Lage am Millerntor – 05. Juni 2026 | OneFootball

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·5. Juni 2026

Lage am Millerntor – 05. Juni 2026

Artikelbild:Lage am Millerntor – 05. Juni 2026

Der FC St. Pauli hat Alexander Blessin als Trainer freigestellt, wartet auf die Auslosung im DFB-Pokal und eröffnet einen neuen Fanshop. Auch die WM rückt immer näher. Die Lage am Freitag.

FC St. Pauli

Alexander Blessin

Gestern um 17.00h war das Warten vorbei, der FC St. Pauli verkündete die Freistellung von Alexander Blessin als Cheftrainer. Social Media-Kommentare sollte man ja ohnehin mit Vorsicht genießen und im Zweifel weiträumig umfahren. Insofern sind auch unter den Posts zur Freistellung viele Beiträge, wo man sich schon fragt, ob die Personen dies im direkten Gespräch auch so formulieren würden und was für einen Umgang mit ihren Mitmenschen im privaten und geschäftlichen Umfeld sie sonst so pflegen. Allerdings überwiegt in meiner Wahrnehmung schon der Dank und Respekt für die geleistete Arbeit von Blessin, sowie das Bedauern, dass es eben aus ziemlich vielen Gründen am Ende nicht mehr funktioniert hat.Wie dem auch sei: Vielen Dank für Deine Zeit bei uns, Alex, alles Gute für die private und berufliche Zukunft!


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Es passt nicht mehr

Neuer*r Trainer*in

Die Nachfolge ist offiziell noch nicht geregelt, soll aber „zeitnah“ verkündet werden. Es ist davon auszugehen, dass Andreas Bornemann in den letzten zwei Wochen nicht ehrfürchtig auf eine Entscheidung von Blessin gewartet hat, sondern schon viele Gespräche mit möglichen Nachfolger*innen führte.Warten wir also ab – wenn das Thema durch ist, kann ich die Lage auch endlich noch vor Beginn der WM in die Sommerpause schicken. // MillernTon

Alles im Rahmen

DFB-Pokal

Kleiner Reminder: Morgen, 18.00h, ARD-Sportschau, Auslosung der 1. Runde.Eine Übersicht der möglichen Gegner hatte ich hier gestern bereits ausgebreitet.Gespielt wird am Wochenende um den 22. August, also nach den ersten zwei Liga-Spieltagen.

FC St. Pauli von 1910 e. V.

Regionalliga Nord?

Die kommende Ligazugehörigkeit der FCSP U23 hängt weiterhin am Schicksal des TSV Havelse. Dieser hatte nach dem Zwangsabstieg von 1860 München seinen Willen zum Verbleib in der 3. Liga bekräftigt, wartet nun aber noch auf die finale Lizenz-Entscheidung des DFB.

NLZ: Interview mit U19- und U17-Coach

Die beiden Leistungsteams des FCSP in den DFB-Nachwuchsligen haben eine überschaubare Hinrunde abgeliefert und dadurch die jeweilige Meisterrunde verpasst. Nach einer besseren Rückrunde konnten aber beide dann die B-Liga für sich entscheiden. Auf fcstpauli.com gibt es ein Interview mit den beiden Trainern, Joris Wittkugel (U19) und Heiko Knispel (U17).Die Sichtweise auf die Entwicklung der Spieler als Menschen entspricht dem, was in den letzten Jahren unter dem Stichwort Rebellution vorgegeben wurde, aber auch sportlich sehen beide Fortschritte.Die Erkenntnis für mich, die ich bisher übersehen hatte: Als Sieger der B-Liga hat sich die U19 auch ohne Hamburger Pokalsieg für den DFB-Pokal der neuen Saison qualifiziert.

Fanszene-News

Neuer Fanshop im Westfield Hamburg-Überseequartier

Ich bemühe mich hier ja wirklich, den ganzen Merch-Kram großflächig zu ignorieren und auch Gags wie „in den letzten drei Monaten mehr neue Kollektionen als Punkte“ auszulassen. (Um es trotzdem kurz festzuhalten: Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, klar.) Ich denke mir ja auch immer, dass die Zielgruppe dieses ganzen offiziellen Merchs halt die vielen Tourist*innen und Sympathisant*innen des Vereins sind und die Fanszene ohnehin ihre Klamotten mit Vereinsbezug über den Fanladen, USP oder Fanclubs bezieht – und man den anderen Kram dann einfach ausblendet, solange er nicht zu sehr schmerzt.

Wenn aber der neue Fanshop im „Westfield Hamburg-Überseequartier“ wie folgt beworben wird, muss ich das leider auch aufgreifen: „Für uns bedeutet der Standort, neue Wege zu gehen, ohne unsere Herkunft zu verlieren. Der FC St. Pauli steht für eine starke Marke, aber auch für eine besondere Kultur. Diese Kultur wollen wir an einem neuen Ort sichtbar machen; wirtschaftlich sinnvoll, aber mit einem klar eigenen Anspruch„, so Patrick Mushatsi-Kareba, neuer Geschäftsleiter für Vermarktung, Vetrieb, Merch und Digitales beim FC St. Pauli. Indirekt bestätigt Catharina Fricke, Bereichsleitung Merchandise, dann meine oben erwähnte Zielgruppenunterscheidung: „Der neue Shop soll bewusst anders wirken als unsere bestehenden Fanshops: näher an Streetwear, näher an Fashion, näher an Menschen, die unseren Stil und unsere Haltung spannend finden, auch wenn sie vielleicht nicht regelmäßig im Stadion sind.“

