehmende Konkurrenz durch finanzstarke Ligen und Klubs. Gerade im internationalen Vergleich werde es auch für den FC Bayern schwieriger, Topspieler dauerhaft zu halten. „Der Markt hat sich verändert. Andere Länder und Klubs haben andere Möglichkeiten“, so der 45-Jährige.

Damit stellt der Frankfurter indirekt auch das Selbstverständnis des FC Bayern infrage – als Klub, der traditionell eher kauft als verkauft.

Die Diskussion zeigt einmal mehr die unterschiedlichen Herangehensweisen innerhalb der Bundesliga. Während Bayern langfristig auf Stabilität und Kontinuität setzt, verfolgt Frankfurt bewusst ein dynamisches Transfermodell.

Beide Wege haben in der Vergangenheit funktioniert – doch die Rahmenbedingungen im internationalen Fußball verändern sich zunehmend.

Der Schlagabtausch zwischen Hoeneß und Krösche dürfte daher weit über diesen Einzelfall hinausgehen. Er berührt eine zentrale Frage: Wie behauptet sich die Bundesliga künftig im globalen Wettbewerb?

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