Okay. Also ganz bewusst nichts mehr mit der Fanszene, das ist dann ja auch irgendwie konsequent. Und dann passt es natürlich auch, wenn man den Shop in die Hafencity setzt, in ein Einkaufszentrum der Superlative, bei dem ein Kreuzfahrtterminal dazugehört und bei dessen Bau Arbeitsbedingungen herrschten, die wohl auch für Gianni Infantino okay gewesen wären, inklusive sechs Todesfällen. Modelabel mit angeschlossener Fußball-Abteilung, irgendwie muss man die Klischees ja auch erfüllen.Klar, der FCSP kann sich nicht um alles kümmern und war am Bau des Einkaufszentrums weder verantwortlich noch beteiligt. Als Zeichen nach außen aber wirkt das alles mindestens mal sehr „unglücklich“, vorsichtig formuliert. Die jetzt auch medial aufkommende Kritik an diesem neuen Shop hat man sicher kommen sehen und sich trotzdem gedacht, dass dies eine gute Idee sei. Nun denn. // fcstpauli.comPS: Natürlich ist man sich auch im Verein bewusst, dass diese Meldung mindestens ein geteiltes Echo hervorrufen wird. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung mitten im Trainer-Wirrwarr ist sicherlich nicht zufällig gewählt. Auch bei uns geht die Meldung jetzt in der „Lage“ ja eher unter, obwohl man daraus auch wunderbar einen eigenen Artikel hätte machen können.

Stadionverbotsrichtlinien

Zurück zur eigentlichen Fanszene des Vereins. Die hat die Entscheidung des DFB zur Verschärfung der Stadionverbotsrichtlinie zur Kenntnis genommen und schaut nun darauf, was bei der Innenministier*innenkonferenz (IMK) vielleicht noch dazu kommen könnte. Nina hat sich des Themas genauer angenommen und außerdem mit der Braun-Weissen Hilfe gesprochen: // MillernTon

Neue Stadionverbotsrichtlinien: Fankultur in Gefahr

Döntjes

1860 München

15 Jahre – und so ziemlich jede*r wird sagen: „Das hätte ich Euch schon vor 15 Jahren sagen können, dass das ne Scheißidee war.“ Immerhin: Nun ist es vorbei. 1860 München hat den Vertrag mit Investor Hasan Ismaik gekündigt, das Spielrecht für die Regionalliga Bayern ist dem e. V. bereits erteilt worden, die KGaA dürfte nun bald abgewickelt werden.Ob es wirklich endgültig vorbei ist, wird sich allerdings noch erweisen müssen, denn auch Ismaik könnte nun natürlich noch juristische Schritte einleiten. // kicker

WM 2026

Gestern Abend fand im Museum eine Gesprächsrunde mit Ronny Blaschke und Oke Göttlich statt, an der ich leider aus zeitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte. Es ist gerade etwas viel los rund um diesen Verein, Stichwort Trainerfrage.Aber das soll uns ja nicht davon abhalten, das Thema auch hier weiter zu bearbeiten, heute mal wieder mit zwei Podcasts.„Holger ruft an…“ ist ein ohnehin empfehlenswertes Format von Übermedien, in dem Holger Klein sich mit seinen Gesprächspartner*innen über aktuelle Themen aus dem großen Überbegriff „Medien allgemein“ unterhält. In der aktuellen Folge sprach er über gut 20 Minuten mit Ronny Blaschke, über die FIFA, Infantino, Pressefreiheit, Boykott und vieles mehr.

Wer sich hingegen eingehender mit der Person Gianni Infantino beschäftigen möchte, kann dies beim SRF in der Podcast-Serie „König Gianni – Die Infantino-Story“ tun. Ich habe sie selber noch nicht gehört, sie wurde mir aber von einem Leser aus der Schweiz mit folgenden Worten empfohlen: „Nachdem Du die WM wie wir alle einigermassen verdrängst, möchte ich Dir aber trotzdem eine SRF Produktion zum FIFA Boss ans Herz legen. Mich haben einige Details aus dieser Lebensgeschichte erschüttert – was für ein fürchterlicher Machtmensch mit altbekannten Rechtfertigungsreflexen!“ Na, das macht doch Lust auf mehr…

Zu guter Letzt

Widersprüche aushalten. Man kann die WM und FIFAntino scheiße finden und bei YouTube trotzdem in Dinge geraten, die einen wahlweise zerstören oder faszinieren – sucht es Euch aus. Jedenfalls muss es beim österreichischen Verband vor kurzem ein Gespräch gegeben haben, welches ich mir in etwa wie folgt vorstelle:„So, wir machen jetzt nen offiziellen WM-Song… möglichst mit viel Shalalalala und Allez Allez und so viel schlechten Reimen, dass sich Donald Trump noch schnell selbst von der Brooklyn Bridge stürzt.“„Okay, klingt gut. Und bringt unbedingt Taylor Swift, Dr. Dre, Madonna und Lady Gaga mit unter.“ Respekt, ÖFB, das muss man echt auch wollen… // YouTube

Forza St. Pauli!// Maik

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